Skip to main content
Mittwoch, 19. September 2018

Russland: Flugzeug Typ Superjet vom Radar verschwunden mit 50 Passagieren

Ein russisches Flugzeug vom Typ Superjet der Firma Suchoi ist in Indonesien plötzlich vom Radar verschwunden. Die Maschine war auf einer Marketingtour im Einsatz und sollte wichtigen Flugindustrie-Mitarbeitern zeigen, wozu die russische Flugzeugbau-Industrie in der Lage ist.

Wie jedes Jahr, so auch dieses: Am 9. Mai gedenken die Russen des Sieges über Nazi-Deutschland mit technischen Meisterwerken besonders im Flugzeugbau. Der Superjet-100 ist das erste seit 20 Jahren in Russland selbst gebaute Passagierflugzeug. Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion hatte sich Russland vom technisch schwierigen und äußerst teuren Passagierflugzeugbau verabschiedet.

Eigentlich sollte der jetzige Flug vielen Airlines und Nationen weltweit eine Alternative zu Airbus oder Boeing aufzeigen – besonders in den Ländern Kasachstan, Myanmar, Pakistan, Laos und Vietnam. Auch wenn Russland bereits im Jahr 2011 an Indonesien zwölf Mittelstreckenmaschinen im Wert von 280 Mio. Euro verkauft hatte, dürfte die Katastrophe nun nach diesem Absturz für den jungen russischen Flugzeugbau auf Jahre hinweg kein gutes Image bedeuten. Einen Abnehmer dürfte es jedoch nach wie vor geben: Aeroflot.

Bereits seit 2001 arbeitet Russland an seinem Superjet 100, der auch für den westlichen Markt gebaut werden soll. Von Anfang an kooperierte Russland mit Boeing.

Bevor das Flugzeug heute vom Radar verschwand, hatte es einen 30-minütigen Rundflug über Jakarta in Indonesien gegeben. An Bord seien Mitarbeiter des russischen Flugzeugherstellers, aber auch der indonesischen Fluggesellschaft PT Trimarga Rekatma gewesen, welche Interesse am Flugzeugkauf gehabt hatten. Insgesamt waren 50 Gäste an Bord, darunter 8 Crew-Mitglieder.



Kommentare (3)


Redaktion 10. Mai 2012 um 22:29

Vielen Dank für den Hinweis mit den 280 Mio. Euro. Das haben korrigiert. Stimmt.. das Flugzeug ist nicht der Superjet. Das hatten wir aber in der Bildunterschrift deutlich gemacht.:)

Antworten

Horst Pachulke 9. Mai 2012 um 22:21

280 Euro für mehrere Flugzeuge – das können ja nur qualitativ besonders hochwertige Maschinen sein 😀

Antworten

Tut nicht’s zur Sache 9. Mai 2012 um 21:49

Das angegebene Bild zeigt eindeutig eine Boeing 747 und in keinster Weise die vermisste Suchoi Superjet 100 (SSJ 100)!

Antworten

Du hast eine Frage oder eine Meinung zum Artikel? Teile sie mit uns!

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*
*


Das könnte Sie interessieren

Donnerstag, 13. September 2018

NATO

Naturwissenschaftler lehnen deutsche Kriegsbeteiligung in Syrien ab

NaturwissenschaftlerInnen in dem Berliner privaten Friedensbündnis „Abrüsten statt aufrüsten“ schicken uns eine Presseerklärung zum Syrienkrieg, die wir hier veröffentlichten. Demnach fordere man umgehend die Einstellung der seit 2011 anhaltenden kriegerischen Auseinandersetzungen. Der aktuelle Krieg in Syrien steht im Glied einer langen Reihe brutaler Kampfhandlungen dort. Denn seit 2000 Jahren gibt es hier regelmäßig kriegerische Auseinandersetzungen. Schon vor 2000 Jahren waren […]

Sonntag, 08. Juli 2018

Palästina, Israel

Hamas und Abas-Regierung sollen auf friedliche Demonstranten eingedroschen haben

Bereits Ende Juni veröffentlichte die deutsche Amnesty International-Sektion in Köln einen Bericht über ein angeblich massives Vorgehen bis hin zu Misshandlungen gegen Palästinenser. Dieses Mal aber nicht durch israelisches Militär, sondern unter anderem durch die palästinensische Hamas-Partei selber. Der Bericht stützt sich auf eine englischsprachige Version (1; vgl. zudem Fußnotenverweis 2). Das pazifistische Portal kriegsberichterstattung.com kann den AI-Bericht nicht verifizieren. […]

Mittwoch, 13. Juni 2018

Nasa Embera Chamí

Indigene Gemeinschaft in Kolumbien mit Waffen bedroht und vertrieben

AI, Kolumbien – Mehr als 200 Angehörige der indigenen Gemeinschaft Nasa Embera Chamí aus dem Reservat La Delfina im Westen Kolumbiens seien, teilt Amnesty International in einer Urgent Action mit, aus ihren Wohnorten vertrieben worden. Zuvor sei am 8. Juni 2018 ein Anschlag auf einen Bewohner der Gemeinde verübt worden. Dies zeige einmal mehr, dass die Menschen dort dringend mehr […]

Donnerstag, 10. Mai 2018

Morde in Kolumbien wegen Staudammprojekt

Hugo Albeiro George Pérez neues Opfer

Kolumbien – Amnesty International (AI) weist in einer Urgent Agent darauf hin, dass in dem lateinamerikanischen Staat Kolumbien Umweltschützer massiv bedroht, eingeschüchtert, ja sogar ermordet würden. So sei ein Mitglied der Bewegung Ríos Vivos (Lebende Flüsse) am 2. Mai getötet worden. Das sei jener Tag, an welchem die Gruppe einen ganztägigen Protestmarsch gegen das Hidroituango-Staudammprojekt im Departamento Antioquia veranstaltet habe. Mitglieder der […]

Montag, 30. April 2018

Israel ermordete 39 Palästinenser: Amnesty fordert exzessive Gewalt umgehend einzustellen

Die international größte Menschenrechtsorganisation Amnesty International (AI) fordert in einer dringlichen Presseerklärung, dass Israel seine ‚exzessive Gewalt‘ gegen Palästinenser umgehend einstellen solle. Wir zitieren aus der Presserklärung: „Während am Freitag, dem 13. April 2018 die Proteste aufs Neue begannen, erklärte Amnesty International, dass die israelischen Behörden der Anwendung von übermäßiger und tödlicher Gewalt zur Unterdrückung palästinensischer Demonstrationen im Gazastreifen ein […]

Samstag, 14. April 2018

Bomben auf Syrien +++ Der schmutzige Krieg der USA, Frankreichs und Großbritanniens

Kommentar – Es gehört seit Jahrhunderten zum strategischen Repertoire ehemaliger westlichen Kolonialstaaten wie den USA, Frankreichs oder Großbritanniens, die Geschichte immer so umzuschreiben, dass man selbst mit einer angeblich sauberen Weste dasteht. Ganz nach dem Motto: Die Geschichte schreibt immer der Sieger. Das ist auch beispielsweise mit den Deutschbalten so. 1917, im Zuge der Russischen Revolution, die als „Februarrevolution 1917“ […]