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Freitag, 30. Oktober 2020

Lüge vom Einmarsch Russland in Ukraine: Westen setzt Welt in Brand

Kommentar – Es ist geradezu absurd: Die dummdreiste Herumlügerei von westlichen Massenmedien -allen voran natürlich den britischen – man habe angeblich einen Grenzübertritt russischen Militärs von Russland in die Ukraine beobachtet.

Mit aufgeblasenen Backen und emotional randvoll prustete sich beispielsweise am Freitagvormittag ein CNN-Kommentator in einer Dauerschleife über den angeblichen russischen militärischen Grenzübergang von Russland in die Ukraine. Nur: Der Zuschauer wartete im Zeitalter von Handycams & Co vergebens auf Belege, auf Fotos oder Videos, die die angeblichen russischen Militärfahrzeuge zeugten. Angeblich hieß es ja rauf und runter, hätten britische Super-Journalisten dieses als Augenzeugen gesehen. Also jene Aushängeschilder ihrer Zunft, die dafür bekannt sind, dass sie in Britannien sogar Handys von Prominenten hacken lassen, um an ihre Story zu kommen:

Es ist ein solches dreist-freches westliches Schmierentheater, was derzeit wieder rund um den angeblichen Einmarsch Russlands in die Ukraine abgezogen wird, dass es einem als Zuschauer eigentlich schlecht werden müsste. Dass von ARD bis ZDF – Sender die immerhin öffentlich-rechtlich mit Milliarden Euro GEZ-Zwangsgebühren fett gebratenen werden – diesen Lügenjournalismus auch noch mitmachen, spottet jeglichem Versuch, in den schwierigen Debatten rund um den Ukraine-Konflikt einen einigermaßen vernünftigen Blick wahren zu können. Es ist ein Armutszeugnis sondergleichen, dass es Berichte über einen russischen Einmarsch gibt und zwar angeblich vom Russischen Heer (auf Russisch: Сухопутные войска Российской Федерации), ohne dass wir dazu vernünftige Belege von BBC, CNN, ARD oder ZDF erhalten. Dabei liegt der Grund auf der Hand: Es gibt keinen Einmarsch. Es ist eine klassische Kriegs-PR-Lügerei des Westens.

Nun heißt es wieder, Deutschlands tolle CDU-Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel (jene russisch sprechende Frau aus Ostdeutschland), habe sich den russischen Präsidenten Vladimir Putin in einem Telefonat vorgeknöpft und Russland zur Deeskalation aufgerufen. Das gleiche habe Washingtons Präsident Barack Obama (Demokraten) gemacht.

Da fragt man sich: Welche Deeskalation? Der einzige, der mit der gesamten Welt seit 9/11 auf Konfrontation ist, ist doch der Westen: Die EU mit ihrem Verbündeten USA zünden gemeinsam ein Land nach dem anderen an – immer in dem angeblich guten Willen, die Welt zu einem besseren Platz zu machen.

Doch was bleibt, ist eine Schneise der Brandsätze, der Verwüstungen: Libyen, Ägypten, Syrien, Irak, Afghanistan, Somalia, Pakistan. Hätte vor einigen Jahren nicht der deutsche Literaturnobelpreisträger Günther Grass sich den israelisch-amerikanischen Plänen entgegengestellt, auch noch den Iran – das einzige verbliebene einigermaßen stabile Land im Mittleren Osten – mit Massenbomben anzuzünden, würde auch dieses Land brennen.

Isis – das ist eine Teufels Geburt, welche ohne Hilfe des Westens (und Saudi-Arabiens) gar nicht möglich gewesen wäre. „Wir müssen IS unbedingt aufhalten“ heißt es nun in einem Schmierentheater jener Politiker, die ja IS mit Hilfe der westlichen Massenmedien durch eine stümperhafte Außenpolitik erst erschaffen haben.

Übrigens wundert man sich, wie objektiv-distanziert die russischen Medien über den Konflikt Russland-Ukraine-EU-USA berichten. Im Gegensatz zu westlichen Massenmedien, liest und hört man dort nichts von Hetze gegen den Westen. Das nennt man Souveränität.

Auf dem durchaus interessanten Russland-Portal russland.ru schrieb in einem „Brief“ Kai Ehlers einen interessanten Beitrag. Das Antikriegsportal kriegsberichterstattung.com zitiert daraus:

„Weit entfernt von den Redaktionen, aus denen gegenwärtig der Welt mitgeteilt wird, was Russland alles zu tun hat, um nicht als Aggressor zu gelten, erlebe ich hier zur Zeit einen bemerkenswert ruhigen Alltag.

Bemerkenswert deswegen, weil ja die Atmosphäre von Eskalationselementen nur so schwirrt, die uns zurzeit aus jeder Ecke der Welt entgegenkommen: Die Europäische Union will sich jetzt die Südamerikaner vorknöpfen. Mit erhobenem Zeigefinger werden sie vermahnt, die durch die westlichen Sanktionen gegenüber Russland entstandene Situation ’nicht auszunutzen‘! Litauen erwägt, die Grenzen zu Kaliningrad mit Embargos zu belegen, nachdem Russland Sanktionen mit Gegensanktionen beantwortet hat.

Die ukrainische Regierung ist drauf und dran in geradezu selbstmörderischer Idiotie ihre Gas-Transitverbindungen zwischen Russland und Europa zu kappen. Die deutsche Bundeskanzlerin erklärt, sie gebe sich alle Mühe mit Wladimir Putin zu sprechen, aber Sanktionen müssten nun einmal sein. Wer sich nicht hören will, muss eben fühlen. Russlands Bereitschaft zur humanitären Hilfe wird in perverser Verkehrung als Aggression hingestellt und mit neuerlichen Sanktionen bedroht.

Dies alles eskaliert wild vor sich hin. Die viel gepriesene Globalisierung verwandelt sich vor unseren Augen in eine grassierende Fragmentierung der Welt, während in der Ukraine selbst die Kämpfe um Donezk auf Tage der Entscheidung zulaufen. Aus den Reihen der Donezker Kämpfer, die sich in die Enge getrieben sehen, werden die Stimmen lauter, die der russischen Führung, namentlich Putin vorwerfen, die russische Bevölkerung in der Ukraine im Stich zu lassen. Orthodoxe Russische Nationalisten wie Alexander Dugin, Alexander Prochanow, Sergei Kurgenjan, im Westen inzwischen gut bekannt als diejenigen, die ein Eingreifen Russlands im Sinne der Wiederherstellung russisch-imperialer Größe fordern, reden gar von Verrat.

Westliche Analytiker, selbst besonnene, sehen Putin inzwischen hilflos in die Klemme eines fatalen Entweder-Oder taumeln: Entweder Einmarsch zur Rettung der Donbass-Kämpfer, der einen Weltbrand auslösen könnte, oder Enthaltung mit dem Ergebnis der Vernichtung der Autonomie-Bewegung und der Unterdrückung der russischen Bevölkerung im Donbass, was zu scharfer Kritik an Putin und zu Unruhen in Russland selbst führen könne.“ Beitrag von Kai Ehlers ganz lesen – Hier klicken.



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