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Freitag, 14. Juni 2019

YouTube-Attentäterin soll Nasim Aghdam sein und sich über YouTube geärgert haben

Bericht der ABC News auf YouTube zur Schießerei auf dem YouTube-Campus.

Die Frau, welche in der YouTube-Zentrale in Kalifornien drei bis vier YouTube-Mitarbeiter mit Schüssen verletzte, soll eine arabisch-stämmige Frau mit dem Namen Nasim Aghdam sein, 39. Der amerikanische Nachrichtensender CNN teilte mit, den Namen der Attentäterin habe man von Strafverfolgungsbehörden erfahren.  [1]

Die Attentäterin soll sich nach der Schießerei im Youtube-Hauptquartier das Leben genommen haben. Man habe die Frau am Tatort mit einer Handfeuerwaffe  gefunden, soll der Polizeichef von San Bruno, Ed Barberini, mitgeteilt haben.

Bislang wisse man allerdings „sehr, sehr wenig“. Man gehe davon aus, dass man erst in einigen Stunden mehr über die Attentäterin mitteilen könne.

Unter den Opfern sei unter anderem eine Person, welche „vor dem Café auf dem Campus herumkletterte“, schreibt CNN.

Angeblich habe die Attentäterin sogar eines der Opfer gekannt, obgleich bislang das Motiv der Frau unklar sei:

Die verletzten YouTube-Mitarbeiter seien derzeit im Zuckerberg Allgemeinen Krankenhauses San Francisco, dem „Zuckerberg San Francisco General Hospital“ untergebracht, einem Trauma-Zentrum.

Die Opfer sollen ein 36-jähriger Mann sein und eine 32-jährige Frau, deren Zustand als ernst umschrieben wird, sowie eine weitere 27-jährige Frau.

Krankenhausarzt Dr. Andre Campbell habe erklärt, so CNN, wonach die YouTube-Patienten alle bei Bewusstsein seien und in keinem Fall eine Notoperation nötig gewesen sei. Das Schlimmste sei der Schock auf Seiten der Opfer.

Mehrere amerikanische Medien berichten, die YouTube-Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen hätten zunächst geglaubt, es seien Ballons auf dem YouTube-Campus zum Knallen gebracht worden.

Vadim Lavrusik, ein YouTube-Produktmitarbeiter, teilte auf Twitter mit, er und andere hätten sich nach den Schüssen versteckt:

„Ich hörte Aufnahmen und sah Leute rennen, während ich an meinem Schreibtisch saß. Jetzt verbarrikadieren wir uns in einem Raum mit Kollegen“.

Bewunderung für YouTube

YouTube gehört zur Google-Holding Alphabet. YouTube wird seit Jahren dafür bewundert, dass die Macher sich demokratisch stets für ein breites Spektrum an Videos starkmachen und YouTube immer wieder mit breiten Flügeln die Meinungsfreiheit verteidigt.

Vor allem Videos, welche die YouTube-Redaktion auf die Startseite packen, erreichen schnell ein Millionenpublikum.

Zensur gibt es auf YouTube faktisch kaum, was Extremisten aber immer wieder auch ärgerte, da sie ihre Sicht der Dinge gerne als die alleinige Wahrheit betrachten.

Gleichzeitig gibt es aber auch Kritik an dem Video-Kanal von Google. So sagen Kritiker, dass die YouTube-Macher einseitig bestimmte Protagonisten förderten und andere niemals hochkommen ließen.

Es gibt Gerüchte, wonach die Attentäterin sich auf ihrer Webseite darüber beschwert haben soll, dass YouTube ihre Videos nicht groß habe werden lassen.  [2]

Andere Medien schreiben wiederum, die Attentäterin habe auf dem YouTube-Gelände ihren Freund erschießen wollen. So schreibt die Kronen-Zeitung aus Österreich: „Die Perserin war radikale Tierschützerin, lebte vegan und attackierte in ihren Videos häufig den Konzern YouTube. [3]

Einzelnachweise

(1) Female shooter at YouTube headquarters identified, von Steve Almasy und Sonya Hamasaki, auf: CNN Online vom 4. April 2018.

(2) Authorities probe whether woman who opened fire at YouTube had grudge against video platform, Übersetzt: „Behörden sondieren, ob Frau, die das Feuer auf YouTube eröffnet hatte Groll gegen Video-Plattform“, von Von JAMES QUALLY , BENJAMIN ORESKES , RICHARD WINTON , TRACEY LIEN  und ENGEL JENNINGS, In: Los Angeles Times vom 3. April 2018. Abgerufen am 4. April 2018.

(3) Perserin rastete aus: YouTube-Amokschützin wollte ihren Freund töten, In: Kronen-Zeitung Online vom 4. April 2018.

Updates

9:01: Hinweis, wonach die Attentäterin ihren Freund auf dem YouTube-Gelände habe erschießen wollen und „radikale Tierschützerin“ gewesen sein soll.



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