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Donnerstag, 14. Februar 2019

Rückzug als US-Außenministerin: Susan Rice zieht Kandidatur zurück

Die bisherige Botschafterin der USA in der UNO (“ U.S. ambassador to the United Nations“), Susan Rice, hat überraschender Weise ihre Kandidatur als neue US-Außenministerin (secretary of State) zurückgezogen. Sie sagte, sie würde dies vor allem wegen anhaltender scharfer Kritik der oppositionellen Republikanischen Partei machen.

Gegenüber dem US-Präsidenten Barack Obama erklärte Susan Rice, sie wäre durchaus in der Lage gewesen, den Job der amerikanischen Außenministerin „effektiv“ auszuüben. Aber sie habe angesichts der derzeitigen Kampagne gegen sie doch erhebliche Zweifel, ob die Aufrechterhaltung einer Kandidatur als US-Außenministerin wirklich zielführend und vertretbar gewesen wäre. Dieses Urteile fälle sie besonders auch im Hinblick auf das nationale und internationale Ansehen der Postion des amerikanischen Außenministers.

Obama selbst nahm die Entscheidung von Susan Rice mit den Worten entgegen, er halte die Attacken gegen die UNO-Botschafterin als „unfair und auch falsch geleitet“. Besonders hatten sich die Republikaner an Äußerungen von Rice gerieben, in denen sie sich über die Bombenanschläge auf das U.S. consulate in Libyen am 11. September 2012 geäußert hatte.

Damals war der amerikanischer Botschafter ausgerechnet in der „Rebellen-Hochburg“ von Libyen, in Benghazi, umgebracht worden – zusammen mit Konsulats-Mitarbeitern. Viele US-Bürger und Politiker zeigten sich sehr unzufrieden damit, dass Susan Rice Demonstranten für den Anschlag auf das US-Konsulat verantwortlich gemacht hatte (welche sich über ein anti-islamisches Video geärgert hatten) und nicht „organisierte Terroristen“.

Obama kommentierte den Rückzug von Susan Rice mit den Worten, „ihre Entscheidung demonstriert ihre Charakter-Stärke und ihre bewundernswerte Fähigkeit sich auf Kompromisse einzulassen, die dem nationalen Interesse des ganzen Landes dienlich seien“.



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