„Lausitzer Rundschau“ von feigen Nazis angegriffen in Spremberg

Mehrere Medien berichten, wonach aus dem „rechten Spektrum“ die Redaktionsräume der angesehenen Lokalzeitung „Lausitzer Rundschau“ im brandenburgischen Spremberg angegriffen worden seien. Angeblich seien auf die Bürofenstern der Redaktion rechte Parolen geschmiert worden. Beobachter werten dieses als offensichtlichen Versuch, die redaktionelle Unabhängigkeit der Journalisten zu bedrohen.

Bereits im Jahr 2012 sei die Lokalredaktion der „Lausitzer Rundschau“ schon einmal Ziel von rechten Übergriffen geworden, berichten mehrere Medien. Damals sollen sogar angeblich Hakenkreuze und angeblich antisemitische Parolen an die Fenster geschmiert worden sein. Außerdem sollen sogar Tier-Innereien am Redaktionsschild befestigt worden sein – ein Versuch damit an mafiaähnliche Symboliken zu erinnern:

Auch dieses Mal heißt es wieder, seien Hakenkreuze und Parolen wie „Juden, kill them“ sowie Sprüche wie „wir kriegen euch alle“ an die Redaktionsfenster gesprüht worden, heißt es.

Derweil ließ sich Chefredakteur Johannes M. Fischer mit den Worten zitieren, wonach es in Lausitz viele Bürger gebe, die sich aktiv für eine offene Bürgergesellschaft und Demokratie einsetzten.

Dennoch, sagte er, schließe dies „leider nicht aus, dass es immer wieder kleinen Gruppen politisch Verwirrter gelingt, ihre hässlichen Gedanken an die Wand zu schmieren“. Außerdem müsse man „mehr gegen die Bekämpfung verbrecherischer Ideologien, die auch vor Mordaufruf nicht Halt machen, getan werden“.

Kritisch äußerte sich auch Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD). Er sagte, wonach der wiederholte Anschlag auf die Redaktion eine „ungeheuerliche Provokation“ sei. Gleichzeitig kündigte er an, wonach die Polizei aufgefordert sei und alles tun werde, um diesen Übergriff aufzuklären. Sein Respekt gelte der Redaktion der Lausitzer Rundschau, welche sich „nicht einschüchtern“ lasse.

Ähnlich äußerte sich Brandenburgs Innenminister Ralf Holzschuher (SPD). Auch er sagte, wonach es sich um einen „feigen Anschlag auf die Pressefreiheit und damit auf die Demokratie“ gehandelt habe. Es sei bekannt, wonach die „Lausitzer Rundschau“ sich aktiv engagiert gegenüber der rechtsradikalen Szene gezeigt habe, was ihr nun den Hass der rechten Szene eingebracht habe:

Die Lausitzer Rundschau sei „in vorbildlicher Weise unerschrocken, investigativ und kritisch“ in ihrem Versuch, „über Strukturen und Akteure der rechtsextremen Szene in der Lausitz zu berichten“. Dies verdiene die Solidarität aller in der Demokratie.

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