Skip to main content
Montag, 17. Juni 2019

USA bringen mit Drohne Deutschen illegal in Pakistan um

Das US-Onlineportal longwarjournal.org berichtet, wonach die USA einen Deutschen in Pakistan mit einem Drohnenangriff gezielt umgebracht hätten. Das Magazin schreibt, es habe sich um einen Anhänger der islamischen Bewegung in Uzbekistan gehandelt. Konkret handele es sich um die des Terrors bezichtigte Gruppe der Islamic Movement of Uzbekistan (IMU). Der Name des Deutschen laute, berichtet das Magazin, Samir Hatour (AKA Abu Laith). Er stamme original aus der nordrhein-westfälischen Stadt Aachen und sei bereits am 9. März 2012 gezielt mittels eines Drohnenangriffs der Amerikaner in einem fahrenden Auto zusammen mit drei anderen Personen umgebracht worden.

Die völkerrechtlich illegale Hinrichtung des Deutschen mittels einer US-Kampfdrohne sei in der pakistanischen Stadt Makeen in der Provinzen Waziristan durchgeführt worden. Die USA werfen dem Deutschen vor in militante “ jihadi activity“ verwickelt zu sein, schreibt das Portal der „SITE Intelligence Group“, news.siteintelgroup.com/ (Quelle: http://news.siteintelgroup.com/component/customproperties/tag/Groups-Islamic%20Movement%20of%20Uzbekistan).

Es wird berichtet, wonach die Webseite der „SITE Intelligence Group“ wahrscheinlich im Zuge der 9/11-Anschläge durch die US-Regierung, ins Leben gerufen worden sei, um über islamischen Terror aufzuklären. Als gesichert gilt eine große Nähe zum FBI. So ist es kein Wunder, dass ausgerechnet diese Webseite sagt, sie sei im Besitz eines Videos der Islamic Movement of Uzbekistan (IMU), in welchem der Tod des Deutschen betrauert werde.

Das Video sei 63 Minuten lang und in deutscher Sprache gehalten. Der Titel: „The Martyr Abu laith: The Lion with a Rock-Hard Creed“. Es heißt, das Video sei von dem Propaganda-Arm der Islamic Movement of Uzbekistan produziert worden und am 18. März 2013 publiziert worden.

Die US-Behörden argumentieren ihre völkerrechtlich illegale Drohnen-Hinrichtung des Deutschen damit, wonach dieser unter anderem Kämpfer für die IMU-Bewegung rekrutiert habe. So habe er „fighters, recruiters, facilitators and propagandists for the Islamic Movement of Uzbekistan, a terror group in Central Asia“ rekrutieren geholfen. Die IMU sei jedoch auf der Liste der ausländischen Terrororganisationen (Foreign Terrorist Organizations). Die Organisation wird bezichtigt, in zahlreiche Anschläge in Afghanistan involviert gewesen zu sein, auch auf US-diplomatische Einrichtungen in Central Asien. Die Organisation verfüge über rund 700 Kämpfer, schätzen US-Behörden.

Kommentar: Skandalös ist, dass die US-Behörden keinen einzigen Beweis dafür haben, dass der Deutsche, der in Pakistan von den Amerikanern durch eine Drohne umgebracht worden ist, auch tatsächlich in Terroraktionen verwickelt gewesen ist. Obendrein sind die US-Hinrichtungen von Bürgern in anderen Ländern völkerrechtlich nicht gedeckt. Nach deutschen Recht steht zudem jedem Deutschen ein rechtsstaatliches Verfahren in Deutschland zu. Die USA haben also einmal mehr deutsches Recht und internationales Völkerrecht mit Füßen getreten.

Nicht akzeptabel ist, dass die deutsche Bundesregierung aus CDU und FDP die illegale Hinrichtung von Deutschen durch die Amerikaner hinnimmt und noch nicht einmal sich um Aufklärung bemüht und solche US-Aktionen öffentlich verurteilt. Dazu wäre sie nämlich nach deutschem Recht, auch nach dem Grundgesetzt, durchaus verpflichtet. Denn die körperliche Unversehrtheit ist ein deutsches Grundrecht, auf das sich jeder Deutsche berufen darf. Geschaffen wurde es auf Grund der schrecklichen Erfahrungen während des Verbrecherstaates der Nationalsozialisten im Dritten Reichen. Weitere Hintergründe zur US-Hinrichtung des Deutschen: http://www.longwarjournal.org/archives/2012/01/us_adds_imu_iju_oper.php#ixzz2RyNHomGl



Keine Kommentare vorhanden


Du hast eine Frage oder eine Meinung zum Artikel? Teile sie mit uns!

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*
*


Das könnte Sie interessieren

Freitag, 26. April 2019

Trauer

Asylsuchende aus Pakistan und Afghanistan werden in Sri Lanka wegen Terroranschlägen von verzweifelten Christen bedroht

Kommentar – Nach den Terroranschlägen von Sri Lanka, denen am höchsten Fest der Christen, dem Ostersonntag, rund 250 bis 300 Menschen zum Opfer fielen, kommen weitere Details ans Tageslicht. Alleine in der christlichen Kirche St. Sebastians in der Katuwapitiya Straße im sri-lankischen Städtchen Negombo[i] sollen 93 betende Christen von den Terroristen massakriert worden sein. Unter den in der alten Kirche […]

Sonntag, 07. April 2019

Deutsch Ostafrika

Ehemalige deutsche Kolonie Ruanda – 800.000 Menschen wurden 1994 ermordet

Es ist einer der schlimmsten Völkermorde auf dem afrikanischen Kontinent: Jener, den fanatische Hutu 1994 an rund 800.000 Menschen in Ruanda, einer ehemaligen deutschen Kolonie (Deutsch-Ostafrika) begangen haben sollen. Noch heute erinnert man sich beispielsweise in der Ortschaft Mabare an den April 1994. Es war der Beginn vor der langen Regenzeit. Die Berghänge, schreibt Al Jazeera auf seinem Onlineportal aljazeera.com, hätten […]

Montag, 25. März 2019

Israel lässt Ayman Nasser seit 30 Jahren regelmäßig im Gefängnis schmoren

Amnesty International berichtet, wonach am 10. März 2019 ein israelische Militärgericht in den besetzten palästinensischen Gebieten eine Haftverlängerung für den NGO-Mitarbeiter Ayman Nasser angeordnet habe. Die Haft gegen Ayman Nasser werde um lange weitere sechs Monate aufgestockt. Die Haft setzt eine lange Kette von vorherigen Verhaftungen des Menschenrechtlers in den vergangenen 25 Jahre fort. Amnesty moniert, dass der NGO-Mitarbeiter bereits […]

Mittwoch, 16. Januar 2019

Prozess, Alfamir Castillo

Schüsse auf Aktivistin in Kolumbien wegen Armee-Mordvorwürfen

Am 11. Januar 2019 hätten zwei Unbekannte in der Gemeinde Pradera im Süden von Kolumbien auf das Auto der Aktivistin Alfamir Castillo geschossen. Der Täter habe von einem Motorrad aus geschossen. Das berichtet nun Amnesty International Deutschland. Das Anschlags-Opfer sei in Begleitung ihres Mannes und zweier LeibwächterInnen gewesen, welche von der „Behörde für Schutzmaßnahmen“, der „Unidad Nacional de Protección“ gestellt […]

Sonntag, 08. Juli 2018

Palästina, Israel

Hamas und Abas-Regierung sollen auf friedliche Demonstranten eingedroschen haben

Bereits Ende Juni veröffentlichte die deutsche Amnesty International-Sektion in Köln einen Bericht über ein angeblich massives Vorgehen bis hin zu Misshandlungen gegen Palästinenser. Dieses Mal aber nicht durch israelisches Militär, sondern unter anderem durch die palästinensische Hamas-Partei selber. Der Bericht stützt sich auf eine englischsprachige Version (1; vgl. zudem Fußnotenverweis 2). Das pazifistische Portal kriegsberichterstattung.com kann den AI-Bericht nicht verifizieren. […]

Mittwoch, 13. Juni 2018

Nasa Embera Chamí

Indigene Gemeinschaft in Kolumbien mit Waffen bedroht und vertrieben

AI, Kolumbien – Mehr als 200 Angehörige der indigenen Gemeinschaft Nasa Embera Chamí aus dem Reservat La Delfina im Westen Kolumbiens seien, teilt Amnesty International in einer Urgent Action mit, aus ihren Wohnorten vertrieben worden. Zuvor sei am 8. Juni 2018 ein Anschlag auf einen Bewohner der Gemeinde verübt worden. Dies zeige einmal mehr, dass die Menschen dort dringend mehr […]