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ARD hart aber fair: Edmund Stoiber kritisert Russland Sanktionen

In einer lebhaften Debatte in der ARD-Talkshow „hart aber fair“ – welche unter dem Motto „Helden oder Schurken 2014“ lief – diskutierten Dr. Edmund Stoiber (CSU; ehemaliger Bayerischer Ministerpräsident), Ulrich Meyer (Sat.1-Moderator „Die Akte“; sein Vater diente als Soldat auf der Krim), Grünen-Politikerin Claudia Roth oder Fritz Pleitgen (TV-Journalist) unter anderem über den westlichen Wirtschaftskrieg mit Sanktionen gegen Russland.

Besonders die deutsche Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel (CDU) setzt sich für eine weitere Verschärfung der Wirtschaftssanktionen gegen Russland ein, stößt damit aber in breiten Teilen auch der deutschen Bevölkerung nicht auf große Zustimmung. Viele Deutsche treibt die Angst um, dass die Welt wieder wie in Zeiten des Kalten Krieges in politische Blöcken gespalten wird:

Im Großen und Ganzen war sich die Diskussionsrunde in der TV-Sendung „hart aber fair“ einig, dass die Wirtschaftssanktionen gegen Russland falsch seien. Als Grund wurde beispielsweise angeführt, wonach demokratische Kräfte durch eine Verarmung Russlands geschwächt würden, während die Nationalisten weiter gestärkt würden.

Zudem hieß es, wonach Wirtschaftssanktionen Vladimir Putin, den russischen Präsidenten, nicht zum Einlenken im Sinne des Willens des Westens bringen könnten.

Neben Russland ging es in der ARD-Sendung Hart aber Fair ebenso um islamische Radikale, wie um hysterische Anti-Islam-Tendenzen im Westen, in Deutschland.

Islam in Deutschland

WDR-Intendant Fritz Pleitgen sagte, er verstehe beispielsweise Burka-Diskussionen in Deutschland nicht, da man eh kaum Burkas in Deutschland sehe: „Ich habe noch niemals eine Burka in Deutschland gesehen“, führte der bekannte TV-Mann Pleitgen aus (dessen Sohn sehr erfolgreiche aus politischen Krisengebieten auf CNN berichtet).

Edmund Stoiber sagte wiederum, dass „wir stolz darauf“ seien, dass „wir eine komplette Gesinnungsfreiheit haben“. Das sei auch eine erworbene Freiheit. Gleichzeitig erklärte Stoiber, dass er verstehen könne, wenn Bürger beim Thema Islam sensibel reagierten, wenn man beobachte, was radikal-islamische Organisationen wie IS an Verbrechen begingen.

Claudia Roth wiederum versuchte die Tendenz in der Öffentlichkeit zu relativieren, dass Islamismus grundsätzlich radikal sei. In Deutschland gebe es gerade einmal rund 7000 Salafisten, führte sie aus. Doch obwohl es rund 4 Millionen Muslime in Deutschland gebe, glaube sie nach wie vor nicht, „dass der Islam eingebürgert worden ist in Deutschland“:

Gleichzeitig beklagte Claudia Roth „eine gefährliche Stimmungsmache gegen Menschen, die aus islamischen Gesellschaften kommen“. Zudem forderte die Augsburger Politikern, dass Deutschland „endlich ein Einwanderungsland wird“. Dies fehle „immer noch“.

Ein türkischer Schriftsteller erklärte wiederum im Hinblick auf die Islam-Debatte, dass er beispielsweise von der CSU sowieso nichts halte, „da es eine bayerische Kleinpartei“ sei. Dem konterte Stoiber, dass nach Bayern über 1,6 Millionen Menschen zugewandert seien. Deshalb sei Bayern „ein Vorbild in Hinsicht auf Integration“.



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