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Donnerstag, 16. Januar 2020

Nordkorea droht mit Auslöschung Südkoreas

Der Konflikt zwischen Nordkorea und Südkorea spitzt sich zu. Nun habe, wird berichtet, Nordkorea dem Nachbarstaat Südkorea mit „Auslöschung“ gedroht. Man werde im Kriegsfall Südkoreas Hauptstadt Seoul in Schutt und Asche legen. Man habe hierfür angeblich Möglichkeiten, das in zwei bis drei Minuten zu erledigen.

Die ungewöhnlich scharfe und undiplomatische Äußerung Nordkoreas ist wohl dem Umstand des peinlichen Raketen-Fehlstarts vergangene Woche zuzuschreiben. Die Rakete, die einen Satelliten ins Weltall schießen sollte, stürzte schon kurz nach dem Start ins Meer. Aus dem großen Militärmanöver wurde eine peinliche Blamage.

Besonders stört Nordkorea, dass Südkorea aktiv die Stimmung gegen das sozialistische Nordkorea aufheize. Vergangene Wochen hatten zehntausende Menschen in Nordkoreas Hauptstadt Pyongyang gegen den Süden demonstriert. Man störte sich besonders daran, dass Südkorea sich über den Staatsgründer Nordkoreas, Kim Jong-il, lustig gemacht habe.

Südkorea wiederum verteidigt sich, man habe lediglich das extrem teure Raketenexperiment kritisiert: Es sei ein Unding, wenn die Bevölkerung Nordkoreas hungere und gleichzeitig die Staatsführung 850 Millionen Dollar verpulvere, um einen gescheiterten Raketenstart hinzulegen. Für dieses Geld hätte der Norden, nach Aussage Südkoreas, 2,5 Millionen Tonnen Getreide kaufen können.

Trotz der internationalen Kritik an den militärischen Kraftmeiereien Nordkoreas, möchte die dortige Staatsführung weiterhin an seinem Aufrüstungsprogramm des Militärs festhalten. Auch das Weltraumprogramm wolle Nordkorea weiterhin verfolgen.



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