Die angebliche Folterkammer der Hells Angels Rocker, in dem ein Türke angeblich gefoltert worden sein soll, ehe er angeblich von Hells Angels Rockern in der Nähe von Kiel in Schleswig Holstein umgebracht worden sein soll, ist nicht entdeckt worden. Einige Medien verbreiten hier Unwahrheiten, um in den Internet-Suchmaschinen mittels sensationell klingender Überschriften Klicks zu schinden.

Nach wie vor hat die den deutschen Steuerzahler wohl einige Millionen Euro gekostete Großrazzia gegen die Hells Angels Rocker in 89 Zielgebieten, bislang keine größeren Erkenntnisse über kriminelles Fehlverhalten zu Tage gebracht. Deshalb wird es langsam Zeit, dass sowohl die Polizei, als auch das Bundeskriminalamt sowie die Staatsanwaltschaften, der Öffentlichkeit Rechenschaft geben, was letztlich diesen gigantischen Polizeischlag bislang rechtfertigte?

Die GSG9-Elitetruppe hatte sich in Tiefflug-Hubschraubern über dem Anwesen eines Hells Angels Chef in Hannover hollywood-reif morgens um 5.00 Uhr abseilen lassen und erschoss standrechtlich den Hund des Hells Angels Chefs.

Mehr als 1200 Polizisten sind bislang an der Razzia gegen die Hells Angels deutschlandweit – besonders in Hamburg, Schleswig-Holstein und Niedersachsen – seit Donnerstag beteiligt gewesen. Gegen 69 Hells Angels Rocker werde ermittelt. Angeblich wegen Drogengeschäften, Menschenhandel, beziehungsweise Prostitution und angeblichen Folterungen an einem Türken in einem angeblichen Folterkeller in Kiel. Doch die Ermittlungen sind bis jetzt recht ergebnislos geblieben.

Dazu gehört auch, dass die Polizei mit Hilfe eines Betonfräsers und des Technischen Hilfswerks tagelang dabei war, einen Betonboden einer großen Lagerhalle Nähe Kiel, welche einem Hells Angels gehören soll, umzufräßen. Man hatte dort die Leichenteile eines verschwundenen Türken zu finden gehofft, doch die Suche nach dem Türken in der Lagerhalle vorerst abgebrochen, wegen Erschöpfung der Suchmannschaften.

Dass die Polizei Hinweisen nach einem Mord, der durch die Hells Angels begangen worden sein soll, nachgeht, ist absolut richtig. Dazu ist sie auch verpflichtet. Dennoch ist die Verhältnismäßigkeit zu wahren. Die nun stattgefundene polizeistaatliche Großrazzia muss deshalb nun substanzielle Ergebnisse liefern.

Bislang besteht der Eindruck einer umfangreichen Arbeit, deren Motiv möglicherweise primär populistischer Natur war. Dass Angst im Spiel war, wenn nicht gehandelt würde, würde man anschließend in der Öffentlichkeit wie im Falle der Nazi-Terror-Truppe von Zwickau mit dem Rücken zur Wand in den Medien stehen, ist menschlich nachvollziehbar. Es kann aber für solch umfangreiche Polizeirazzien nicht als Haupt-Rechtfertigungs-Grund herhalten.

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