Skip to main content
Donnerstag, 21. Juni 2018

Rechtsextreme: NRW verbietet Kameradschaft Aachener Land, Nationaler Widerstand Dortmund, Kameradschaft Hamm

Die SPD, welche die Regierung in Nordrhein-Westfalen stellt, hat nun drei als rechtsextrem eingestufte Gruppierungen in NRW verboten. Bei den als rechtsextrem eingestuften Gruppierungen handele es sich um die „Kameradschaft Aachener Land“, den „Nationalen Widerstand Dortmund“ und die „Kameradschaft Hamm“.

Die Verbote teilte der nordrhein-westfälische Innenminister Ralf Jäger (SPD) am Donnerstag mit. Zudem habe es Großrazzien bei als rechtsextrem vermuteten Personen gegeben. An den Razzien seien 900 Polizisten beteiligt gewesen – unter anderem im Ruhrgebiet sowie in Aachen.

Während den Razzien, die dem Verbot folgten, seien rund 150 Wohnungen, Geschäftsräume, Vereinsheime und sonstige Räume durchsucht. Betroffen seien mehrere Ortschaften gewesen, darunter Aachen, Schwerte, Bielefeld, Münster, Unna, Hamm, Gelsenkirchen, Bochum, Dortmund, Lünen.

Man habe, so die Polizei, während der Razzien Waffen und eine Hitler-Büste beschlagnahmt. Allerdings habe es keine Festnahmen gegeben. Gleichzeitig mit dem Verbot der Gruppierungen wurde deren Vermögen beschlagnahmt.

Die NRW-SPD ist der Meinung mit dem „Schlag gegen Rechts“ den Neonazis „große Löcher“ in ihr System gerissen zu haben.

Gleichzeitig mit dem Verbot veröffentlichte die „Kameradschaft Aachener Land“ auf seiner Webseite eine Stellungnahme. Wir geben sie hier auszugsweise wider:

„Wir sind verboten. Na und?: In den frühen Morgenstunden des heutigen 23.08.12 startete in NRW eine großangelegte Razzia gegen heimattreue Aktivisten, von Medien und System „Rechtsextremisten“ oder „Neonazis“ genannt. Dabei durchsuchten circa 800 Polizeibeamte weit über 100 Wohnungen und Gebäude. Hintergrund war das Verbot der Kameradschaft Hamm, des Nationalen Widerstands Dortmund sowie der Kameradschaft Aachener Land durch NRW-Innenminister Jäger.

In der Verbotsverfügung der Kameradschaft Aachener Land werden gut 40 Personen aufgeführt, die IM Jäger und Kumpanen als „Mitglieder“ dieser „Vereinigung“ betrachten. Beim Betrachten dieser Liste konnten sich wohl die meisten Akivisten heute Morgen ein Lachen nicht verkneifen. Denn dort finden sich neben altgedienten Kameraden genau so sehr junge und gerade erst hinzugestoßene Aktivisten als auch Verräter, Außteiger, Personen die eher dem Drogenmilieu zugerechnet werden und Personen, die irgendwie niemandem ein Begriff sind.

Auffällig war bei den Durchsuchungen, daß sich die Durchsuchenden Polizeibeamten mit Vorliebe auf Dinge stürzten, die zwar keinerlei strafrechtliche Relevanz besitzen, sich jedoch auf dem obligatorischen „Beutetisch“, mit dem die Polizei nach solchen Aktionen stets vor der Öffentlichkeit zu prahlen versucht, immer sehr gut machen. So wurden auf einmal Deko-Waffen oder Softair-Pistolen einkassiert, die bei den vergangenen 100 Hausdurchsuchungen, auf gut Deutsch gesagt, kein Schwein interessiert hatten. Wieso auch? Ist der Besitz doch vollkommen legal, wie auch jeder Laie weiß. Da findet man weitaus mehr, wenn man Schüler einer Hauptschule in einem sozialen Brennpunkt morgens vor der Schule filzt.“



Das könnte Sie interessieren

Mittwoch, 13. Juni 2018

Nasa Embera Chamí -

Indigene Gemeinschaft in Kolumbien mit Waffen bedroht und vertrieben

AI, Kolumbien – Mehr als 200 Angehörige der indigenen Gemeinschaft Nasa Embera Chamí aus dem Reservat La Delfina im Westen Kolumbiens seien, teilt Amnesty International in einer Urgent Action mit, aus ihren Wohnorten vertrieben worden. Zuvor sei am 8. Juni 2018 ein Anschlag auf einen Bewohner der Gemeinde verübt worden. Dies zeige einmal mehr, dass die Menschen dort dringend mehr […]

Sonntag, 27. Mai 2018

Wegen "Loyalitätsbruch" -

Israel droht Palästinensischer Autonomiebehörde mit Verlust des Aufenthaltsrechts in Jerusalem

Vier Mitgliedern des Palästinensischen Legislativrats droht, teilte Amnesty International (AI) bereits Ende April 2018 mit, der Verlust ihres dauerhaften Aufenthaltsstatus in Jerusalem. Auf der Grundlage eines vom israelischen Parlament (Knesset) verabschiedeten Gesetzes sei das israelische Innenministerium befugt, Personen wegen mutmaßlichen „Loyalitätsbruchs“ das Aufenthaltsrecht zu entziehen. Das teilte die Menschenrechtsorganisation mit. Am 19. März habe der israelische Innenminister Arye Deri angekündigt, zwölf […]

Donnerstag, 10. Mai 2018

Morde in Kolumbien wegen Staudammprojekt -

Hugo Albeiro George Pérez neues Opfer

Kolumbien – Amnesty International (AI) weist in einer Urgent Agent darauf hin, dass in dem lateinamerikanischen Staat Kolumbien Umweltschützer massiv bedroht, eingeschüchtert, ja sogar ermordet würden. So sei ein Mitglied der Bewegung Ríos Vivos (Lebende Flüsse) am 2. Mai getötet worden. Das sei jener Tag, an welchem die Gruppe einen ganztägigen Protestmarsch gegen das Hidroituango-Staudammprojekt im Departamento Antioquia veranstaltet habe. Mitglieder der […]

Montag, 30. April 2018

Israel ermordete 39 Palästinenser: Amnesty fordert exzessive Gewalt umgehend einzustellen

Die international größte Menschenrechtsorganisation Amnesty International (AI) fordert in einer dringlichen Presseerklärung, dass Israel seine ‚exzessive Gewalt‘ gegen Palästinenser umgehend einstellen solle. Wir zitieren aus der Presserklärung: „Während am Freitag, dem 13. April 2018 die Proteste aufs Neue begannen, erklärte Amnesty International, dass die israelischen Behörden der Anwendung von übermäßiger und tödlicher Gewalt zur Unterdrückung palästinensischer Demonstrationen im Gazastreifen ein […]

Samstag, 14. April 2018

Bomben auf Syrien +++ Der schmutzige Krieg der USA, Frankreichs und Großbritanniens

Kommentar – Es gehört seit Jahrhunderten zum strategischen Repertoire ehemaliger westlichen Kolonialstaaten wie den USA, Frankreichs oder Großbritanniens, die Geschichte immer so umzuschreiben, dass man selbst mit einer angeblich sauberen Weste dasteht. Ganz nach dem Motto: Die Geschichte schreibt immer der Sieger. Das ist auch beispielsweise mit den Deutschbalten so. 1917, im Zuge der Russischen Revolution, die als „Februarrevolution 1917“ […]

Donnerstag, 12. April 2018

Razzia beim Trump-Anwalt: Wie das FBI in seiner Hexenjagd auf Trump den Rechtsstaat zerstört

Kommentar – Es ist schon unglaublich,wie fachlich unwissend, flach und teils sogar falsch Deutschlands, aber auch die sonstigen weltweiten Massenmedien, über die aktuelle Razza bei einem Rechtsanwalt des US-Präsidenten Donald Trump, bei Michael Cohen, berichten. Sie schwafeln davon, wonach die amerikanische Bundespolizei FBI wegen Trump eine Razzia bei seinem Anwalt gemacht habe. Ganz so, als ob die Razzia wegen Trump […]


Keine Kommentare vorhanden


Du hast eine Frage oder eine Meinung zum Artikel? Teile sie mit uns!

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*
*