Skip to main content
Sonntag, 24. Juni 2018

Rückzug als US-Außenministerin: Susan Rice zieht Kandidatur zurück

Die bisherige Botschafterin der USA in der UNO (“ U.S. ambassador to the United Nations“), Susan Rice, hat überraschender Weise ihre Kandidatur als neue US-Außenministerin (secretary of State) zurückgezogen. Sie sagte, sie würde dies vor allem wegen anhaltender scharfer Kritik der oppositionellen Republikanischen Partei machen.

Gegenüber dem US-Präsidenten Barack Obama erklärte Susan Rice, sie wäre durchaus in der Lage gewesen, den Job der amerikanischen Außenministerin „effektiv“ auszuüben. Aber sie habe angesichts der derzeitigen Kampagne gegen sie doch erhebliche Zweifel, ob die Aufrechterhaltung einer Kandidatur als US-Außenministerin wirklich zielführend und vertretbar gewesen wäre. Dieses Urteile fälle sie besonders auch im Hinblick auf das nationale und internationale Ansehen der Postion des amerikanischen Außenministers.

Obama selbst nahm die Entscheidung von Susan Rice mit den Worten entgegen, er halte die Attacken gegen die UNO-Botschafterin als „unfair und auch falsch geleitet“. Besonders hatten sich die Republikaner an Äußerungen von Rice gerieben, in denen sie sich über die Bombenanschläge auf das U.S. consulate in Libyen am 11. September 2012 geäußert hatte.

Damals war der amerikanischer Botschafter ausgerechnet in der „Rebellen-Hochburg“ von Libyen, in Benghazi, umgebracht worden – zusammen mit Konsulats-Mitarbeitern. Viele US-Bürger und Politiker zeigten sich sehr unzufrieden damit, dass Susan Rice Demonstranten für den Anschlag auf das US-Konsulat verantwortlich gemacht hatte (welche sich über ein anti-islamisches Video geärgert hatten) und nicht „organisierte Terroristen“.

Obama kommentierte den Rückzug von Susan Rice mit den Worten, „ihre Entscheidung demonstriert ihre Charakter-Stärke und ihre bewundernswerte Fähigkeit sich auf Kompromisse einzulassen, die dem nationalen Interesse des ganzen Landes dienlich seien“.



Das könnte Sie interessieren

Mittwoch, 13. Juni 2018

Nasa Embera Chamí -

Indigene Gemeinschaft in Kolumbien mit Waffen bedroht und vertrieben

AI, Kolumbien – Mehr als 200 Angehörige der indigenen Gemeinschaft Nasa Embera Chamí aus dem Reservat La Delfina im Westen Kolumbiens seien, teilt Amnesty International in einer Urgent Action mit, aus ihren Wohnorten vertrieben worden. Zuvor sei am 8. Juni 2018 ein Anschlag auf einen Bewohner der Gemeinde verübt worden. Dies zeige einmal mehr, dass die Menschen dort dringend mehr […]

Sonntag, 27. Mai 2018

Wegen "Loyalitätsbruch" -

Israel droht Palästinensischer Autonomiebehörde mit Verlust des Aufenthaltsrechts in Jerusalem

Vier Mitgliedern des Palästinensischen Legislativrats droht, teilte Amnesty International (AI) bereits Ende April 2018 mit, der Verlust ihres dauerhaften Aufenthaltsstatus in Jerusalem. Auf der Grundlage eines vom israelischen Parlament (Knesset) verabschiedeten Gesetzes sei das israelische Innenministerium befugt, Personen wegen mutmaßlichen „Loyalitätsbruchs“ das Aufenthaltsrecht zu entziehen. Das teilte die Menschenrechtsorganisation mit. Am 19. März habe der israelische Innenminister Arye Deri angekündigt, zwölf […]

Donnerstag, 10. Mai 2018

Morde in Kolumbien wegen Staudammprojekt -

Hugo Albeiro George Pérez neues Opfer

Kolumbien – Amnesty International (AI) weist in einer Urgent Agent darauf hin, dass in dem lateinamerikanischen Staat Kolumbien Umweltschützer massiv bedroht, eingeschüchtert, ja sogar ermordet würden. So sei ein Mitglied der Bewegung Ríos Vivos (Lebende Flüsse) am 2. Mai getötet worden. Das sei jener Tag, an welchem die Gruppe einen ganztägigen Protestmarsch gegen das Hidroituango-Staudammprojekt im Departamento Antioquia veranstaltet habe. Mitglieder der […]

Montag, 30. April 2018

Israel ermordete 39 Palästinenser: Amnesty fordert exzessive Gewalt umgehend einzustellen

Die international größte Menschenrechtsorganisation Amnesty International (AI) fordert in einer dringlichen Presseerklärung, dass Israel seine ‚exzessive Gewalt‘ gegen Palästinenser umgehend einstellen solle. Wir zitieren aus der Presserklärung: „Während am Freitag, dem 13. April 2018 die Proteste aufs Neue begannen, erklärte Amnesty International, dass die israelischen Behörden der Anwendung von übermäßiger und tödlicher Gewalt zur Unterdrückung palästinensischer Demonstrationen im Gazastreifen ein […]

Samstag, 14. April 2018

Bomben auf Syrien +++ Der schmutzige Krieg der USA, Frankreichs und Großbritanniens

Kommentar – Es gehört seit Jahrhunderten zum strategischen Repertoire ehemaliger westlichen Kolonialstaaten wie den USA, Frankreichs oder Großbritanniens, die Geschichte immer so umzuschreiben, dass man selbst mit einer angeblich sauberen Weste dasteht. Ganz nach dem Motto: Die Geschichte schreibt immer der Sieger. Das ist auch beispielsweise mit den Deutschbalten so. 1917, im Zuge der Russischen Revolution, die als „Februarrevolution 1917“ […]

Donnerstag, 12. April 2018

Razzia beim Trump-Anwalt: Wie das FBI in seiner Hexenjagd auf Trump den Rechtsstaat zerstört

Kommentar – Es ist schon unglaublich,wie fachlich unwissend, flach und teils sogar falsch Deutschlands, aber auch die sonstigen weltweiten Massenmedien, über die aktuelle Razza bei einem Rechtsanwalt des US-Präsidenten Donald Trump, bei Michael Cohen, berichten. Sie schwafeln davon, wonach die amerikanische Bundespolizei FBI wegen Trump eine Razzia bei seinem Anwalt gemacht habe. Ganz so, als ob die Razzia wegen Trump […]


Keine Kommentare vorhanden


Du hast eine Frage oder eine Meinung zum Artikel? Teile sie mit uns!

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*
*