Skip to main content
Donnerstag, 15. November 2018

Kampf um Krebs verloren: Hugo Chavez hinterlässt Millionen Trauernde weltweit

Army Lt. Col. Hugo Chavez (1953 bis 2013), 15 Jahre Regierungschef von Venezuela, hat den Kampf gegen den Krebs verloren. Er starb in der Nacht zum Mittwoch nach einem langen Krebsleiden. Immer wieder hatte er sich in den vergangenen 15 Monaten auf Kuba Krebsbehandlungen unterzogen. Chavez hatte 1992 versucht, durch einen Militärputsch an die Macht zu kommen, war aber gescheitert. Sechs Jahre später wurde er dafür in demokratischen Wahlen offiziell vom Volk zum Regierungschef gewählt.

Unvergessen ist Chavez Auftritt vor der General Assembly Hall der Vereinten Nationen, der UN. Darin hatte er einen Verweis auf einen „der besten Intellektuellen dieser Welt“, Noam Chomsky, gegeben und auf die Herausforderungen des 20. Jahrhundert verwiesen. Dabei machte er einen Blick zurück auch auf den Zweiten Weltkrieg, wo die Frage gestanden habe „Germany or survival“. Eines der eindrucksvollsten Bücher sei heute, gleichfalls mahnend, das Buch „Hegemony or Survival: America’s Quest for Global Dominance (American Empire Project) „. Dabei sei die größte Herausforderung für die Staatsführer dieser Welt, so Chavez in seiner Rede vor der UNO, „den Teufel in den USA, die imperialistischen Tendenzen zu besiegen“.

Während seiner weltbekannten UNO-Rede hatte Hugo Chavez in einem vor der UN einmaligen Schauspiel die versammelten Staatsführer gefragt: „Riechen Sie den Teufel nicht, riechen sie ihn nicht?“. Gemeint hatte er den bis ins Jahr 2008 regierenden US-Präsidenten George Bush (Republikaner).

Venezuela gehört nach Saudi-Arabien zu den ölreichsten Ländern dieser Welt. Hugo Chavez hatte sich stets für die Armen und Stimmlosen der Welt eingesetzt und ist unermüdlich erfrischend und mutig auf Konfrontation mit dem Westen und anderen Mächten gegangen. Chavez war auch ein großer Gegner von Kriegen, besonders von Kriegen in denen der Westen seine Finger im Spiel hatte. Mit Chavez verlässt ein großer Staatsführer die Weltbühne. Seine Stimme wird der Welt fehlen. Seine Stimme wird uns fehlen.



Keine Kommentare vorhanden


Du hast eine Frage oder eine Meinung zum Artikel? Teile sie mit uns!

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*
*


Das könnte Sie interessieren

Dienstag, 30. Oktober 2018

Berlin

Historischer Rücktritt Kanzlerin Dr. Angela Merkel im Wortlaut

Es war ein historischer Moment einer Deutschen, die 13 Jahre lang Deutschland als Kanzlerin führte: Jener Montag der 29. Oktober 2018 als Dr. Angela Merkel in Berlin ihren Rückzug als Kanzlerin im Jahr 2021 bekannt gab. Und ihren Rücktritt als Vorsitzende der CDU. Merkel, die eine unglaubliche fast schon märchenhafte Karriere hinlegte, möchte nicht mehr. Aufgewachsen ist sie in der […]

Samstag, 20. Oktober 2018

Saud

Regime des Mord-Königs von Saudi-Arabien nicht mehr satisfaktionsfähig nach seinem dreckigen Khashoggi-Mord

Kommentar – Ich glaube es war ein Autor der britischen linksliberalen Tageszeitung „Guardian“, der sich an folgende Szenen erinnerte und sie dieser Tage kundtat: Schon einmal habe eine brutale arabische Diktatur geglaubt, den Westen an der Nase durch die internationale Manage ziehen zu können und der Lächerlichkeit preis zu geben. Es sei Anfang der 1990er Jahre gewesen. Das Land, in […]

Sonntag, 23. September 2018

Terror

Iranische Revolutionsgarde – Saudi-Arabien steckt hinter Anschlag mit 29 Toten auf Militärparade

In der arabischen Welt tobt seit Jahrzehnten ein mal offenerer dann wieder versteckter Krieg um die politisch-militärische Hoheit in der arabisch-sprechenden Welt. Unter dieser Folie ist nun auch die Aussage der Iranischen Revolutionsgarde zu sehen: Diese macht nämlich das von dem Diktatorenclan der Familie Saud beherrschte Saudi-Arabien für den Anschlag auf eine am Samstag durchgeführte Militärparade im Südwesten des Iran […]

Donnerstag, 13. September 2018

NATO

Naturwissenschaftler lehnen deutsche Kriegsbeteiligung in Syrien ab

NaturwissenschaftlerInnen in dem Berliner privaten Friedensbündnis „Abrüsten statt aufrüsten“ schicken uns eine Presseerklärung zum Syrienkrieg, die wir hier veröffentlichten. Demnach fordere man umgehend die Einstellung der seit 2011 anhaltenden kriegerischen Auseinandersetzungen. Der aktuelle Krieg in Syrien steht im Glied einer langen Reihe brutaler Kampfhandlungen dort. Denn seit 2000 Jahren gibt es hier regelmäßig kriegerische Auseinandersetzungen. Schon vor 2000 Jahren waren […]