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Dienstag, 21. Mai 2019

Sorge um Ex-Bundeskanzler Helmut Schmidt: Auf Intensivstation Krankenhaus St. Georg in Hamburg

Er ist eine deutsche, eine internationale und eine Hamburger Institution: Der ehemalige deutsche Bundeskanzler Helmut Schmidt (SPD). Jetzt berichtet das in aller Regel bezüglich Helmut Schmidt gut unterrichtete Hamburger Abendblatt (HA), dass Schmidt auf der Intensivstation eines Hamburger Krankenhauses liege. Viele fragen sich bang: Müssen wir uns Sorgen um Schmidt machen?

Die Wahrheit ist: Bei einem 96-Jährigen, der ins Krankenhaus kommt, auf die Intensivstation, ist die Lage immer potentiell lebensbedrohlich. Das Hamburger Abendblatt schreibt: „Die Sorgen um den früheren Bundeskanzler Helmut Schmidt nehmen zu. Nachdem der 96-Jährige bereits vor gut drei Wochen stationär behandelt werden musste, liegt er seit Dienstag erneut im Krankenhaus St. Georg – diesmal auf der Intensivstation. Grund ist ein Gefäßverschluss im rechten Bein.“

Ein vom Abendblatt nicht näher definierter Freundeskreis des ehemaligen SPD-Kanzlers lässt sich mit den Worten zitieren, wonach „keine akute Lebensgefahr“ bestehe“. Dennoch sehe es „gar nicht gut aus“.

Derzeit, heißt es weiter, prüfe man, ob der Gefäßverschluss von Helmut Schmidt so geheilt werden kann oder nur im Rahmen einer Operation. Das ist zwar in Zeiten, wo selbst 95-Jährigen Frauen noch neue Herzklappen in Deutschland erhalten, grundsätzlich kein Problem. Doch es hängt von der Gesundheit des jeweiligen Patienten ab. Bei einem Vielraucher wie Helmut Schmidt gilt eine Gefäßverschluss-Operation als „hochgradig kompliziert.“ Zwar habe man am Dienstag spontan einen Katheder eingesetzt, doch habe dies den Gesundheitszustand des Altkanzlers nicht positiv dauerhaft beeinflussen können.

Schmidt war nach einem Besuch am Dienstag durch seinen langjährigen „Leibarzt“ und Vertrauten, Professor Heiner Greten, umgehend von seinem Privathaus in Langenhorn bei Hamburg ins Krankenhaus eingewiesen worden. Das Hamburger Abendblatt schreibt, wonach im berühmten Hamburger Krankenhaus St. Georg derzeit Professorin Sigrid Nikol für Schmidt zuständig sei. Nikol ist Chefärztin der Angiologie, dem Herz-, Gefäß- und Diabeteszentrum.

Schon einmal in den vergangenen drei Wochen, am 7. August 2015, war Schmidt auf das Krankenhaus St. Georg verbracht worden. Damals hieß es, der Altkanzler habe vermutlich zu wenig getrunken, was ihm angesichts des Sarah-Sommers nicht gut bekommen habe. Bereits nach zwei Tagen konnte aber Helmut Schmidt wieder aus dem Krankenhaus entlassen werden. Die vergangenen Jahrzehnte machte Schmidt vor allem auch als politisch interessierter Herausgeber der Wochenzeitung DIE ZEIT Schlagzeilen – neben der langjährigen im Jahr 2002 verstorbenen Co-Herausgeberin Marion Gräfin Dönhoff.



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