Skip to main content
Montag, 22. April 2019

Ukraine: Anhänger Putschisten-Regierung töten 46 Russen in Odessa in Gewerkschaftshaus mit Molotowcocktail

Während Zusammenstößen zwischen Anhängern der Putschisten-Regierung der Ukraine und russischen Bürgern in der ukrainischen Stadt Odessa sind am 2. Mai in einem Gewerkschaftshaus 46 Russen umgekommen. Derweil ist die Trauer in Russland um die zahlreichen gestorbenen Russen sehr groß. Der Westen hat sich bislang mit keiner einzigen Silbe zu den Vorfällen geäußert. Warum auch – es sind ja „nur“ Russen, die gestorben sind, scheint auch die deutsche Bundesregierung aus CDU/CSU und SPD zu denken.

Zu den tödlichen Übergriffen kam es, als Anhänger der ukrainischen Putschisten-Regierung mit Gas gefüllte Bomben, Molotowcocktails, in das Gewerkschaftshaus geworfen hatten, in welches die russischen Bürger geflüchtet waren. Die russischen Bürger sind einerseits erstickt, andererseits verbrannt, 6 der 46 Menschen kamen bei Versuchen ums Leben aus dem brennenden Gebäude zu springen. Die Moskauer Regierung spricht davon, wonach die Hände der Kiewer Zentralregierung blutrot seien:

Derweil teilte der Staatsanwalt aus Odessa, Igor Borshulyak, in einem öffentlichen Schreiben mit: „Liebe Bürgerinnen und Bürger von Odessa, unsere multikulturelle Stadt ist immer ein Beispiel der Weisheit und Toleranz gewesen. Leider führten die gestrigen Ereignisse zum Tod von 46 Menschen. Unser tiefstes Beileid gilt den Verwandten der Opfer, weil das menschliche Leben ist der höchste Wert. Ich bitte alle Bewohner und Gäste, ruhig zu bleiben und nicht auf Provokationen zu erliegen. Zu dieser Zeit ist die Stadt unter der Kontrolle der Behörden.“

Weiter sagte der Staatsanwalt von Odessa, man sei derzeit dabei, zu versuchen, eine objektive Beurteilung der Ausschreitungen zu erlangen, wobei man die Verantwortlichen für die Gewaltausschreitungen zur Verantwortung ziehen wolle. Angeblich wolle man Verfahren einleiten, auf Grund von Verbrechen gegen die nationale Sicherheit. Doch dass diesen Worten kein großes Vertrauen geschenkt werden kann, lässt sich daran ablesen, dass der Staatsanwalt von Odessa bislang mit keiner Silbe erwähnt hat, dass alle 46 gestorbenen ukrainischen Bürger russischen Ursprungs sind.

In ähnlicher Propaganda üben sich die meisten regierungsnahen ukrainischen Medien: Statt davon zu sprechen, dass die 46 Toten allesamt russischen Ursprungs sind, wird lediglich von Toten gesprochen. Verschwiegen wird auch, auf welchem Wege die russisch-stämmigen Bürger in dem Gewerkschaftshaus umgekommen sind.

Bekannt ist zudem, dass bislang angeblich 144 Menschen verhaftet worden seien – ob es sich um Russen handelt oder um Anhänger der ukrainischen Putschisten-Regierung ist nicht bekannt. Neben den 46 getöteten Bürgern verursachten die gewalttätigen Ausschreitungen auch 124 Verletzte, darunter 21 Polizisten.

Gleichzeitig werden in der Ukraine weitere Rufe nach einer Abspaltung der mehrheitlich von Russen bewohnten ostukrainischen Regionen laut. So riefen Anhänger, sie würden eine Volksrepublik Donetsk befürworten. Während Demonstrationen für eine solche Volksrepublik Donetsk stürmten einige Bürger unter anderem die Zentrale des Sicherheitsdienstes der Ukraine in der Stadt Donezk.

Youtube-Video zu den Vorfällen:

http://www.youtube.com/watch?v=pZ_Z0UhT3Yk



Keine Kommentare vorhanden


Du hast eine Frage oder eine Meinung zum Artikel? Teile sie mit uns!

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*
*


Das könnte Sie interessieren

Freitag, 12. April 2019

Kamera im USB-Stick

Wikileaks US Botschaften Einkaufsliste anlässlich der Verhaftung von Julian Assange

Anlässlich der Verhaftung von Julian Assange, des „australischen politischen Aktivisten, investigativen Journalisten, ehemaligem Computerhackers, Programmierers und Sprechers der Enthüllungsplattform WikiLeaks“ (O-Ton Wikipedia Deutschland) publizieren wir hier die letzte Pressemeldung, welche Wikileaks im Dezember 2018 auf seiner deutschen Plattform publizierte. Assange hatte sieben lange Jahre seines Lebens geopfert, um für sein Projekt, die maximale Transparenz auf Regierungsebene über die Enthüllungsplattform Wikileaks […]

Sonntag, 07. April 2019

Deutsch Ostafrika

Ehemalige deutsche Kolonie Ruanda – 800.000 Menschen wurden 1994 ermordet

Es ist einer der schlimmsten Völkermorde auf dem afrikanischen Kontinent: Jener, den fanatische Hutu 1994 an rund 800.000 Menschen in Ruanda, einer ehemaligen deutschen Kolonie (Deutsch-Ostafrika) begangen haben sollen. Noch heute erinnert man sich beispielsweise in der Ortschaft Mabare an den April 1994. Es war der Beginn vor der langen Regenzeit. Die Berghänge, schreibt Al Jazeera auf seinem Onlineportal aljazeera.com, hätten […]

Montag, 25. März 2019

Israel lässt Ayman Nasser seit 30 Jahren regelmäßig im Gefängnis schmoren

Amnesty International berichtet, wonach am 10. März 2019 ein israelische Militärgericht in den besetzten palästinensischen Gebieten eine Haftverlängerung für den NGO-Mitarbeiter Ayman Nasser angeordnet habe. Die Haft gegen Ayman Nasser werde um lange weitere sechs Monate aufgestockt. Die Haft setzt eine lange Kette von vorherigen Verhaftungen des Menschenrechtlers in den vergangenen 25 Jahre fort. Amnesty moniert, dass der NGO-Mitarbeiter bereits […]

Donnerstag, 24. Januar 2019

Israel schickt Beduine Sayyah Abu Mdeighim al-Turi 10 Monate ins Gefängnis

In einer Urgent Action teilt Amnesty International (AI) mit, wonach am 25. Dezember 2018 Scheich Sayyah Abu Mdeighim al-Turi eine zehnmonatige Haftstrafe in Israel habe antreten müssen. Amnesty schreibt zu dem Gerichtsurteil, dieses sei auf Grund der Tatsache gefällt worden, da der Verurteilte seine Rechte auf Meinungs- und Versammlungsfreiheit für ein Beduinendorf wahrgenommen habe. Sayyah Abu Mdeighim al-Turi büße seine Haftstrafe derzeit […]

Mittwoch, 16. Januar 2019

Prozess, Alfamir Castillo

Schüsse auf Aktivistin in Kolumbien wegen Armee-Mordvorwürfen

Am 11. Januar 2019 hätten zwei Unbekannte in der Gemeinde Pradera im Süden von Kolumbien auf das Auto der Aktivistin Alfamir Castillo geschossen. Der Täter habe von einem Motorrad aus geschossen. Das berichtet nun Amnesty International Deutschland. Das Anschlags-Opfer sei in Begleitung ihres Mannes und zweier LeibwächterInnen gewesen, welche von der „Behörde für Schutzmaßnahmen“, der „Unidad Nacional de Protección“ gestellt […]

Samstag, 08. Dezember 2018

Wegen Land

Kolumbien – Menschenrechtsverteidiger Enrique Cabezas mit Mord bedroht

Amnesty International teilt in einer Urgent Action mit, wonach Enrique Cabezas, der Leiter der „Kollektivs Afro-Kolumbianischer Gemeinschaften“ in Curvaradó im Departamento Chocó im Westen Kolumbiens bedroht werde. Auch Morddrohungen stünden im Raum. Grund: Er setze sich für die Landrechte einiger kolumbianischen Gemeinden ein. Zudem kämpfe er für das Recht der dort lebenden Menschen sich aus einem seit Jahren bestehenden bewaffneten […]