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Samstag, 08. August 2020

Ein großer ARD-Korrespondent geht: Robert Hetkämper sagt tschüs mit „Meine kleine Sushi-Bar“

Er berichtete 25 Jahre aus Asien: ARD-Korrespondent Robert Hetkämper. Er berichtete 2004 vom Tsunami in Thailand, war aber auch beim Sturz des verrückten philippinischen Diktators Ferdinand Edralin Marcos dabei. Jetzt geht Hetkämper, einer der großen Meister seines Faches, in Rente.

Zum Abschied erhielten die Zuschauer am Sonntag den 21. Dezember auf Phoenix – wenigsten dort! – einen wunderbaren Film über Asiens Hotspots: Bangkok, Kuala Lumpur, Deutsch Guinea, Philippinen, Singapur. Dass Robert Hetkämper gerne isst, das sieht man dem Mann mit dem weißen Hut – sein Markenzeichen – mittlerweile an. Dass er auch mutig ist und die asiatische Kultur weiß zu nehmen, merkt man spätesten dann, wenn er selenruhig über eine viel befahrene Straße in Vietnam latscht und in die Kamera moderiert. Ein Profi, aber auch ein Draufgänger, wenn es um die Sache geht:

Was macht Robert Hetkämper so außergewöhnlich in den heutigen Zeiten überall hektisch dreinschauender Journalisten? Es ist Hetkämpers Ruhe, die er einem in seinen Reportagen vergönnt. Dass er die dramatische Schlussnote eines jeden Satzes wie beim Schlusspfiff eines Fußballspiels oder dem letzten Takt einer Orchesteraufführung von sich gibt – man mag es. Er versteht es, Dramatik in seinen Reportagen zu vermitteln, ohne dramatisch zu sein. Das Schnaufen am Satzende genügt, der Blick durch seine Brille wird zur Brille des Zuschauers.

Ein Vierteljahrhundert Asien sieht man ARD-Korrespondent Robert Hetkämper an. Sein Lieblingsort scheint die „Kleine Sushi-Bar“ zu sein, von der er in seiner letzten Sendung als Asien-Chefkorrespondent der ARD berichtet:

Ohne ihn würde es das ARD-Studio in der aufstrebenden Metropole Singapur wohl eher nicht oder zumindest nicht qualitativ so hochwertig geben. 13 Jahre war er in Singapur, zuvor 10 Jahre in Tokio.

Robert Hetkämper berichtete jahrelang für Phoenix („Mein Ausland“), aber auch für den berühmten ARD „Weltspiegel“ oder die Sendungen „Gesichter Asiens“. Auch wir sagen Danke für so viele Jahre vorzügliche Asien-Reportagen von Robert Hetkämper und hoffen, dass er vielleicht an der einen oder anderen Stelle nach wie vor zu sehen sein wird.



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