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Mittwoch, 17. Juli 2019

Ursula von der Leyen wird Verteidigungsministerin und Kriegsministerin

Droht uns in der Bundeswehr jetzt auch eine hohe Frauenquote? Diese Frage stellen sich viele Bundeswehrsoldaten, seitdem bekannt wurde, dass ausgerechnet die CDU-Feministin Ursula von der Leyen (CDU), 7-fache Mutter, nun Deutschlands erste Verteidigungsministerin und damit auch Kriegsministerin wird.

Denn längst ist die deutsche Bundeswehr nicht mehr nur zur Verteidigung Deutschlands da, sondern agiert auch als Angriffsarmee. Doch einfach wird es für die deutsche Bundeswehr mit einer Frau wie Ursula von der Leyen, 55, an der Spitze nicht werden. Einige Berufssoldaten stöhnen bereits.

So sagte beispielsweise ein ranghoher Bundeswehr-Soldat gegenüber dem Antikriegsportal kriegsberichterstattung.com: „Wir sehen die Problematik schon im Feld. Frauen müssen weniger tragen, sind körperlich einfach weniger belastbar, sollen aber – obwohl sie weniger im Feld leisten können – dennoch die Männer befehligen.“

So etwas könne nur „schief gehen“. Dabei stellt kaum jemand bei der Bundeswehr die Frau generell als Soldatin in Frage. Aber es gibt Probleme. Neben der geringeren körperlichen Leistungsfähigkeit wird auch das Thema Sexualität genannt. Wo Männer über längere Zeiträume einsam sind – wie in der Armee – nimmt das Bedürfnis nach Sexualität nicht ab, sondern eher zu. Entsprechend schwierig ist es, wenn wenige Frauen zwischen vielen Männern herumlaufen. Von Nachtlagern in Zelten ganz zu schweigen.

Fest steht bislang: Von der Leyen verfügt über umfangreiche Menschenkenntnis – das kann in einem Ministerium, welches für die Verteidigung und Kriegsführung Deutschlands zuständig ist, nicht nachteilig sein.

Was Ursula von der Leyen fehlt, ist schlicht militärische Erfahrung. Keine Frage: Sie schlägt bemerkenswert aus der Reihe ihrer Vorgänger heraus: Ob der schicke und reiche Adelsherr Karl Theodor zu Guttenberg (CSU), Volker Rühe (CDU), Peter Struck (SPD) oder Rudolf Scharping (SPD) – alle sind deutlich anders als Ursula von der Leyen.

Es bleibt nun abzuwarten, welches Projekt für Ursula von der Leyen das wichtigste in der Bundeswehr wird: Die Einführung und Ausweitung der Frauenquote – was für erhebliche Spannungen in der Bundeswehr sorgen dürfte – oder die Weiterverfolgung der Bundeswehrreform. 185.000 Soldaten erwarten jedenfalls mehr, als feministische Kenntnisse. Zudem: Eine moderne Armee ist primär auch eine Technik-Armee. Frau von der Leyen wird sich künftig mit Drohnen, Eurofightern oder Panzern auseinandersetzen müssen, sich auch einmal auf Waffenmessen blicken lassen müssen.

Vorsorglich äußerte bereits der bekannte Ex-Generalinspekteur Harald Kujat, er rate dringend Frau von der Leyen sich erst einmal einzuarbeiten, als bereits nach sechs Monaten den Ehrgeiz zu entwickeln, alles besser zu wissen.

Doch nicht alle sehen die Berufung der Ursula von der Leyen kritisch. So sagte beispielsweise Gregor Gysi von den LINKEN in der sonntäglichen ARD-Talkshow von Günther Jauch, von der Leyen solle Mut haben, gegen Kriegseinsätze der Bundeswehr zu sein.



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