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Sonntag, 17. Februar 2019

Kein Waffenstillstand in Gaza: 105 tote Palästinenser / 805 Verletzte

Israel greift weiter mit Bomben und Raketen den Gazastreifen an. Eine Waffenruhe scheint trotz einseitiger Ankündigung der Palästinenser-Organisation Hamas in weiter Ferne.

In den vergangenen sieben Tagen wurden durch die israelischen Luftangriffe auf die Araber nach Angaben der palästinensischen Menschenrechtsorganisation „Palestinian Centre for Human Rights (PCHR)“ 105 Menschen umgebracht. Darunter waren 70 Zivilisten, wovon 23 Kinder waren und 12 Frauen. Zudem wurden 805 Araber verletzt, viele schwer mit Verstümmelungen, darunter waren 786 Zivilisten (223 Kinder, 130 Frauen). Insgesamt sind bislang 1.300 Gebäude im Gazastreifen in den vergangenen Tagen durch Israel zerstört worden.

Im Zuge der israelischen Luftangriffe auf die Palästinenser im Gazastreifen wurde zudem eine komplette Familie ausgelöscht, welche sich in einem zivilen Wohnhaus aufgehalten hatte. So kamen während eines israelischen Luftangriffs 8 Mitglieder einer arabischen Familie um, darunter 4 Kinder. Sie wohnten in Norden von Gaza City in der al-Nasser Street, teilte die Palestinian Centre for Human Rights (PCHR) mit. Folgende Familienmitglieder seien umgekommen: Samah Abdul Hamid al-Dalu (Alter: 27), Jamal Mohammed Jamal al-Dalu (Alter: 6), Yousef Mohammed Jamal al-Dalu (4), Sarah Mohammed Jamal al-Dalu (7), Ibrahim Mohammed Jamal al-Dalu (1), Tahani Hassan al-Dalu (Vater, 52), Suhaila Mahmoud al-Dalu (Großmutter, 73) und Raneen Jamal al-Dalu (22).

Bislang nicht gefunden wurden zwei weitere Familienmitglieder: Yara Jamal Mahmoud al-Dalu (17) und Mohammed Jamal Mahmoud al-Dalu (29). Im Zuge der israelischen Tötungen im Gazastreifen bezeichnete nun der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan Israel als einen terroristisch agierenden Staat. Zudem wirft er Israel vor, „ethnische Säuberungen“ in den palästinensischen Gebieten durchzuführen.



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