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Donnerstag, 15. November 2018

Hackerstaat USA droht Nordkorea mit Terrorliste wegen Hacking-Vorwurf

Die USA, also ausgerechnet jene Nation, die – wie wir seit Edward Snowden wissen – mit einer Unverfrorenheit und aus Sicht der Europäischen Union (EU) auch mit krimineller Energie Hunderte Millionen Handys und Computer weltweit täglich hackt, drohen nun Nordkorea damit, das sozialistische Land auf die Liste der Terrorstaaten zu setzen.

US-Präsident Barack Obama (Demokraten) hält unbeirrbar an seiner weltweit nicht gerade groß geteilten Meinung fest, wonach er davon ausgehe, dass Nordkorea für die Hackangriffe auf den Entertainment-Konzern Sony verantwortlich sei. Deshalb, so Obama, wolle er nun prüfen, ob er Nordkorea auf die Terrorliste setzen müsse. Fachleute schütteln irritiert den Kopf:

Nordkorea selbst hatte kürzlich mitgeteilt, man sei für die Hacking-Angriffe auf das Filmstudio Sony Pictures nicht verantwortlich.

Wie absurd die US-Außenpolitik mittlerweile agiert, zeigt sich aber auch daran, schaut man sich die Liste der von den USA der Terror-Unterstützung bezichtigter Staaten an: Hier taucht nämlich auch (noch) Kuba auf. Dabei weiß jeder, der Kuba einigermaßen kennt, dass dieses Land von Terrorunterstützung so weit entfernt ist, wie die USA selber vom Südpol.

Dafür hatten die USA bereits vor über 100 Jahren, 1898, selbst mit Terror ein Land besetzt – Kuba. Nach einer dubiosen Explosion eines amerikanischen Kriegsschiffes im Hafen von Havanna bezichtigte die US-Regierung die spanischen Kolonialherren dieses Anschlages.

Doch obwohl Spanien das verneint hatte, namen die USA dieses zum Vorwand, nach Jahrzehnten vergebener Versuche, Kuba zu besetzen, die karibische Insel mit Krieg zu überziehen und zu annektieren. Es folgten 60 Jahre der totalen Ausbeutung Kubas durch amerikanische Großkonzern.

Erst als Kubaner unter Führung Fidel Castros die Amis aus dem Land trieben, war Kuba wieder ein Land mit eigener Souveränität. Eine weitere groteske Randnote zu Barack Obamas Außenpolitik:

Obwohl im US-Senat in den vergangenen zwei Wochen schockierende Berichte über Folter-Exzesse des amerikanischen militärischen Außen-Geheimdienstes CIA bekannt geworden waren, gibt es bislang keinerlei Anstalten auf Strafverfolgungen der Täter.

Verurteilt wurden bislang nur drei Personen – und zwar teils zu lebenslanger Haft. Alle drei hatten die Folter-Methoden der Amerikaner als Whistleblower an die Öffentlichkeit gebracht. Nordkorea: korea-dpr.com



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