Skip to main content
Montag, 13. August 2018

Moskau kritisiert illegale bewaffnete US-Präsenz in Syrien

Maria Zakharova, die Sprecherin des russischen Außenministeriums in ihrer wöchentlichen Pressekonferenz. Bild: SANA Nachrichtenagentur Syrien.

Die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Zakharova, bestätigte, dass die US-Militärpräsenz in Syrien eine ernsthafte Herausforderung für den politischen Prozess und die territoriale Integrität Syriens darstelle. So sagte Zakharova während einer wöchentlichen Pressekonferenz in Moskau am Donnerstag:

„Die bewaffnete illegale Präsenz der Vereinigten Staaten auf dem syrischen Territorium stellt weiterhin zur Erreichung von Sicherheit und Stabilität in Syrien eine ernste Herausforderung dar, um die syrische Einheit und territoriale Integrität zu erhalten.“ [1]

Zakharova wies darauf hin, dass die Vereinigten Staaten den Vorwand, es seien chemischen Waffen in Syrien verwendet worden, dazu missbrauchten, um eine politische Lösung für die Krise im Land zu untergraben.

Zakharova zeigte zudem auf, dass die Vereinigten Staaten die Situation in Syrien und in der gesamten Region destabilisieren würden und zwar durch die Unterstützung von Terrorgruppen.

Damit versuchten die USA den syrischen nationalen Dialog in Sotschi zu vereiteln und „die Bedeutung ihrer Folgen zu minimieren“. Zudem würden die USA die Schaffung geeigneter Bedingungen für einen Frieden untergraben, indem sie die Reste der Terroristen unterstützten, um diese in die Lage zu versetzten, ihre Angriffe gegen die syrische arabische Armee und die syrischen Bürger weiter zu führen.

Die Sprecherin des Außenministeriums bekräftigte Russlands Sichtweise, dass Russland die Bemühungen fortsetzen werde, die politische Lösung zu unterstützen und die Krise in Syrien zu lösen. Dabei müsse die politische Lösung der Krise auch zum Ziel haben, die Terroristen auf syrischem Boden endgültig zu beseitigen.

Vasily Nebenzya, der 16. permanente Repräsentant Russlands bei den United Nations [2] erklärte, dass die Amerikaner einen Schutz für die Überreste von Terroristen bieten würden, welche vor der syrischen arabischen Armee bislang geflohen seien. Nun würden die USA aber die Terrorbanden erneut aufrüsten und zwar für weitere Angriffe.

Zakharova wies zudem darauf hin, dass ein tragbares Flugabwehr-Raketensystem ein russisches Jagdflugzeug in Syrien abgeschossen habe und nicht ohne die Hilfe und Unterstützung aus dem Ausland in die Hände von Terroristen falle. Das Flugzeug des Typs Su-25 befinde sich in einem von Terroristen kontrollierten Gebiete in der Brive Idlib-Provinz in Syrien.

Auf einer geschlossenen Sitzung des UNO-Sicherheitsrates waren auf Antrag von Schweden und Kuwait die US-Bombardierungen auf syrischem Gebiet, welchen 100 syrische Soldaten zum Opfer gefallen sind, diskutiert worden.

Dies kommentierte Russland mit den Worten: „Die US-Bombardierungen werfen tiefes Bedauern auf und wir werden dieses Problem zur Diskussion geben und wir werden fragen, was während der Sicherheitsrat-Konsultationen geschehen ist.“

Die so genannte internationale Koalition, welche von den Vereinigten Staaten geführt wird, solle sich verpflichten, Massaker und Brutalität gegen die syrischen Volkskräfte umgehend einzustellen, so Nebenzya. Bislang würden aber die USA mit ihren Verbündeten Terrorgruppen und Milizen unterstützten.

Ausserdem erklärte der russische Vertreter bei der UNO: Er, Nebenzia, bedauerte die Weigerung des Sicherheitsrates erneut die Bombardierung von Terroristen in Wohngebieten und auf das Hauptquartier des russischen Attaché in Damaskus zu verurteilen.

Zudem führte Nebenzia aus, er lade alle Parteien ein, um in Syrien einen „vorübergehenden Waffenstillstand“ aus humanitären Gründen zu erreichen. Gleichzeitig sei er sich aber bewusst, dass dieses derzeit unrealistisch sei, da die Terroristen dies nicht wollten.

„Die US-Militärpräsenz in Syrien ist illegal“, erklärte Nebenzia in einer Presseerklärung und fügte hinzu, dass der Angriff auf die Kräfte, welche Terroristen bekämpften, ein Verbrechen sei.

Einzelnachweise

(1) موسكو: الوجود العسكري الأميركي في سورية يشكل تحديا خطيرا للعملية السياسية ولوحدة الأراضي السورية, übersetzt: „Moskau: US-Militärpräsenz in Syrien ist eine ernste Herausforderung für den politischen Prozess und die syrische Gebietseinheit, In: SANA staatliche syrische Nachrichtenagentur, vom: 8. Februar 2018. Abgerufen am 9. Februar 2018.

(2) Vasily Nebenzya, In: Wikipedia.



Das könnte Sie interessieren

Sonntag, 08. Juli 2018

Palästina, Israel -

Hamas und Abas-Regierung sollen auf friedliche Demonstranten eingedroschen haben

Bereits Ende Juni veröffentlichte die deutsche Amnesty International-Sektion in Köln einen Bericht über ein angeblich massives Vorgehen bis hin zu Misshandlungen gegen Palästinenser. Dieses Mal aber nicht durch israelisches Militär, sondern unter anderem durch die palästinensische Hamas-Partei selber. Der Bericht stützt sich auf eine englischsprachige Version (1; vgl. zudem Fußnotenverweis 2). Das pazifistische Portal kriegsberichterstattung.com kann den AI-Bericht nicht verifizieren. […]

Mittwoch, 13. Juni 2018

Nasa Embera Chamí -

Indigene Gemeinschaft in Kolumbien mit Waffen bedroht und vertrieben

AI, Kolumbien – Mehr als 200 Angehörige der indigenen Gemeinschaft Nasa Embera Chamí aus dem Reservat La Delfina im Westen Kolumbiens seien, teilt Amnesty International in einer Urgent Action mit, aus ihren Wohnorten vertrieben worden. Zuvor sei am 8. Juni 2018 ein Anschlag auf einen Bewohner der Gemeinde verübt worden. Dies zeige einmal mehr, dass die Menschen dort dringend mehr […]

Sonntag, 27. Mai 2018

Wegen "Loyalitätsbruch" -

Israel droht Palästinensischer Autonomiebehörde mit Verlust des Aufenthaltsrechts in Jerusalem

Vier Mitgliedern des Palästinensischen Legislativrats droht, teilte Amnesty International (AI) bereits Ende April 2018 mit, der Verlust ihres dauerhaften Aufenthaltsstatus in Jerusalem. Auf der Grundlage eines vom israelischen Parlament (Knesset) verabschiedeten Gesetzes sei das israelische Innenministerium befugt, Personen wegen mutmaßlichen „Loyalitätsbruchs“ das Aufenthaltsrecht zu entziehen. Das teilte die Menschenrechtsorganisation mit. Am 19. März habe der israelische Innenminister Arye Deri angekündigt, zwölf […]

Donnerstag, 10. Mai 2018

Morde in Kolumbien wegen Staudammprojekt -

Hugo Albeiro George Pérez neues Opfer

Kolumbien – Amnesty International (AI) weist in einer Urgent Agent darauf hin, dass in dem lateinamerikanischen Staat Kolumbien Umweltschützer massiv bedroht, eingeschüchtert, ja sogar ermordet würden. So sei ein Mitglied der Bewegung Ríos Vivos (Lebende Flüsse) am 2. Mai getötet worden. Das sei jener Tag, an welchem die Gruppe einen ganztägigen Protestmarsch gegen das Hidroituango-Staudammprojekt im Departamento Antioquia veranstaltet habe. Mitglieder der […]

Montag, 30. April 2018

Israel ermordete 39 Palästinenser: Amnesty fordert exzessive Gewalt umgehend einzustellen

Die international größte Menschenrechtsorganisation Amnesty International (AI) fordert in einer dringlichen Presseerklärung, dass Israel seine ‚exzessive Gewalt‘ gegen Palästinenser umgehend einstellen solle. Wir zitieren aus der Presserklärung: „Während am Freitag, dem 13. April 2018 die Proteste aufs Neue begannen, erklärte Amnesty International, dass die israelischen Behörden der Anwendung von übermäßiger und tödlicher Gewalt zur Unterdrückung palästinensischer Demonstrationen im Gazastreifen ein […]

Samstag, 14. April 2018

Bomben auf Syrien +++ Der schmutzige Krieg der USA, Frankreichs und Großbritanniens

Kommentar – Es gehört seit Jahrhunderten zum strategischen Repertoire ehemaliger westlichen Kolonialstaaten wie den USA, Frankreichs oder Großbritanniens, die Geschichte immer so umzuschreiben, dass man selbst mit einer angeblich sauberen Weste dasteht. Ganz nach dem Motto: Die Geschichte schreibt immer der Sieger. Das ist auch beispielsweise mit den Deutschbalten so. 1917, im Zuge der Russischen Revolution, die als „Februarrevolution 1917“ […]


Keine Kommentare vorhanden


Du hast eine Frage oder eine Meinung zum Artikel? Teile sie mit uns!

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*
*