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Gaddafi Family bekommt im Oman neue Chance / Aisha Gaddafi sei ausgerastet auf Grund der NATO-Morde an Mann, Kindern, Vater

Die Familie des mit Hilfe des westlichen Kriegsbündnisses NATO illegal und entgegen des Völkerrechts ermordeten ehemaligen libyschen Staatschefs Muammar al Gaddafi scheint ihr Domizil in Algerien verlassen zu haben und sei im Oman untergekommen, berichtet die britische Tageszeitung The Times. Das Blatt ist gewöhnlich gut unterrichtet, wenn es um Länder geht, die Britannien einstmals mit Terrorherrschaften in den Kolonialstatus gezwungen hat. Dazu gehörte auch der Oman. Gaddafi wurde von der NATO im Jahr 2011 mit Massentötungen aus dem Regierungsamt in Libyen gebombt.

Nun schreibt The Times, wonach die Gaddafi-Family im Oman derzeit lebe. Allerdings stehe sie – wohl auch zu ihrem eigenen Schutz – unter Hausarrest. Das neue Domizil sei angeblich circa 2.500 Meilen von Sirte entfernt. Das ist die Hochburg der libyschen paramilitärischen Oppositionsbewegung. Sie ist im Herbst 2011 in Libyen mit Hilfe von NATO-Massentötungen unter Gaddafi-Anhängern an die Macht gekommen und beendete damit die über 40-jährige Diktatur von Muammar Gaddafi. Die Rede ist von mindestens 50.000 Menschen, die das westliche Kriegsbündnis NATO durch zehntausende Bombenangriffe umgebracht habe. Dabei werfen Menschenrechtler nicht nur der ausgelöschten Gaddafi-Regierung, sondern auch der NATO wie der libyschen Regierung, Verbrechen gegen die Menschlichkeit vor und Kriegsverbrechen.

Nun schreibt The Times, die Gaddafi-Familie sei in Muscat, der schönen Hauptstadt des Oman, untergekommen und bewohne dort angeblich eine Villa. Angeblich seien dort die Witwe des ermordeten ehemaligen libyschen Staatschefs, Safia Gaddafi ansässig, ebenso die Tochter, Aisha Gaddafi sowie einer der überlebenden Söhne, Hannibal Gaddafi. Es heißt, die Regierung des Oman habe dieser Lösung zugestimmt im Rahmen eines „strict asylum deals“.

Die Regierung des Oman sorge unter dem beliebten Sultan Quabos (Quaboos bin Said al-Said), heißt es in dem Artikel der Times weiter, für die Sicherheit und das Wohlbefinden der überlebenden Teile der Gaddafi-Familie. Jedoch tue sie das nur solange, wie sich die Gaddafi-Familie im Oman ruhig und angemessen verhalte. Das gelte sowohl für den Oman, wie Libyen, wird berichtet („…they will be taken care of so long as the don’t cause trouble here or in Libya“). Sultan Quaboos besitze auch in Deutschland – und zwar in München – eine Villa, erzählen Kreise, die in der Regel gut informiert sind.

Dass die Gaddafi-Überlebenden der NATO-Massaker in Libyen nun im Oman leben, liegt daran, dass es wohl doch immer wieder zu Konfrontationen zwischen einzelnen Gaddafi-Mitgliedern und der algerischen Regierung, die ihrerseits unter Druck steht, gekommen sei. So schreibt The Times: „It emerged that Aisha Gaddafi, the former UN Goodwill Ambassador, hat durned on her Algerian hosts, causing damage to the presidential villa that the family were given. She flew into rages over the deaths of her father, husband and two children during the Libyen conflict, attacking bodyguards and setting furniture on fire“.

Weiter behauptet The Times, wonach Aisha Gaddafi die Geduld ihrer Gastgeber in Algerien überstrapaziert habe, als sie in einem Wutanfall sogar das Bild des Algerischen Präsidenten, Abdelaziz Bouteflika (auch: Abd al-Aziz Bouteflika oder ‏عبد العزيز بوتفليقة‎, DMG ʿAbd al-ʿAzīz Būtaflīqa), in ihrem Gast-Wohnhaus zerstört habe.

Dass aber auch die libysche Regierung sich ihrer Schuld durchaus bewusst ist, zeigt sich daran, dass der jetzige Oman-Deal angeblich mit Hilfe und auf Vermittlung der algerischen Regierung, der libyschen Regierung und der vom Oman zustande gekommen sei. Dennoch beharrt die libysche Regierung, die selbst in massenhafte Kriegsverbrechen verwickelt ist, darauf, dass sie mit Hilfe von Interpol Aisha Gaddafi und Hannibal Gaddafi verhaften lassen wolle.

Der Oman gehört auch unter deutschen, österreichischen oder Schweizer Touristen zu beliebten Individualreise-Zielen auf der arabischen Halbinsel. Der Flug mit der Lufthansa führt in der Regel von Frankfurt mit einer Stunde Wartezeit in Abu Dhabi in circa acht Stunden in die schöne Hauptstadt Muscat.

Kommentar Gaddafi-Family im Oman:

Wer mag Aisha Gaddafi ihr verzweifelten Wutausbrüche über die NATO-Morde an ihrer Familie verübeln? Eigentlich niemand. Die NATO hat in Libyen übelste Kriegsverbrechen begangen. Das westliche Kriegsbündnis NATO ist blutbefleckt. Der Westen hat mit dem Libyen-Konflikt und der Lüge einer „Flugverbotszone“ seine Glaubwürdigkeit in einem ungeheuren Ausmaß verloren. Das hält bis heute an und wird noch Jahre andauern. Und das ist gut so. Die große Schuld des Westens im Libyen-Krieg trägt auch jetzt im Nachhinein nicht zu einer Befriedung des Landes bei. Auch hilft es nicht, dass endlich die Verbrechen während der 40 Jahre andauernden Gaddafi-Diktatur aufgearbeitet und aufgeklärt werden.

Die libysche Regierung tut ihrerseits gut daran, von einem weiteren Haftbefehl gegen Aisha Gaddafi und Hannibal Gaddafi abzusehen. Sie sollte nach vorne schauen. Sie hat mit dem Aufbau eines demokratischen Libyens mehr als genug zu tun. Ihre Versuche in der Schuld der anderen von eigener Kriegsverbrecherschuld abzulenken, geht mittel- bis langfristig nicht gut. Je mehr sie versucht nach hinten zu treten, desto stärker fliegen ihr ihre eigenen Versäumnisse und Verbrechen um die Ohren. Libyen hat auch in der Wahrnehmung der Weltgemeinschaft nur eine Chance: Den Blick nach vorne zu richten und eine stabile Demokratie aufzubauen in der Chancengleichheit für alle – auch ehemalige Gaddafi-Anhänger – besteht. Alles andere spaltet das Land noch weiter und schadet Libyen.



Kommentare (1)


Ellen 24. April 2013 um 17:54

Gaddafi hatte Libyen in ein Paradies verwandelt – und die NATO verwandelte es wieder in eine Hölle.

Die USANATO verwandelt die Welt in eine Wüste, uranverseucht, zerstört, terroristen-verseucht, gespalten, innere Bürgerkriege, ausgeraubt, etc. etc. im Iraq, in Libyen, Jugoslawien, Sudan, Somalia, Pakistan, Afghanistan …

und auch die USA selbst und Europa wird bald dran sein, wenn auch Syrien fertig gemacht haben und die Jihadis in die Kernländer gehen bzw. den Terror dort hinbringen.
Erfahrung und Waffen haben sie nun genug.

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