Skip to main content
Mittwoch, 18. Juli 2018

Europawahl am Sonntag kann Fluglärm durch Nachtflüge ein Ende bereiten

Wer am Sonntag zur Europawahl abstimmt, der hat nur wenig Auswahl, zumindest dann, wenn er mit seiner Stimme dem Terror durch Nachtflüge an deutschen Flughäfen ein Ende bereiten will. Jean-Claude Junker und Martin Schulze gehören zu den Befürwortern des Fluglärms, wer Ruhe haben will, kann deshalb beide nicht wählen.

Die Organisation taming aviuation hat zum Thema Fluglärm eine Befragung durchgeführt. Das Ergebnis ist ernüchternd, denn etablierte Parteien wie CDU, CSU und SPD zeigen keine Einsicht und wollen Flüge bei Nacht in Deutschland nicht behindern. Allein die Parteien Die Linke sowie die Grünen wollen sich für ein konsequentes europaweites Nachtflugverbot, das mindestens einen Zeitraum von acht Stunden berücksichtigt, einsetzen.

Wie wichtig die Abgeordneten im Europaparlament bei der Frage des Fluglärms sind zeigte sich im April 2014. Da hatte der Verkehrsausschuss des Europäischen Parlaments einen Versuch der EU-Kommisision vereitelt, der das Stimmrecht der vom Fluglärm betroffenen Orte einschränken sollte. Mit einem Veto-Recht wollte die EU-Kommission dafür sorgen, dass durch die Gemeinden mühsam ausgehandelete Maßnahmen zum Lärmschutz ausgehebelt werden können. Leider wurde in der Frage nur ein Kompromiss erreicht, denn es wurde vereinbart, dass Flugbeschränkungen immer nur das letzte Mittel sein dürfen. Das Wohl der Bürger steht somit weiter hinter den Interessen der Fluggesellschaften.

Auf europäischer Ebene haben sich die Bürgerinitiativen in der Europäischen Vereinigung gegen die schädlichen Auswirkungen des Luftverkehrs (UECNA) zusammengeschlossen, um gemeinsam für Nachtruhe an allen Flughäfen zu kämpfen. Auch das hervorstehende Freihandelsabkommen ist eine Bedrohung für die Nachtruhe, denn hier stehen die Interessen der Lobbyisten im Vordergrund und gefährden europäisches Recht.

Das Europäische Parlament ist die einzige Instanz, die den Wahnsinn stoppen kann. Die Nachtruhe muss ein hohes Gut bleiben und sie muss geschützt werden. Fluglärm schädigt insbesondere in der Nacht die Gesundheit und macht weite Landstriche unbewohnbar. Wer am Sonntag wählen geht, muss sich deshalb gut überlegen, wen er ankreuzt, jede Stimme zählt.

Zur Wahl gegen Fluglärm stehen der Spitzenkandidat der Europäischen Linkspartei Alexis Tsipras und die Kandidatin der Grünen/EFA Ska Keller.



Das könnte Sie interessieren

Sonntag, 08. Juli 2018

Palästina, Israel -

Hamas und Abas-Regierung sollen auf friedliche Demonstranten eingedroschen haben

Bereits Ende Juni veröffentlichte die deutsche Amnesty International-Sektion in Köln einen Bericht über ein angeblich massives Vorgehen bis hin zu Misshandlungen gegen Palästinenser. Dieses Mal aber nicht durch israelisches Militär, sondern unter anderem durch die palästinensische Hamas-Partei selber. Der Bericht stützt sich auf eine englischsprachige Version (1; vgl. zudem Fußnotenverweis 2). Das pazifistische Portal kriegsberichterstattung.com kann den AI-Bericht nicht verifizieren. […]

Mittwoch, 13. Juni 2018

Nasa Embera Chamí -

Indigene Gemeinschaft in Kolumbien mit Waffen bedroht und vertrieben

AI, Kolumbien – Mehr als 200 Angehörige der indigenen Gemeinschaft Nasa Embera Chamí aus dem Reservat La Delfina im Westen Kolumbiens seien, teilt Amnesty International in einer Urgent Action mit, aus ihren Wohnorten vertrieben worden. Zuvor sei am 8. Juni 2018 ein Anschlag auf einen Bewohner der Gemeinde verübt worden. Dies zeige einmal mehr, dass die Menschen dort dringend mehr […]

Sonntag, 27. Mai 2018

Wegen "Loyalitätsbruch" -

Israel droht Palästinensischer Autonomiebehörde mit Verlust des Aufenthaltsrechts in Jerusalem

Vier Mitgliedern des Palästinensischen Legislativrats droht, teilte Amnesty International (AI) bereits Ende April 2018 mit, der Verlust ihres dauerhaften Aufenthaltsstatus in Jerusalem. Auf der Grundlage eines vom israelischen Parlament (Knesset) verabschiedeten Gesetzes sei das israelische Innenministerium befugt, Personen wegen mutmaßlichen „Loyalitätsbruchs“ das Aufenthaltsrecht zu entziehen. Das teilte die Menschenrechtsorganisation mit. Am 19. März habe der israelische Innenminister Arye Deri angekündigt, zwölf […]

Donnerstag, 10. Mai 2018

Morde in Kolumbien wegen Staudammprojekt -

Hugo Albeiro George Pérez neues Opfer

Kolumbien – Amnesty International (AI) weist in einer Urgent Agent darauf hin, dass in dem lateinamerikanischen Staat Kolumbien Umweltschützer massiv bedroht, eingeschüchtert, ja sogar ermordet würden. So sei ein Mitglied der Bewegung Ríos Vivos (Lebende Flüsse) am 2. Mai getötet worden. Das sei jener Tag, an welchem die Gruppe einen ganztägigen Protestmarsch gegen das Hidroituango-Staudammprojekt im Departamento Antioquia veranstaltet habe. Mitglieder der […]

Montag, 30. April 2018

Israel ermordete 39 Palästinenser: Amnesty fordert exzessive Gewalt umgehend einzustellen

Die international größte Menschenrechtsorganisation Amnesty International (AI) fordert in einer dringlichen Presseerklärung, dass Israel seine ‚exzessive Gewalt‘ gegen Palästinenser umgehend einstellen solle. Wir zitieren aus der Presserklärung: „Während am Freitag, dem 13. April 2018 die Proteste aufs Neue begannen, erklärte Amnesty International, dass die israelischen Behörden der Anwendung von übermäßiger und tödlicher Gewalt zur Unterdrückung palästinensischer Demonstrationen im Gazastreifen ein […]

Samstag, 14. April 2018

Bomben auf Syrien +++ Der schmutzige Krieg der USA, Frankreichs und Großbritanniens

Kommentar – Es gehört seit Jahrhunderten zum strategischen Repertoire ehemaliger westlichen Kolonialstaaten wie den USA, Frankreichs oder Großbritanniens, die Geschichte immer so umzuschreiben, dass man selbst mit einer angeblich sauberen Weste dasteht. Ganz nach dem Motto: Die Geschichte schreibt immer der Sieger. Das ist auch beispielsweise mit den Deutschbalten so. 1917, im Zuge der Russischen Revolution, die als „Februarrevolution 1917“ […]


Keine Kommentare vorhanden


Du hast eine Frage oder eine Meinung zum Artikel? Teile sie mit uns!

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*
*