Skip to main content
Donnerstag, 21. Juni 2018

Ein großer ARD-Korrespondent geht: Robert Hetkämper sagt tschüs mit „Meine kleine Sushi-Bar“

Er berichtete 25 Jahre aus Asien: ARD-Korrespondent Robert Hetkämper. Er berichtete 2004 vom Tsunami in Thailand, war aber auch beim Sturz des verrückten philippinischen Diktators Ferdinand Edralin Marcos dabei. Jetzt geht Hetkämper, einer der großen Meister seines Faches, in Rente.

Zum Abschied erhielten die Zuschauer am Sonntag den 21. Dezember auf Phoenix – wenigsten dort! – einen wunderbaren Film über Asiens Hotspots: Bangkok, Kuala Lumpur, Deutsch Guinea, Philippinen, Singapur. Dass Robert Hetkämper gerne isst, das sieht man dem Mann mit dem weißen Hut – sein Markenzeichen – mittlerweile an. Dass er auch mutig ist und die asiatische Kultur weiß zu nehmen, merkt man spätesten dann, wenn er selenruhig über eine viel befahrene Straße in Vietnam latscht und in die Kamera moderiert. Ein Profi, aber auch ein Draufgänger, wenn es um die Sache geht:

Was macht Robert Hetkämper so außergewöhnlich in den heutigen Zeiten überall hektisch dreinschauender Journalisten? Es ist Hetkämpers Ruhe, die er einem in seinen Reportagen vergönnt. Dass er die dramatische Schlussnote eines jeden Satzes wie beim Schlusspfiff eines Fußballspiels oder dem letzten Takt einer Orchesteraufführung von sich gibt – man mag es. Er versteht es, Dramatik in seinen Reportagen zu vermitteln, ohne dramatisch zu sein. Das Schnaufen am Satzende genügt, der Blick durch seine Brille wird zur Brille des Zuschauers.

Ein Vierteljahrhundert Asien sieht man ARD-Korrespondent Robert Hetkämper an. Sein Lieblingsort scheint die „Kleine Sushi-Bar“ zu sein, von der er in seiner letzten Sendung als Asien-Chefkorrespondent der ARD berichtet:

Ohne ihn würde es das ARD-Studio in der aufstrebenden Metropole Singapur wohl eher nicht oder zumindest nicht qualitativ so hochwertig geben. 13 Jahre war er in Singapur, zuvor 10 Jahre in Tokio.

Robert Hetkämper berichtete jahrelang für Phoenix („Mein Ausland“), aber auch für den berühmten ARD „Weltspiegel“ oder die Sendungen „Gesichter Asiens“. Auch wir sagen Danke für so viele Jahre vorzügliche Asien-Reportagen von Robert Hetkämper und hoffen, dass er vielleicht an der einen oder anderen Stelle nach wie vor zu sehen sein wird.



Das könnte Sie interessieren

Mittwoch, 13. Juni 2018

Nasa Embera Chamí -

Indigene Gemeinschaft in Kolumbien mit Waffen bedroht und vertrieben

AI, Kolumbien – Mehr als 200 Angehörige der indigenen Gemeinschaft Nasa Embera Chamí aus dem Reservat La Delfina im Westen Kolumbiens seien, teilt Amnesty International in einer Urgent Action mit, aus ihren Wohnorten vertrieben worden. Zuvor sei am 8. Juni 2018 ein Anschlag auf einen Bewohner der Gemeinde verübt worden. Dies zeige einmal mehr, dass die Menschen dort dringend mehr […]

Sonntag, 27. Mai 2018

Wegen "Loyalitätsbruch" -

Israel droht Palästinensischer Autonomiebehörde mit Verlust des Aufenthaltsrechts in Jerusalem

Vier Mitgliedern des Palästinensischen Legislativrats droht, teilte Amnesty International (AI) bereits Ende April 2018 mit, der Verlust ihres dauerhaften Aufenthaltsstatus in Jerusalem. Auf der Grundlage eines vom israelischen Parlament (Knesset) verabschiedeten Gesetzes sei das israelische Innenministerium befugt, Personen wegen mutmaßlichen „Loyalitätsbruchs“ das Aufenthaltsrecht zu entziehen. Das teilte die Menschenrechtsorganisation mit. Am 19. März habe der israelische Innenminister Arye Deri angekündigt, zwölf […]

Donnerstag, 10. Mai 2018

Morde in Kolumbien wegen Staudammprojekt -

Hugo Albeiro George Pérez neues Opfer

Kolumbien – Amnesty International (AI) weist in einer Urgent Agent darauf hin, dass in dem lateinamerikanischen Staat Kolumbien Umweltschützer massiv bedroht, eingeschüchtert, ja sogar ermordet würden. So sei ein Mitglied der Bewegung Ríos Vivos (Lebende Flüsse) am 2. Mai getötet worden. Das sei jener Tag, an welchem die Gruppe einen ganztägigen Protestmarsch gegen das Hidroituango-Staudammprojekt im Departamento Antioquia veranstaltet habe. Mitglieder der […]

Montag, 30. April 2018

Israel ermordete 39 Palästinenser: Amnesty fordert exzessive Gewalt umgehend einzustellen

Die international größte Menschenrechtsorganisation Amnesty International (AI) fordert in einer dringlichen Presseerklärung, dass Israel seine ‚exzessive Gewalt‘ gegen Palästinenser umgehend einstellen solle. Wir zitieren aus der Presserklärung: „Während am Freitag, dem 13. April 2018 die Proteste aufs Neue begannen, erklärte Amnesty International, dass die israelischen Behörden der Anwendung von übermäßiger und tödlicher Gewalt zur Unterdrückung palästinensischer Demonstrationen im Gazastreifen ein […]

Samstag, 14. April 2018

Bomben auf Syrien +++ Der schmutzige Krieg der USA, Frankreichs und Großbritanniens

Kommentar – Es gehört seit Jahrhunderten zum strategischen Repertoire ehemaliger westlichen Kolonialstaaten wie den USA, Frankreichs oder Großbritanniens, die Geschichte immer so umzuschreiben, dass man selbst mit einer angeblich sauberen Weste dasteht. Ganz nach dem Motto: Die Geschichte schreibt immer der Sieger. Das ist auch beispielsweise mit den Deutschbalten so. 1917, im Zuge der Russischen Revolution, die als „Februarrevolution 1917“ […]

Donnerstag, 12. April 2018

Razzia beim Trump-Anwalt: Wie das FBI in seiner Hexenjagd auf Trump den Rechtsstaat zerstört

Kommentar – Es ist schon unglaublich,wie fachlich unwissend, flach und teils sogar falsch Deutschlands, aber auch die sonstigen weltweiten Massenmedien, über die aktuelle Razza bei einem Rechtsanwalt des US-Präsidenten Donald Trump, bei Michael Cohen, berichten. Sie schwafeln davon, wonach die amerikanische Bundespolizei FBI wegen Trump eine Razzia bei seinem Anwalt gemacht habe. Ganz so, als ob die Razzia wegen Trump […]


Keine Kommentare vorhanden


Du hast eine Frage oder eine Meinung zum Artikel? Teile sie mit uns!

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*
*