Skip to main content
Sonntag, 21. April 2019

Orang-Utan-Wald brennt lichterloh auf Sumatra

Er ist bekannt als Orang-Utan-Wald. Seit Wochen brennt er nun schon – der Torfsumpfwald Tripa, eben auch bekannt als Orang-Utan-Wald. Er liegt wunderbar an der Westküste der indonesischen Insel Sumatra, welche auch für große Vulkanausbrüche weltberühmt ist.

Im Orang-Utan-Wald lebten einst 6000 dieser Menschenaffen-Spezies. Wie viele es nach dem großen Brand noch sind, weiß heute niemand. Doch eines scheint klar: Möglicherweise werden Hunderte der Orang Utans den furchtbaren Brand mit dem Leben bezahlen. Es gibt Schätzungen, wonach es im Orang-Utan-Wald derzeit mehr als 100 Brandherde geben könnte. Das sind bei weitem zu viele, als dass der Mensch sie ohne weiteres löschen könnte – auch nicht mit modernster Löschtechnik.

Kommt es dem Möbelgeschäft zu Gute?

Warum nun der weltberühmte Orang-Utan-Wald brennt, ist nicht klar. Einige sagen, es könne sich auch um vorsätzliche Brandsätze handeln. Der Wald ist ein sensibles Ökosystem, das nun zerstört wird – und mit ihm unzählige Orang-Utan-Affen. Schon seit Jahren weicht sein Lebensraum zu Gunsten riesiger Palmöl-Plantagen. Die Firma PT Kallista Alam hat in dem Waldgebiet die Genehmigung Holz zu fällen.

Dass der Wald nun brennt, komme letztlich, vermuten Umweltschützer, durchaus der Industrie zugute – nach dem Motto: Wo es keinen Wald mehr gibt, gibt es auch nichts zu schützen, auch keinen Orang-Utan-Wald. Deshalb stehe dem industriellen Holzanbau auf der Insel Sumatra auch nichts mehr entgegen. Das feucht-warme tropische Klima ist hierfür ideal. Auf Sumatra lebten einst rund 6.600 Orang Utans. Wie viele der Menschenaffen die zahlreichen Brände überleben werden, ist noch nicht klar. Umweltschützer sind weltweit bestürzt.



Kommentare (1)


florianaoko 12. April 2012 um 9:32

Die ganze Wahrheit hier…

http://www.youtube.com/watch?v=BZGrVSWosNo
http://www.youtube.com/watch?v=JDMHqds6htk
http://www.youtube.com/watch?v=fKWc_3qP_BE

Antworten

Du hast eine Frage oder eine Meinung zum Artikel? Teile sie mit uns!

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*
*


Das könnte Sie interessieren

Freitag, 12. April 2019

Kamera im USB-Stick

Wikileaks US Botschaften Einkaufsliste anlässlich der Verhaftung von Julian Assange

Anlässlich der Verhaftung von Julian Assange, des „australischen politischen Aktivisten, investigativen Journalisten, ehemaligem Computerhackers, Programmierers und Sprechers der Enthüllungsplattform WikiLeaks“ (O-Ton Wikipedia Deutschland) publizieren wir hier die letzte Pressemeldung, welche Wikileaks im Dezember 2018 auf seiner deutschen Plattform publizierte. Assange hatte sieben lange Jahre seines Lebens geopfert, um für sein Projekt, die maximale Transparenz auf Regierungsebene über die Enthüllungsplattform Wikileaks […]

Sonntag, 07. April 2019

Deutsch Ostafrika

Ehemalige deutsche Kolonie Ruanda – 800.000 Menschen wurden 1994 ermordet

Es ist einer der schlimmsten Völkermorde auf dem afrikanischen Kontinent: Jener, den fanatische Hutu 1994 an rund 800.000 Menschen in Ruanda, einer ehemaligen deutschen Kolonie (Deutsch-Ostafrika) begangen haben sollen. Noch heute erinnert man sich beispielsweise in der Ortschaft Mabare an den April 1994. Es war der Beginn vor der langen Regenzeit. Die Berghänge, schreibt Al Jazeera auf seinem Onlineportal aljazeera.com, hätten […]

Montag, 25. März 2019

Israel lässt Ayman Nasser seit 30 Jahren regelmäßig im Gefängnis schmoren

Amnesty International berichtet, wonach am 10. März 2019 ein israelische Militärgericht in den besetzten palästinensischen Gebieten eine Haftverlängerung für den NGO-Mitarbeiter Ayman Nasser angeordnet habe. Die Haft gegen Ayman Nasser werde um lange weitere sechs Monate aufgestockt. Die Haft setzt eine lange Kette von vorherigen Verhaftungen des Menschenrechtlers in den vergangenen 25 Jahre fort. Amnesty moniert, dass der NGO-Mitarbeiter bereits […]

Donnerstag, 24. Januar 2019

Israel schickt Beduine Sayyah Abu Mdeighim al-Turi 10 Monate ins Gefängnis

In einer Urgent Action teilt Amnesty International (AI) mit, wonach am 25. Dezember 2018 Scheich Sayyah Abu Mdeighim al-Turi eine zehnmonatige Haftstrafe in Israel habe antreten müssen. Amnesty schreibt zu dem Gerichtsurteil, dieses sei auf Grund der Tatsache gefällt worden, da der Verurteilte seine Rechte auf Meinungs- und Versammlungsfreiheit für ein Beduinendorf wahrgenommen habe. Sayyah Abu Mdeighim al-Turi büße seine Haftstrafe derzeit […]

Mittwoch, 16. Januar 2019

Prozess, Alfamir Castillo

Schüsse auf Aktivistin in Kolumbien wegen Armee-Mordvorwürfen

Am 11. Januar 2019 hätten zwei Unbekannte in der Gemeinde Pradera im Süden von Kolumbien auf das Auto der Aktivistin Alfamir Castillo geschossen. Der Täter habe von einem Motorrad aus geschossen. Das berichtet nun Amnesty International Deutschland. Das Anschlags-Opfer sei in Begleitung ihres Mannes und zweier LeibwächterInnen gewesen, welche von der „Behörde für Schutzmaßnahmen“, der „Unidad Nacional de Protección“ gestellt […]

Samstag, 08. Dezember 2018

Wegen Land

Kolumbien – Menschenrechtsverteidiger Enrique Cabezas mit Mord bedroht

Amnesty International teilt in einer Urgent Action mit, wonach Enrique Cabezas, der Leiter der „Kollektivs Afro-Kolumbianischer Gemeinschaften“ in Curvaradó im Departamento Chocó im Westen Kolumbiens bedroht werde. Auch Morddrohungen stünden im Raum. Grund: Er setze sich für die Landrechte einiger kolumbianischen Gemeinden ein. Zudem kämpfe er für das Recht der dort lebenden Menschen sich aus einem seit Jahren bestehenden bewaffneten […]