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Dienstag, 23. April 2019

GRUENE attackiert Münchner Denkmal der Deutschen Trümmerfrauen mit Sack

Es sollte eine große Geste intellektuellen Einfallsreichtums sein, den sich die Bayerische Landtagsabgeordnete der GRÜNEN und Münchner GRÜNEN-Chefin, Katharina Schulze, gemeinsam mit dem GRÜNEN-Kollegen im Bayerischen Landtag, Sepp Dürr, ausgedacht haben:

Das neue Münchner Mahnmal für das Leiden der Deutschen Trümmerfrauen im Zweiten Weltkrieg diene in München letztlich der Glorifizierung von Nazi-Gedankengut, weshalb man am Donnerstag sich bemüßigt sah, dem seit Mai in München am Marstallplatz aufgestellten Denkmal an die Trümmerfrauen des Zweiten Weltkrieges einen braunen Sack überzuziehen. Millionen ältere Deutsche sind nun zu Recht aufgebracht.

Münchens GRÜNEN-Chefin sieht wohlerzogen und brav aus – ein Mädchen, das wahrscheinlich noch nicht viele Höhen und Tiefen im Leben erlebt hat. Anders ist ihre peinliche Schwarz-Weiß-Malerei von Geschichte kaum mehr zu verstehen.
Völlig aus den Wolken scheint sie nun zu fallen, wenn sie Münchner Medien offensichtlich steckt, wonach sie nach ihrer Braunen-Sack-Aktion auf Kosten der Millionen deutschen Trümmerfrauen des Zweiten Weltkriegs nun angeblich sogar „Morddrohungen“ erhalte.

„Ich finde die Anti-Trümmerfrauen-Aktion peinlich, dumm und Geschichts-ignorant. Hier wird versucht auf Kosten der Frauen, die im Zweiten Weltkrieg ihre Millionen toten Söhne und Männer betrauern mussten und mit Nichts versuchen mussten in den Städten zu überlegen, politische Stimmen einzuheimsen“, sagte eine 86-Jährige Hamburgerin, die im Bismarck-Denkmal am Hamburger Hafen in der Nähe der Landungsbrücken die Kriegerbomben überlebte und bis heute in Hamburg lebt.
Die bayerische Landtagsabgeordnete der GRÜNEN, Katharina Schulze, veröffentlichte auf ihrer Webseite ihre Sicht der Dinge zu ihrer umstrittenen Anti-Trümmerfrauen-Aktion:

„Am Donnerstag haben wir öffentlich das Münchner ‚Denkmal für die Trümmerfrauen und die Aufbaugeneration‘ kritisiert. Hintergrund ist, dass in München – anders als in anderen großen deutschen Städten – zum weitaus überwiegenden Teil Alt-Nazis zu den Aufräumarbeiten zwangsverpflichtet wurden. Das Denkmal vermittelt einen völlig anderen Eindruck und dient unserer Meinung nach dazu, historische Tatsachen weichzuspülen und die Schuldigen am – von Deutschland ausgehenden – zweiten Weltkrieg und dem Holocaust reinzuwaschen.“

Weiter schreibt sie: „Nach Informationen des Münchner Stadtarchivs waren an den Aufräumarbeiten unter den 1.500 Personen in München 1.300 Männer und zu 90 Prozent ehemalige aktive Mitglieder in NS-Organisationen beteiligt. Diese historisch unbestrittene und seitens der Staatsregierung bestätigte Tatsache wurde im Zusammenhang mit der Aufstellung des Gedenksteins am Marstallplatz in keiner Weise Rechnung getragen. Das unserer Ansicht nach von dem Gedenkstein ausgehende Signal ist ein pauschales Dankeschön an alle Beteiligten an den Aufräumaktionen, die allerdings bei genauerem Hinsehen größtenteils mitverantwortlich waren für die Gräuel des ‚Dritten Reichs‘.“

Zudem sei, schreibt Schulze, „auch im Münchner Stadtrat das Thema schon mehrfach diskutiert“ worden „und vier Mal hat der Stadtrat die Errichtung eines Denkmals auf städtischen Grund aus den oben genannten Gründen abgelehnt. 2007 äußerte sich der Ältestenrat zuletzt zu diesem Thema und befand, dass es den Begriff ‚Trümmerfrauen‘ in München nie gegeben habe.“

Doch nicht alle waren im Münchner Stadtrat gegen ein Trümmerfrauen-Denkmal in München. Dr. Reinhold Babor (CSU) war beispielsweise für ein Trümmerfrauen-Denkmal. Er ist gleichzeitig der Vorsitzende der Seniorenunion und stellvertretender Vorsitzender des Vereins „Dank und Gedenken der Aufbaugeneration, insbesondere der Trümmerfrauen e.V.“

Er hatte sich dafür stark gemacht, dass, wenn schon der SPD-dominierte Münchner Stadtrat gegen die Trümmerfrauen sei, wenigstens das CSU-geführte Land Bayern sich für ein solches Denkmal, das gleichzeitig auch als Kriegs-Mahnmal fungieren soll, sich stark machen müsse.

Seit Mai 2013 steht nun am Münchner Marstallplatz die Gedenk- und Mahnmals-Statue von Trümmerfrauen. Zur öffentlichen Gedenkstein-Einweihung kam neben kirchlichen Vertretern auch der Münchner CSU-Vorsitzende Ludwig Spaenle. Er hatte vorsorglich gleich darauf hingewiesen, dass Deutschland eine große Verantwortung für den Holocaust habe, auf Hebräisch also auf die Shoah.

Immerhin lässt sich nun SPD-Fraktionschef Alexander Reissl schnell noch mit den Worten zitieren, wonach er die Braune-Sack-Verhüllung der Trümmerfrauen „überflüssig“ halte. Das Antikriegsportal kriegsberichterstattung.com meint: Wir finden solche Politiker überflüssig, die auf solch undifferenzierte Art und Weise auf Kosten von Millionen Frauen selbst versuchen Geschichtsfälschung zu betreiben.

Trümmerfrauen-Denkmäler gibt es bislang in Deutschland nicht viele. Doch steht beispielsweise eines bereits seit einem halben Jahrhundert – seit 1955 – und zwar im Volkspark Hasenheide in Berlin-Neukölln von der Bildhauerin Katharina Szelinski-Singer. Nach Angaben der Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland gab es alleine in Berlin 60.000 Trümmerfrauen. Offiziell wurden sie ab 1945 „Hilfsarbeiterinnen im Baugewerbe“ genannt. In Dresden bargen ab 1945 Trümmerfrauen und –männer beispielsweise am Lapidarium der Zionskirche wertvolle Architekturfragmente aus dem Schutt für einen späteren Wiedereinbau der Kirche.

Auch in Salzburg gedenkt man bis zum heutigen Tage der Trümmerfrauen. Auch dort gibt es deshalb bereits seit Jahrzehnten ein Trümmerfrauen-Denkmal und zwar in Itzling Salzburg (HTL Itzling). Doch, berichtet das Portal gedenkstaettenforum.de, drohe das Denkmal für die Trümmerfrauen immer mehr zu verfallen. Es sei mittlerweile fast komplett von Gestrüpp umrahmt. Es ist Salzburgs einziges Denkmal an die österreichischen Trümmerfrauen des Zweiten Weltkrieges, welche den Wiederaufbau Salzburgs maßgeblich nach dem Krieg vorangetrieben hatten. Mittlerweile hat man sogar vergessen, wer das Denkmal in Salzburg jemals aufgestellt hat und von welchem Künstler oder welcher Künstlerin es stammt.

Einer der sich darüber ärgert, ist beispielsweise der österreichische Autor und Publizist Clemens Maria Hutter. Dem ORF sagte er: „Ich kann mich noch erinnern, wie Frauen, die ohnedies belastet waren mit der Versorgung der Kinder, Ziegel aus den Ruinen gesammelt und abgeklopft haben, damit man irgendetwas zu bauen anfangen kann“.

Wer der Münchner Grünen-Chefin Katharina Schulze in Bezug auf ihre Braune-Sack-Aktion gegen Trümmerfrauen eine Email schreiben möchte: http://katharina-schulze.de/impressum/



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