Terroranschläge mit 91 Toten / darunter viele Kinder und Jugendliche

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Das skandinavische Land Norwegen sieht sich den schlimmsten Terroranschlägen seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges 1945 ausgesetzt. Auf der kleinen Insel Utöya seien 84 Menschen, darunter viele Kinder und Jugendliche, von einem 32-Jährigen Mann mit einem Maschinengewehr erschossen worden, berichten staatliche norwegische Stellen. Der Maschinengewehr-Schütze wurde festgenommen. Es handele sich um einen blonden Norweger, der möglicherweise auch Verbindungen zu rechtsextremistischen Kreisen unterhalte, wird berichtet. Bestätigungen hierfür gibt es bislang nicht.

Fast zeitgleich mit der Tötung der Jugendlichen und Kinder explodierten riesige Sprengsätze im Regierungsviertel von Oslo, die mehrere Gebäude zerstörten und sieben Menschen töteten, teilte die norwegische Regierung mit. Ob der 32-Jährige Maschinengewehr-Schütze auch für die Anschläge auf das Regierungsviertel in Oslo verantwortlich ist, steht noch nicht fest. Vermutungen sahen auch Gruppierungen rund um Al-Qaida oder der libyschen Regierung als mögliche Verursacher an. Norwegen ist Bestandteil der NATO-Kriegstruppen, die seit Monaten schon mehr als 20.000 Bomben auf den souveränen Staat Libyen abgeworfen haben dürfte und nach Schätzungen von kriegsberichterstattung.com dadurch mehr als 10.000 libysche, überwiegend junge, Soldaten und Hunderte Zivilisten umgebracht haben dürfte.

Die westlichen Regierungen, darunter die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sowie U.S-Präsident Barack Obama (Demokraten), möchten mit den kriegerischen Angriffen den seit über 40 Jahren amtierenden libyschen autokratisch regierenden Machthaber Muammar al-Gaddafi gewaltsam zum Machtverzicht bewegen oder anderweitig – möglicherweise auch durch eine NATO-Tötung – beseitigen.

Damit verstößt die NATO, die auch von Deutschland jährlich mit vielen Hundert Millionen Euro finanziert wird, nach Ansicht von kriegsberichterstattung.com eindeutig gegen eine UNO-Resolution vom Frühjahr 2011. Sie hatte zwar der Einrichtung einer Flugverbotszone sowie den Schutz der libyschen Bevölkerung vor Angriffen der libyschen Staatsführung genehmigt, nicht aber das gewaltsame Eingreifen in den libyschen Bürgerkrieg. Staaten wie China, Südafrika, Venezuela oder Russland haben bislang erfolglos versucht, die NATO vom ihren Bombenattacken auf Libyen abzuhalten. Besonders der russische Premierminister Wladimir Putin hat die NATO mehrfach scharf für ihr Vorgehen in Libyen kritisiert. Die NATO zeige seit Monaten, wird kritisiert, dass Gewalt als Mittel der politischen Auseinandersetzungen wieder hoffähig sei.

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