Skip to main content
Mittwoch, 16. Januar 2019

„Lausitzer Rundschau“ von feigen Nazis angegriffen in Spremberg

Mehrere Medien berichten, wonach aus dem „rechten Spektrum“ die Redaktionsräume der angesehenen Lokalzeitung „Lausitzer Rundschau“ im brandenburgischen Spremberg angegriffen worden seien. Angeblich seien auf die Bürofenstern der Redaktion rechte Parolen geschmiert worden. Beobachter werten dieses als offensichtlichen Versuch, die redaktionelle Unabhängigkeit der Journalisten zu bedrohen.

Bereits im Jahr 2012 sei die Lokalredaktion der „Lausitzer Rundschau“ schon einmal Ziel von rechten Übergriffen geworden, berichten mehrere Medien. Damals sollen sogar angeblich Hakenkreuze und angeblich antisemitische Parolen an die Fenster geschmiert worden sein. Außerdem sollen sogar Tier-Innereien am Redaktionsschild befestigt worden sein – ein Versuch damit an mafiaähnliche Symboliken zu erinnern:

Auch dieses Mal heißt es wieder, seien Hakenkreuze und Parolen wie „Juden, kill them“ sowie Sprüche wie „wir kriegen euch alle“ an die Redaktionsfenster gesprüht worden, heißt es.

Derweil ließ sich Chefredakteur Johannes M. Fischer mit den Worten zitieren, wonach es in Lausitz viele Bürger gebe, die sich aktiv für eine offene Bürgergesellschaft und Demokratie einsetzten.

Dennoch, sagte er, schließe dies „leider nicht aus, dass es immer wieder kleinen Gruppen politisch Verwirrter gelingt, ihre hässlichen Gedanken an die Wand zu schmieren“. Außerdem müsse man „mehr gegen die Bekämpfung verbrecherischer Ideologien, die auch vor Mordaufruf nicht Halt machen, getan werden“.

Kritisch äußerte sich auch Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD). Er sagte, wonach der wiederholte Anschlag auf die Redaktion eine „ungeheuerliche Provokation“ sei. Gleichzeitig kündigte er an, wonach die Polizei aufgefordert sei und alles tun werde, um diesen Übergriff aufzuklären. Sein Respekt gelte der Redaktion der Lausitzer Rundschau, welche sich „nicht einschüchtern“ lasse.

Ähnlich äußerte sich Brandenburgs Innenminister Ralf Holzschuher (SPD). Auch er sagte, wonach es sich um einen „feigen Anschlag auf die Pressefreiheit und damit auf die Demokratie“ gehandelt habe. Es sei bekannt, wonach die „Lausitzer Rundschau“ sich aktiv engagiert gegenüber der rechtsradikalen Szene gezeigt habe, was ihr nun den Hass der rechten Szene eingebracht habe:

Die Lausitzer Rundschau sei „in vorbildlicher Weise unerschrocken, investigativ und kritisch“ in ihrem Versuch, „über Strukturen und Akteure der rechtsextremen Szene in der Lausitz zu berichten“. Dies verdiene die Solidarität aller in der Demokratie.



Keine Kommentare vorhanden


Du hast eine Frage oder eine Meinung zum Artikel? Teile sie mit uns!

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*
*


Das könnte Sie interessieren

Samstag, 08. Dezember 2018

Wegen Land

Kolumbien – Menschenrechtsverteidiger Enrique Cabezas mit Mord bedroht

Amnesty International teilt in einer Urgent Action mit, wonach Enrique Cabezas, der Leiter der „Kollektivs Afro-Kolumbianischer Gemeinschaften“ in Curvaradó im Departamento Chocó im Westen Kolumbiens bedroht werde. Auch Morddrohungen stünden im Raum. Grund: Er setze sich für die Landrechte einiger kolumbianischen Gemeinden ein. Zudem kämpfe er für das Recht der dort lebenden Menschen sich aus einem seit Jahren bestehenden bewaffneten […]

Donnerstag, 29. November 2018

Mark Herbert in Rollstuhl geprügelt: Schläger aus Offenbach ‚Peter Brecht‘ in ‚Aktenzeichen XY… ungelöst‘ ist ein Fakename

Kommentar – Es ist schon bemerkenswert: Wenn ausländische Terroristen in Deutschland oder Frankreich Menschen umbringen oder Anschläge planen, stehen die Täter oder Tatverdächtigen meist mit komplettem Vor- sowie Nachnamen und ungepixeltem Bild in deutschen Medien. Wenn aber ein lokaler deutscher Serientäter, der seinen Mitbürgern lebensgefährliche Verletzungen zufügt, seine Mitbürger mit Killerattacken einschüchtert, Angst und Schrecken, blanken Horror, ja lokalen Terror […]

Freitag, 23. November 2018

Schurkenstaat Saudi-Arabien soll weitere Kritiker ermordet haben – und zwar Prinzen

Die Khashoggi-Affäre zeigt, wie erbarmungslos das saudische Schurken-Regime seine Kritiker verfolgt und mordet. Selbst Dissidenten aus der Königs- und Diktatorenfamilie leben auf gefährlichem Fuß. So seien zwischen 2015 bis 2017 drei saudi-arabische Prinzen bis heute spurlos verschwunden, berichtete bereits vor Monaten BBC. Das heißt nichts anderes, als: Die drei Prinzen wurden wahrscheinlich auf Veranlassung des Regimes ermordet. Grund: Auch diese […]

Mittwoch, 21. November 2018

UAE

Matthew Hedges – Großbritannien droht Abu Dhabi „ernsthafte Konsequenzen“ wegen lebenslanger Haft für Briten an

Die Verstimmungen zwischen dem Westen und der arabischen Halbinsel nimmt weiter dramatische Ausmaße an. Jetzt drohte die britische Regierung den Diktatoren der Vereinigten Arabischen Emirate (UAE) „ernsthafte diplomatische Konsequenzen“ für die Inhaftierung eines jungen Briten an. Dies teilte der britische Außenminister mit. Auf Antrag von Abdu Dhabi war der junge britische Doktorand Matthew Hedges am Flughafen von Dubai im Mai […]

Dienstag, 30. Oktober 2018

Berlin

Historischer Rücktritt Kanzlerin Angela Merkel im Wortlaut

Es war ein historischer Moment einer Deutschen, die 13 Jahre lang Deutschland als Kanzlerin führte: Jener Montag der 29. Oktober 2018 als Dr. Angela Merkel in Berlin ihren Rückzug als Kanzlerin im Jahr 2021 bekannt gab. Und ihren Rücktritt als Vorsitzende der CDU. Merkel, die eine unglaubliche fast schon märchenhafte Karriere hinlegte, möchte nicht mehr. Aufgewachsen ist sie in der […]

Samstag, 20. Oktober 2018

Saud

Regime des Mord-Königs von Saudi-Arabien nicht mehr satisfaktionsfähig nach seinem dreckigen Khashoggi-Mord

Kommentar – Ich glaube es war ein Autor der britischen linksliberalen Tageszeitung „Guardian“, der sich an folgende Szenen erinnerte und sie dieser Tage kundtat: Schon einmal habe eine brutale arabische Diktatur geglaubt, den Westen an der Nase durch die internationale Manage ziehen zu können und der Lächerlichkeit preis zu geben. Es sei Anfang der 1990er Jahre gewesen. Das Land, in […]