Das amerikanische Land Ecuador hat Gerüchte zurück gewiesen, es sei schon eine Entscheidung über einen Asylantrag zu Gunsten des Wikileak-Gründers Julian Assange in Ecuador gefallen. Derzeit hält sich Assagne in der Botschaft des lateinamerikanischen Landes versteckt. Er weigert sich nach Schweden ausgeliefert zu werden. Übersteigerte Pressestimmen sprechen bereits von einer drohenden Razzia der britischen Polizei in der Botschaft Ecuadors in London.

In Schweden droht Assange eine Anklage wegen sexueller Belästigung sowie angeblicher versuchter Vergewaltigung. Allerdings: In keinem Land gibt es jährlich so viele Anzeigen von Frauen gegen Männer wegen „versuchter Vergewaltigung“ wie in Schweden. Grund: Europas Nordlicht-Land hat seit wenigen Jahren das härteste „Vergewaltigungsgesetz“ der Welt.

Seitdem kann in Schweden selbst die Ehefrau ihren Ehemann wegen „versuchter Vergewaltigung“ anzeigen, wenn er nur wagt sie mit der Hand zu berühren und sie „nein“ sagt. So kann ein Streicheln über den Arm im Knast in Schweden enden. Kein Wunder, dass Assange sich weigert in ein solches Land sich ausliefern zu lassen.

Die Anzahl der angeblichen Vergewaltigungs-Versuche ist in Schweden weltweit Spitze – es sind jährliche einige Tausend. Zudem droht Julian Assange von Schweden eine anschließende Auslieferung an die USA. Doch im Land der angeblichen unendlichen Freiheiten und Toleranzen gibt es Kräfte, die ihn gerne hinrichten würden. Grund: Verrat von Staatsgeheimnissen.

Nun hat Ecuadors Präsident Rafael Correa gesagt, bislang gewähre man Assagne zwar in der Londoner Botschaft Schutz vor den britischen Behörden, habe jedoch keinesfalls über Asyl entschieden. Man wälze derzeit internationale Gesetze und Gepflogenheiten.

Asyl für Assange in Ecuador wäre auch ein sehr mutiger Schritt: Immerhin würde man die Wut des großen Nachbars USA auf sich ziehen, die dafür bekannt sind, kleine Länder in der internationalen Politik, auch in der Wirtschaftspolitik, abzustrafen, wenn sie nicht auf Reihe mit den US-Wünschen sind.

Julian Assange brachte es zu Weltruhm, da die von ihm und einem Deutschen betriebene und gegründete Internet-Plattform Wikileaks Tausende geheime politische Emails öffentlich machte. Darunter auch zahlreiche von höchsten politischen Stellen der EU, den USA, aus Afrika, dem Orient, Nahen Osten oder Asien.

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