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Dienstag, 20. Oktober 2020

Russland: Flugzeug Typ Superjet vom Radar verschwunden mit 50 Passagieren

Ein russisches Flugzeug vom Typ Superjet der Firma Suchoi ist in Indonesien plötzlich vom Radar verschwunden. Die Maschine war auf einer Marketingtour im Einsatz und sollte wichtigen Flugindustrie-Mitarbeitern zeigen, wozu die russische Flugzeugbau-Industrie in der Lage ist.

Wie jedes Jahr, so auch dieses: Am 9. Mai gedenken die Russen des Sieges über Nazi-Deutschland mit technischen Meisterwerken besonders im Flugzeugbau. Der Superjet-100 ist das erste seit 20 Jahren in Russland selbst gebaute Passagierflugzeug. Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion hatte sich Russland vom technisch schwierigen und äußerst teuren Passagierflugzeugbau verabschiedet.

Eigentlich sollte der jetzige Flug vielen Airlines und Nationen weltweit eine Alternative zu Airbus oder Boeing aufzeigen – besonders in den Ländern Kasachstan, Myanmar, Pakistan, Laos und Vietnam. Auch wenn Russland bereits im Jahr 2011 an Indonesien zwölf Mittelstreckenmaschinen im Wert von 280 Mio. Euro verkauft hatte, dürfte die Katastrophe nun nach diesem Absturz für den jungen russischen Flugzeugbau auf Jahre hinweg kein gutes Image bedeuten. Einen Abnehmer dürfte es jedoch nach wie vor geben: Aeroflot.

Bereits seit 2001 arbeitet Russland an seinem Superjet 100, der auch für den westlichen Markt gebaut werden soll. Von Anfang an kooperierte Russland mit Boeing.

Bevor das Flugzeug heute vom Radar verschwand, hatte es einen 30-minütigen Rundflug über Jakarta in Indonesien gegeben. An Bord seien Mitarbeiter des russischen Flugzeugherstellers, aber auch der indonesischen Fluggesellschaft PT Trimarga Rekatma gewesen, welche Interesse am Flugzeugkauf gehabt hatten. Insgesamt waren 50 Gäste an Bord, darunter 8 Crew-Mitglieder.



Kommentare (3)


Redaktion 10. Mai 2012 um 22:29

Vielen Dank für den Hinweis mit den 280 Mio. Euro. Das haben korrigiert. Stimmt.. das Flugzeug ist nicht der Superjet. Das hatten wir aber in der Bildunterschrift deutlich gemacht.:)

Antworten

Horst Pachulke 9. Mai 2012 um 22:21

280 Euro für mehrere Flugzeuge – das können ja nur qualitativ besonders hochwertige Maschinen sein 😀

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Tut nicht’s zur Sache 9. Mai 2012 um 21:49

Das angegebene Bild zeigt eindeutig eine Boeing 747 und in keinster Weise die vermisste Suchoi Superjet 100 (SSJ 100)!

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