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Montag, 25. Juni 2018

Offenbachs Fußball-Schläger politisch motiviert, als er Mark Herbert querschnittsgelähmt prügelte?

Kommentar – Als das ZDF Aktenzeichen xy ungelöst am Mittwoch den 12. August gegen 21 Uhr von dem unfassbar bösen und brutalen Anschlag auf Mark Herbert, 23, ein Fußballfan aus Offenbach berichtete, wurde in der Sendung klar: Hier decken unzählige in der Fußballszene in Offenbach einen stadtbekannten Schläger.

Denn der Name des laut Phantombild bullig aussehenden Täters ist bekannt – es getraute sich nur niemand als Zeuge nicht anonym gegenüber der Kriminalpolizei Offenbach aufzutreten.

Doch genau diese Angst vor dem eigenen Mut macht einen strafrechtlichen Zugriff auf den hoch kriminellen Tatverdächtigen unmöglich, auch eine Gerichtsverurteilung, die es in einem Rechtsstaat nach einer solchen Tat immer geben sollte, ja geben muss.

Mittlerweile erreichten uns zahlreiche Kommentare, die wir alle auch veröffentlicht haben. Gleichzeitig erreichte uns ein anonymer Hinweis, der ins Spiel bringt, es könne sich auch um einen politisch-kulturell motivierten Tötungsanschlag im Falle Mark Herbert handeln. Wir halten diesen Hinweis für sehr wichtig und möchten ihn deshalb nicht vorenthalten.

In einem Rechtsstaat dürfen solche unfassbar bösen Taten nicht ungeahndet bleiben, sagte im ZDF sinngemäß der zuständige Kripobeamte. Aus diesem Grunde können auch wir nur appellieren: Egal in welcher Fankurve und politischem Lager jemand steht, einen solch brutalen menschenverachtenden Schläger darf man nicht decken – auch nicht aus falsch verstandener Ehre, wie es die Kripo im ZDF vermutete. Ob rechts oder links, deutsch oder nicht-deutsch, mit oder ohne Immigrationshintergrund: Die Achtung vor dem Leben gilt für alle – auch für die, mit denen man vielleicht nicht in allen Belangen übereinstimmt oder gar gegenteiliger Meinung ist.

Weitere Kommentare zu dem schrecklichen Fall des Mark Herbert sind erwünscht und scheinbar notwendig. Der junge Mann Mark Herbert sitzt nicht nur bis an sein Lebensende an Geräte gefesselt im Rollstuhl. Obendrein scheint er durch den unfassbar bösen und diabolisch-angetriebenen Anschlag auch spastische Lähmungen an den Händen erlitten zu haben.

Wenn wir an einen Rechtsstaat glauben und hoffen, dass uns der Rechtsstaat in Deutschland in der Not auch hilft, müssen wir alle auch dem Rechtsstaat helfen und als Zeuge mutig auftreten und darauf vertrauen, dass der Staat und die Gesellschaft den Mut belohnen, aber auch das Leben unseren Mut belohnt. Wer nach der ZDF-Sendung Aktenzeichen xy ungelöst vom 12. August 2015 (YouTube-Video ab circa Minute 43.30) in Offenbach oder Umgebung immer noch wegschaut und versucht zu vergessen, der tut das, was die Deutschen mit den Juden taten, als sie vergast wurden. Doch Unrecht bleibt immer Unrecht und wir müssen hinschauen und uns gegen Unrecht stellen.

Ohne Gott gibt es kein Leben. In jedem Leben, in jedem Menschen ist Gott. Wer Leben versucht durch Gewaltanwendung auszulöschen, handelt teuflisch, wendet sich gegen das Göttliche in jedem Lebewesen – sei das Werk Gottes vollkommen oder vielleicht auch einmal vom Pfad abgekommen. Wir dürfen Anschläge auf das was Gott auch verkörpert – nämlich jedes menschliche Lebewesen – nicht durchgehen lassen. Wir müssen dem Guten und Gerechten verhelfen auf dieser Welt, dass es sich Gehör verschaffen kann – das gilt gerade jetzt auch in Offenbach.

Es gilt gerade deshalb für Offenbach, da in dieser Stadt schon einmal eine Unschuldige zu Tode geprügelt wurde – die 22-jährige türkische Studentin Tugce Albayrak. Die Zeugen, die helfen können, dass die unglaublich böse Tat an dem jungen 23-Jährigen Mark Herbert endlich juristisch geahndet werden kann, müssen endlich den Mut finden, sich nicht länger hinter ihrer Anonymität zu verstecken, sondern müssen sich der Kripo in Offenbach anvertrauen. Das Gute in der Welt kann nur leben, wenn jeder einzelne sich mutig gegen das Böse und gegen die böse Tat stellt.

Da wir es für die Aufklärung dieses schwerkriminellen Anschlags gegen Mark Herbert für wichtig halten, veröffentlichen wir einen – an besonders üblen Stellen von der Redaktion allerdings gekürzt – unfassbar hassgeladenen, kalten und menschenverachtenden Kommentar, den eine Person – wohl ein Mann mit höherer Bildung – uns zusendete. Dabei verwendete der Kommentarschreiber (oder die Kommentarschreiberin) eine anonyme feige Wegwerf-EMail-Adresse, weshalb wir diese hier mit veröffentlichten (ansonsten würden wir das niemals machen, da dem der hohe Datenschutz zu Recht entgegensteht, welcher für uns sehr wichtig ist). Wir haben uns sehr schwer mit der Entscheidung getan, glauben aber, dass es derzeit und eingebettet in diesen Gesamt-Artikel doch richtig ist:

Kommentar, „13.08.2015, 22:23, Autor Mark H., e-Mail markh@byom.de: „Sind wir doch mal ehrlich. Mark Herbert hat es doch verdient! Er ist selber der …. (Anmerkung Red: haben wir gekürzt) … hier! – Der angebliche Täter hat doch nur das Rechte getan! Zum Glück gibt es solche aufmerksameen Mitbürger, die sich um… (Anmerkung Red: haben wir gekürzt) … kümmern. Statt ihn zu verfolgen, verdient er das Bundesverdienstkreuz und sollte geehrt werden.“

Es steht völlig außer Frage, dass wir uns von solch ekligen hetzerischen Kommentaren komplett distanzieren. Doch sind wir fest davon überzeugt, dass eine Öffentlichkeitsmachung solchen Gedankenguts hilft, die Hintergründe zu diesem schwerkriminellen Anschlag aufzuklären. Wir entschuldigen uns ausdrücklich bei Mark Herbert und hoffen, dass wir seine Erlaubnis haben, einen solch diabolischen Kommentar, der nicht nur üble Nachrede, ehrverletzend und bösartig ist, sondern aus dem pure Hetze und eiskalte Menschenverachtung spricht, zu veröffentlichen. Wir glauben, dieser Kommentar ist ein weiteres entscheidendes Mosaik, welches zur Motivation dieser diabolischen Tat viel aussagt und damit ein sehr wichtiger Hinweis zur Aufklärung rund um den Tatverdächtigen ist.

Diese Mitteilung machte bereits am Donnerstag die Pressestelle der Kripo Offenbach:

„(mm) Das Zweite Deutsche Fernsehen (ZDF) berichtete am Mittwochabend in seiner Sendung ‚Aktenzeichen XY’ über das versuchte Tötungsdelikt an Mark Herbert beim Aussichtsturmfest 2012 in Offenbach-Bieber. Während der Sendung sind bei ‚Aktenzeichen XY‘ zahlreiche Anrufe eingegangen. Auf der Hotline der Kriminalpolizei Offenbach gingen während sowie nach der Sendung bis in die frühen Morgenstunden gut 20 Hinweise ein. Die Mitteiler hatten sich diesmal auch größtenteils mit Namen gemeldet. Diesen Hinweisen geht nun die Polizei nach.

Weitere Zeugenhinweise werden auf der Telefon-Hotline der Kriminalpolizei Offenbach unter der Rufnummer 069 8098-1234 entgegengenommen. Die Zuschauer waren offensichtlich vom Schicksal des Mark Herbert so sehr betroffen, dass sie spontan von sich aus eine Belohnung ausloben wollen. Der Betrag beläuft sich mittlerweile auf über 10.000 Euro.“

Weitere Hintergründe in dem Artikel: „ZDF Aktenzeichen xy: Offenbach deckt schwerkriminellen Fußball-Schläger, der 23-Jährigem Mark Herbert das Genick brach“



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Kommentare (2)


Taja Na 1. September 2015 um 12:21

„…erreichte uns ein anonymer Hinweis, der ins Spiel bringt, es könne sich auch um einen politisch-kulturell motivierten Tötungsanschlag im Falle Mark Herbert handeln. Wir halten diesen Hinweis für sehr wichtig und möchten ihn deshalb nicht vorenthalten.“

Du meinst, man hat Dir anonym ein Gerücht gesteckt, dass Du auf den Wahrheitsgehalt zwar nicht überprüfen kannst oder willst. Es passt Dir aber soweit ins Bild, dass Du das einen „Hinweis“ nennst.

Die Beiträge von Herrn „S.“ zu diesem schrecklichen Verbrechen sollte man in der Schule besprechen wenn es darum geht seriöse Meldungen von Stimmungsmache und Gerüchteschleudern zu unterscheiden.

Worum gehts Herrn „S.“ hier überhaupt?

Wollte er die Geschichte seriös berichten, dann würde er recherchieren und versuchen an belastbare Fakte zu kommen. Das ist nicht sein Interesse.
Es sieht eher so aus, als möchte er seine These bestätigt sehen. Hört er Gerüchte, die ihm passen, dann nennt er die „Hinweise“.

Selbst bei BILD wäre man mit so einer Einstellung noch am ersten Tag rausgeschmissen.

Antworten

JürgenM 20. August 2015 um 10:49

Hallo!
Für mich ist einfach nicht klar warum es keine Gegenüberstellung gibt…die 2 Kumpels des Opfers haben den Schläger ja gesehen dann müssen Sie doch nur sagen der war`s und Ende…weiß nicht wo das Problem liegt.

Antworten

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