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Donnerstag, 23. Januar 2020

Spanien im Rating zurückgestuft, jetzt fast Ramschniveau

Der Abstieg Spaniens – er geht schneller als gedacht. Nun wurde Spanien von der Ratingagentur Fitch von ‚A‘ auf nur noch ‚BBB‘ heruntergestuft. Damit schliddert das Eurokrisen-Land, in dem jeder zweite Jugendliche unter 25 Jahren keinen Job hat, immer tiefer in die Krise. Immerhin konnte sich Spanien am Donnerstag am Kapitalmarkt – allerdings zu sehr hohen Zinsen – wider Erwarten doch noch über Staatsanleihen refinanzieren. Gleichzeitig drohte Fitch auch den USA, ihr AAA-Rating zu kassieren.

Wenn sich Spanien, eine einst großartige und mächtige Weltnation, nicht bald wieder fängt, droht Spanien sogar die weitere Abstufung. Dann wären die stolzen Spanier am Kapitalmarkt als Ramschnation eingestuft. Das wäre eine Katastrophe für die stolze Nation.

Fitch sagte, man sehe sich gezwungen, Spanien herabzustufen, da die Ratingagentur von extrem hohen Kosten für das EU-Land Spanien ausgehe, wolle das Land seine Bankenkrise in den Griff bekommen. Fitch spricht von 60 bis 100 Mrd. Euro, die Spanien hierfür berappen müsste. Außerdem schreibt Fitsch, sehe man Spanien sowohl 2012 als auch 2013 in der Rezession. Besonders negativ schreibt Fitch Spanien ins Schulbuch, dass das nationale Haushaltsdefizit nun die 8 Prozent Grenze überschritten habe und mittlerweile bei 8,9 Prozent liege. Noch im Januar sei man von 8 Prozent ausgegangen.

Zudem schreibt Fitsch: „The dramatic erosion of Spain’s sovereign credit profile and ratings over the last year in part reflects policy missteps at the European level that in Fitch’s opinion have aggravated the economic and financial challenges facing Spain as it seeks to rebalance and restructure the economy.“ Übersetzt heißt dies, dass Spanien ein dramatisches Schuldenproblem habe, welche durch politische Fehltritte im Vorjahr verstärkt worden seien. Hinzu komme, das Spanien es nicht geschafft habe, sich strukturell durch dringend notwendige Reformen besser für die Zukunft zu wappnen und dadurch auch der Wirtschaft mehr Rückenwind zu geben.

Noch ist Spanien zwar die viertgrößte Volkswirtschaft der EU, doch dem Land droht die Luft auszugehen. Seit Jahren quält die Spanier die geplatzte Immobilienblase. Dann gibt es viel zu wenige Jobs, hinzu kommt die Baskenkrise, die Bankenkrise, die Refinanzierungskrise am Kapitelmarkt.

Wäre Spanien nicht im EU-Raum und hätte dadurch eine gewisse Absicherung durch starke Länder wie Deutschland, hätte sich Spanien wahrscheinlich auch die aktuell erstaunlich „günstige“ Kreditaufnahme über den Bond-Markt abschminken können. So aber konnte Spanien denn doch zu noch 6 Prozent frische Kredite in Form von Anleihen aufnehmen. Immerhin konnte Spanien so 2,1 Mrd. Euro bekommen. Das ist allerdings ein eher überschaubarer Betrag für eine Nation wie Spanien.



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