Jordanien: CNN zeigt Hinrichtungsvideos von Isis nicht

In einem Statement erklärte der internationale CNN-Chefredakteur, Tony Maddox, CNNI Executive V.P. Managing Director, wonach man Hinrichtungs-Videos der Verbrecherorganisation Isis („Islamischer Staat“) auf dem weltweit verbreiteten TV-Sender CNN nicht zeigen werde. Das gelte auch für ein aktuelles Video, das die öffentliche minutenlange Verbrennung eines gefangen genommenen jordanischen Piloten zeigt.

Als Begründung gab er an: „Wir machen uns nicht zum Steigbügelhalter dieser Leute, indem wir auch noch ihre Videos zeigen“, sagte der CNN-Verantwortliche am Mittwoch auf CNN:

Tony Maddox ist als Executive Vice President und Managing Director von CNN International für potentielle 286 Millionen Haushalte und Hotelzimmer verantwortlich.

Im Fachjargon der Medien wird eine solche Reichweite als „Technische Reichweite“ bezeichnet, ohne dass sich die genaue Zuschauerzahl tatsächlich ermitteln lässt.

Zu dem von Tony Maddox verantworteten TV-Network gehören fünf unterschiedliche Programme: CNN English, CNN en Español sowie Joint Ventures CNN-IBN, CNN Turk und CNN Chile. In der Gründung sind zudem die Joint Ventures CNN Philippines und CNN Indonesia. CNN Germany wurde auf Grund zu weniger Werbekunden wieder eingestellt.

Das Video, welches CNN nicht ausstrahlen möchte, zeigt folgende Szene, die das Antikriegsportal kriegsberichterstattung.com auf YouTube nur noch bruchstückhaft finden konnte, da YouTube scheinbar zahlreiche Videos der widerlichen Hinrichtung doch von der Plattform nahm:

Ein Anführer der Verbrecherorganisation Isis – auch bekannt als „Is“ oder auf arabisch “ داعش („Daash„, beziehungsweise „Daesh„) – zündete auf einer staubigen Straße eines vom Isis-Terror zerstörten Stadtteils den jordanischen Piloten Moaz Kasasbeh mit einer Lunte an. In Arabisch lautet der Name des ermorderten Piloten ‫‏.معاذ الكساسبة

Zuvor musste der gefangen genommene jordanische Pilot in einer orangenen Gefangenenkleidung an rund 30 vermummten mit Maschinenpistolen und einheitlicher Militär-Tarnkleidung ausgerüsteten Isis-Verbrechern, die sich in einer Reihe aufgestellt hatten, vorbeilaufen.

Bei lebendigem Leibe in einem Käfig verbrannt

Anschließend ist zu sehen, wie der junge Pilot, dessen Kleidung scheinbar mit Benzin getränkt ist, verzweifelt im Käfig rennend versucht, den Flammen an seinem Körper zu entkommen und im Käfig im Kreis rennt und mit den Händen versucht, die Tausenden Flammen auszuklopfen. Dann fällt er auf seine Knie, hält sich mit den Händen die Schläfen und verbrennt in einem minutenlangen Mörderszenarium.

Deshalb richtete nun Jordanien seinerseits in der Nacht zum Mittwoch die in Haft befindliche Angehörige der Terrormiliz „Islamischer Staat“, Sadschida al Ridschawi, hin. Außerdem sei ein weiterer Isis-Gefangener in Jordanien nun hingerichtet worden.

Welche Auswirkungen die Hinrichtungen von gefangenen Is-Verbrechern in Jordanien auf die Stabilität in der Region haben, ist noch nicht klar.

Die bekannte CNN-Reporterin Becky Anderson erklärte aus Jordanien, wonach die Jordanier sehr geschockt seien, dass der jordanische Pilot Moaz Kasasbeh von der Verbrecherorganisation Isis hingerichtet worden ist. Die Stimmung in der jordanischen Bevölkerung lasse sich mit den Worten zusammenfassen, wonach man die jordanische Regierung auf Vergeltung dränge.

Mit Isis verbunden ist auch die Terrororganisation El Nusra, welche wieder dem Spektrum der vom Westen unterstützten „Freien Syrischen Armee“ (Free Syrian Armee) zugeordnet wird. El Nusra macht in Syrien Jagt auf die Minderheitengruppe unter islamischen Gläubigen, auf die Aleviten (bekannt auch als Alewiten).

Die Köpfungen sind oft widerliche Gemetzel im Nacken der Opfer mitten auf den Straßen

Geraten Aleviten in die Hände von El Nusra, werden auch diese öffentlich geköpft und brutal hingerichtet. Die Opfer, oft ganz normale Zivilisten, Familienväter, müssen sich öffentlich auf die Straße legen und ihre Köpfe auf Backsteine legen, ehe ein Isis-Verbrecher mit einem Dolch versucht die Opfer zu köpfen. Oftmals artet das in ein widerliches Gemetzel aus, da der erste Schlag nicht zur Köpfung führt und Blut aus dem aufgeschlagenen Menschen-Nacken spritzt.

Erst mehrmaliges Nachhacken durch die Isis-Verbrecher trennt dann manchmal den Kopf an. In vielen Fällen baumelt der Kopf aber noch am Körper. In solchen Fällen werden die Opfer dann erschossen – nicht aber aus Mitleid, sondern da sich die Isis-Verbrecher vor ihren eigenen Taten wohl doch in gewisser Weise ekeln.

Saad Hariri (arabisch: ‏ سعد الدين رفيق الحرير), der frühere libanesische Premierminister (PM) erklärte, wonach man sich dem Isis-Terror nicht beugen werde. Ähnlich hatte sich Sheikh Abdullah bin Zayed Al Nahyan (arabisch: ‏عبد الله بن زايد آل نهيان‎), der Außenminister der Vereinigten Arabischen Emirate, also der UAE Foreign Minister geäußert.

Sowohl Jordanien, wie die Vereinigten Arabischen Emirate sind keine Demokratien, sondern letztlich absolutistisch geführte Staatensysteme, wobei die Herrscher, die sich als Könige bezeichnen, über entsprechende Vollmachten verfügen:

Dennoch gelten sowohl Jordanien wie die Vereinigten Arabischen Emirate (unter anderem Dubai, Abu Dhabi) als gemäßigt regiert, auch ist der Wohlstand zumindest der Emeriti als auch der Jordanier im Fokus der Regierenden.

Auch ist ein gemäßigter Ausgleich zwischen der islamischen Welt und der westlichen Welt Regierungs-Ausrichtung. Hinrichtungs-Video ansehen:

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