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Sonntag, 17. März 2019

Wem gehört der Nordpol? Kanada klagt vor der UN, will die Rostoffe

Als ob Kanada nicht schon groß genug wäre: Jetzt möchte das Nachbarland der USA auch noch den Nordpol sein Eigen nennen. Das erklärte der kanadische Außenminister John Baird.

Besonders reizt die kanadische Regierung, dass der Nordpol umfangreich über Rohstoffe (Öl, Gas) und rohstoffreiche Gewässer verfügt. Deutschland hat sich mal wieder, wie schon am Südpol, in keinster Weise darum bemüht, irgendwo auf der Welt Rohstoffgebiete zu beanspruchen.

Kanada hat nun Klage bei der UN für eine „deutliche Ausweitung seiner Hoheitsgewässer im Norden“ eingereicht. Auch Dänemark (besitzt bereits Grönland) sowie Russland beanspruchen den Nordpol für sich. Beide Länder argumentieren, wonach sie bereits jetzt auf dem Nordpol (Dänemark über Grönland) Festlandsockel-Gebiete hätten.

Auch die USA, die bereits seit Jahrzehnten weltweit aus militärisch-imperialen Gründen Inseln besetzt halten, würde gerne im Nordpol die weiß-blau-rote US-Flagge hissen. Militärbasen alleine genügen den Vereinigten Staaten von Amerika weltweit nicht, man möchte auch im Geschäft mit den Rohstoffen das Imperium geben.

Doch wenn nun Länder wie Schweden, Kanada oder die USA den Nordpol für sich beanspruchen wollen, könnte das auch Deutschland. Die Frage ist nur: Warum hinkt die deutsche Bundesregierung aus CDU/CSU & SPD hier einmal mehr hinter einem internationalen Trend hinterher? Während Frankreich, die USA oder Britannien bereits große Teile des Südpols – auch völkerrechtlich höchst umstritten – okkupiert halten, ist Deutschland weder am Südpol noch am Nordpol mit Besitz oder Besitzansprüchen präsent. Dabei ist Deutschland ein rohstoffarmes Land und auf Rohstoffe dringend angewiesen.

Wissenschaftler und Politiker gehen davon aus, dass sich unter den dicken Eisschichten des Nordpols unermessliche Reichtümer an Öl, Gas und Metallen befinden. Zudem glauben Wissenschaftler, wonach es nur eine Frage der Zeit sein könnte, dass der Nordpol eisfrei ist – die Erderwärmung lässt grüßen. Ohne Eis ließe sich, so das Kalkül von Schweden, Dänemark, den USA oder Russland, der Rohstoff-Reichtum viel leichter abbauen.

Einmal mehr steht auch die Frage im Raum: Wie lange dauert es noch, bis die Weltmächte im Kampf um Rohstoffe nicht mehr teils kriminell arabische Länder besetzen und den dortigen Ölreichtum stehlen – wie das beispielsweise in den 50er Jahren Britannien, Frankreich oder die USA im Irak, Iran, Libyen oder Syrien gemacht haben und teils bis heute machen.
Beobachter halten den militärischen Kampf um Rohstoffgebiete auf dem Nordpol und Südpol in Zukunft für sehr wahrscheinlich. An vorderster und gewalttätigster Front dürfte dabei der Westen stehen.

Bislang sagen Wissenschaftler, wonach sie davon ausgingen, dass sich rund 25 Prozent der weltweiten Öl-und Gasvorkommen im Meeresboden in der Arktis befänden. Der amerikanische Professor Laurence C. Smith, sagte Anfang 2013 gegenüber dem in Skandinavien bekannten Portal „NRK Nord„, wonach er davon ausgehe, dass die nordischen Länder in der Nähe des Nordpols die neuen Weltmächte und Machtzentren in 50 Jahren sein würden. Im Zentrum stünde dabei Norwegen. Das liege vor allem an dem Klimawandel, welcher das Eis zum Schmelzen bringen würde und damit das Abbauen von Rohstoffen möglich mache.

Seine These: „Andere Länder werden völlig abhängig von den nördlichsten Ländern wegen der Ressourcen. Länder wie Norwegen werden die Machtzentren in der Welt sein, denn sie werden zunehmend ihre Öl-und Gasressourcen ins Spiel bringen, während andere Regionen mit der Entwässerung ihre Ressourcen zu kämpfen haben werden. Deshalb werden diese Regionen völlig abhängig von Ländern wie Norwegen sein.“ Seine Gedanken legte er in einem Buch nieder (zu bestellen bei: buecher.de, Dr. Laurence C. Smith, „The New North – The world in 2050“).



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