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Palästinensische Menschenrechtsorganisation +++ 13 Tote und 1031 Verletzte durch Israel am Karfreitag

Der palästinensische Fotograf Khaled Wadiya zeigt auf Facebook Bilder der Demonstration vom Karfreitag (Quelle: https://de-de.facebook.com/khaled.s.w2/)

Die palästinensische Menschenrechtsorganisation PCHR, auf Englisch „Palestinian Center for Human rights“, teilte am Freitagabend in einer Presserklärung mit: „Am blutigsten Tag nach der Offensive des Jahres 2014“ habe die israelische Armee im Rahmen militärischer Operationen im östlichen Gaza-Streifen 13 palästinensische Zivilisten getötet und 1.031 Menschen verletzt. Unter den Verletzten seien 218 Kinder und 34 Frauen. [1]

Namentlich konnte die PCHR bislang folgende Opfer nennen:

Jihad Zuhair Abu Jamous (30) aus Khan Younis sei vom israelischen Militär im östlichen Khuza’ah in Khan Younis mit einer Kugel in den Kopf getroffen worden.

Abdel Qadar Mardi Soliman al-Hawajri (42) aus al-Nussairat sei im östlichen al-Bureij vom isrealischen Militär mit einer Kugel in den Bauch getroffen worden.

Naji ‚Abdullah Shehdah Abu Hujeir (25) aus al-Bureij sei im Osten von al-Bureij mit einer Kugel in den Bauch getroffen.

Zudem sei Bader Fayeq Ibrahim al-Sabbagh (19) aus dem nördlichen Gazastreifen im östlichen Jabalia von der israelischen Armee mit einer Kugel in den Kopf getroffen worden.

Die palästinensische Menschenrechtsorganisation schreibt weiter, wonach „die riesige Zahl von Opfern“ beweise, „dass die israelischen Streitkräfte weitere Verbrechen und exzessive Gewalt gegen palästinensische Zivilisten“ begingen würden. Zudem zeige es einmal mehr, dass Israel offizielle politische Entscheidungen missachte.

Das PCHR betone, dass die Organisatoren der Karfreitag-Demonstrationen im Gaza friedliche Absichten gehabt hätten. So hätten sie lediglich:

  • Palästinensische Flaggen und UNO-Flaggen gehievt.
  • Zudem hätten sie die Umsetzung der Resolution 194 der Vereinten Nationen gefordert.

Israel habe aber schon vor Beginn der Karfreitag-Demonstrationen im Gazastreifen (Gaza Strip) an die Palästinenser „Drohbriefe“ verschickt, „um die Organisatoren und den Gazastreifen einzuschüchtern“.

Letztlich habe Israel schon im Vorfeld den Einsatz „von Scharfschützen“ („snipers“) und „Hunde-Sniffer-Einheiten“ („dog sniffer units“) entlang der Grenzen zu Gaza“ rechtfertigen wollen.

Zudem habe ein Armee-Sprecher auf der israelischen Facebook-Seite erklärt, wonach man, sollte man es für nötig halten:

Im Zentrum des Gazastreifens gegen diejenigen vorgehen werde, welche „hinter diesen gewalttätigen Protesten“ steckten und Verbrechen begingen, beziehungsweise Attentate begingen, also „extra-judicial killings“, beziehungsweise „assassinations“.

Die PCHR teilte ferner mit, man verurteile die „neuen Verbrechen der israelischen Streitkräfte“ am Karfreitag.

Zudem sehe man „die Gewalt auf Seiten der israelischen Armee“ auch als „Ergebnis des Schweigens der internationalen Gemeinschaft zu den Verbrechen der israelischen Streitkräfte“.

Das PCHR weise ferner darauf hin, wonach die israelische Armee gezielt und explizit die Konfrontation mit „Hunderttausenden“ Demonstranten auf einer friedlichen Demonstration gesucht habe.

Das PCHR warne davor, dass, „solange Israel weiterhin die Rechte der Palästinenser im Gazastreifen leugne“ und ihnen ihre Rechte gemäß den relevanten UN-Resolutionen verweigere, es weiterhin Demonstrationen gebe werde.

„Einhaltung des Vierten Genfer Abkommens von 1949“

Man hoffe und erwarte deshalb, dass die UNO und sonstigen internationalen Organisationen den Palästinensern in den besetzten Gebieten internationalen Schutz gewährleisteten.

Das PCHR wiederholte zudem seine Aufforderung an die „Hohen Vertragsparteien des Vierten Genfer Abkommens von 1949“, „ihren Verpflichtungen aus Artikel 1 nachzukommen“.

Dazu gehöre „die Einhaltung des Übereinkommens unter allen Umständen“ endlich „zu respektieren und zu gewährleisten“.

Israel solle der Kriegsverbrechen angeklagt werden, fordert PCHR

Es gehöre auch dazu, die „Verpflichtungen gemäß Artikel 146 zur Verfolgung von Personen, die schwere Verstöße gegen die Vierte Genfer Konvention begangen haben“ einzuhalten.

Letztlich, so die palästinensische Menschenrechtsorganisation PCHR, müssten „die schwerwiegenden Verstöße durch Israel als Kriegsverbrechen nach Artikel 147 des Übereinkommens und des Protokolls“ gewertet werden.

Im Zentrum müsse dabei das „Genfer Abkommen über die Gewährleistung des Rechts der palästinensischen Zivilbevölkerung auf Schutz in den besetzten Gebieten“ stehen.

Einzelnachweise

(1) On Bloodiest Day After 2014 Offensive and within Land Day Activities, Number of Killed Persons Amounts to 13 Civilians and Number of Wounded Increases to 1,031, including 218 Children and 34 Women, Pressemitteilung und Artikel der The Palestinian Centre for Human Rights (PCHR) vom 30. März 2018. Abgerufen am 31. März 2018.



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