Skip to main content
Montag, 20. Januar 2020

Syrien: Zweite UNO-Resolution verabschiedet – 300 Blauhelme im Anmarsch

Die zweite Syrien-Resolution steht kurz vor dem Abschluss und wurde bereits als Entwurf vom UNO-Sicherheitsrat beschlossen. Demnach sollen insgesamt 300 Blauhelme im Auftrag der UNO in Syrien helfen, den Frieden zu wahren. Sie sollen dazu beitragen, dass nachhaltig die kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen den Regierungstruppen von Präsident Baschar al-Assad und den militärisch agierenden regierungs-gegnerischen Söldnertruppen, aber auch einer militärisch ausgerüstete Oppositionsbewegung, unterbleiben. Damit soll das Leben von Zivilisten geschützt werden.

Bemerkenswert: Selbst Russland war mit dem Entwurf zur Resolution zufrieden. Das russische Reich hatte sich noch vor Wochen vehement dagegen gewehrt – gemeinsam mit China. So wird der russische Botschafter Witali Tschurkin mit den Worten zitiert, die Syrien-Resolution sei in den Reihen des UNO-Sicherheitsrats einstimmig gefallen.

Wie üblich, so auch in diesem Fall, schwadronierte die UNO-Vertreterin der USA, Susan Rice, davon, man warte nun „auf Anweisungen aus den Hauptstädten“. Rice gilt als aggressive Verfechterin von NATO-Angriffskriegen gegen Länder in Krisengebieten, die nicht auf eine Reihe mit den Vorstellungen des Westen zu bringen sind. Das war schon in Libyen so und ist auch im Iran und Syrien so.

Westen wird misstraut

Sie geht jedoch Hand in Hand mit einer neuen aggressiven EU-Politik, die ebenfalls tendenziell kriegerisch ausgerichtet ist, obendrein aber auch rigoros unliebsame Länder – wie Iran oder Syrien – durch Embargos wirtschaftlich in die Knie zwingen möchte.

Auch in der Syrien-Resolution geht die EU weiter, als beispielsweise Russland. So fordert die EU, die Blauhelme müssten Syrien in Hubschraubern oder anderen militärischen Flugmaschinen überfliegen dürfen. Doch den angeblich nur friedlichen Flugaktionen des Westens über Krisengebiete weiß die Welt spätestens seit dem Libyen-Massaker der NATO im Jahr 2011, zu misstrauen.

Auch damals hieß es, die UNO wolle keinen Krieg sondern würde nur mittels der NATO eine Flugverbotszone durchsetzen. Die Flugverbotszone artete dann in schrankenlose Massenbombardements des Westens gegen Getreue des Regierungschefs Muhammed al Gaddafi und dessen Ermordung aus. Am Ende standen mindestens geschätzte 50.000 Tote.
Bereits vergangene Woche hatte der UNO-Sicherheitsrat ein Mandat für die Entsendung von 30 Blauhelmen nach Syrien unterzeichnet. Schon damals war bekannt, dass die UNO-Truppe der Blauhelme auf bis zu 280 oder 300 in Syrien aufgestockt werden könnte.



Keine Kommentare vorhanden


Du hast eine Frage oder eine Meinung zum Artikel? Teile sie mit uns!

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*
*


Das könnte Sie interessieren

Samstag, 28. Dezember 2019

Italien, Mailand:

Organisierte Rip Deal Kriminalität stiehlt österreichischem Makler 23.000 Euro

Ein österreichischer Immobilienmakler einer bekannten internationalen Maklerkette wurde im Frühjahr 2019 Opfer eines Immobilien Rip Deals. Das schrieb er uns nun, sichtlich immer noch unter Schock. Im Rahmen des Finanzbetrugs wurde er in einem Kaffee in Mailand von den Gangstern um 23.000 Euro in bar betrogen. Der Rip Deal wurde im Rahmen der Organisierten Kriminalität mal wieder über die Niederlande […]

Samstag, 28. Dezember 2019

Gegen US-Strafverfolgung

Brief an Journalist Julian Assange von NoWar2019

Die vierte Jahreskonferenz der NGO-Organisation «World BEYOND War» (worldbeyondwar.org), hat bereits am 4. und 5. Oktober 2019 in Limerick, Irland, einen Brief verfasst, welcher die US-Strafverfolgung des Journalisten und Verlegers Julian Assange massiv kritisiert. Wir haben diesen Brief aus dem Englischen ins Deutsche übersetzt und geben ihn euch hier zur Kenntnis: „Wir sind Ihnen dankbar für die Arbeit, die Sie […]

Freitag, 11. Oktober 2019

Menschenrechte

Kasachstan lässt Serikzhan Bilasham frei: Er darf China aber nicht mehr kritisieren

Egal ob in entlegensten Ortschaften in Afrika oder eben im russischen Nachbarland Kasachstan: China ist überall und macht überall Geschäfte. Das hat nun auch Serikzhan Bilasham zu spüren gekommen. Er war verhaftet worden, da er öffentlich zu laut in Kasachstan die mangelnden Menschenrechte in China anprangerte. Fünf lange Monate hielt man den Menschenrechtler per «Hausarrest» in einem anonymen Haus im […]

Samstag, 28. September 2019

US-Politik pervers

Joe Bidens Sohn kassierte 45.000 Euro monatlich in Ukraine und Trump soll Amtsenthoben werden

Welcher Normalsterbliche schafft es in seinem Leben auf einen Monatslohn von rund 45.000 Euro, was umgerechnet 540.000 Euro in einem Jahr wäre? So viel Geld wird oft nicht einmal an deutsche Geschäftsführer bezahlt. Die Chefs von Unternehmen mit über 2000 Mitarbeitern bekommen hierzulande häufig Gehälter zwischen 300.000 und 350.000 Euro im Jahr – maximal. Doch ausgerechnet der Sohn des demokratischen […]

Freitag, 06. September 2019

Vertreiber

Diktator Robert Mugabe, Schlächter der Weißen, ist in Simbabwe mit 95 gestorben

Simbabwes Diktator, Robert Mugabe, ist tot. Er starb mit 95 Jahren in seinem Heimatland. Er galt für viele Schwarze als Ikone des Freiheitskampfes. So war er einer von Hunderttausenden, die vor allem in den 1970er Jahren für die Unabhängigkeit Simbabwes von der brutalen Kolonialmacht Großbritannien kämpften. Erst 1980 konnte das Ziel erreicht werden und Simbabwe erlangte seine Unabhängigkeit. Simbabwe liegt […]

Samstag, 03. August 2019

Peking

Chinas Ex Premier Li Peng mit 91 gestorben – er ließ 1989 den Aufstand auf dem Tian’anmen-Platz niederschlagen

Er war über viele Jahre das Gesicht Chinas in der Welt: Premierminister Li Peng. Jetzt starb er auf Grund einer Krankheit mit 91 Jahren in Peking. Das schreibt die auch an deutschen Flughäfen kostenlos ausliegende englischsprachige China Daily Tageszeitung. Li Peng sei bereits am 22. Juli 2019 um 11.11 Uhr verstorben. Er sei, heißt es in klassischer kommunistisch sozialistischer Staatssprache, […]