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Freitag, 29. Mai 2020

Mailand

Rip Deal auf willhaben.at: Österreicher um 75.000 Euro im „Amrâth Grand Hotel de l’Empereur“ in Maastricht bestohlen

Bild: pixabay.com / CC0 Creative Commons
Mailand ist eine Kriminellenhochburg rund um die organisierte Kriminalität im Bereich von Rip Deals. Nach Schätzungen werden so europaweit jedes Jahr Hunderte Millionen Euro von Bürgern abgezockt. Die Polizei in Italien is korrupt, tut nichts. Ähnlich stellt sich die Situation in den Niederlanden dar, einem weiteren Dreh- und Angelpunkt der Organisierten Rip Deal-Kriminalität.

Rip Deals in Europa: Ein Geschwür breitet sich aus und Interpol schaut zu, da die Justiz in Italien zuschaut und Dank Korruption in Millionenhöhe seit Jahrzehnten schweigt und den Opfern nicht hilft.

Aus Österreich schreibt uns jetzt ein weiteres Opfer, Josef T., das Folgende zu einem Immobilien Rip Deal auf willhaben.at (Motto: „Kostenlose Kleinanzeigen, Immobilien, Gebrauchtwagen, Jobs..“). Das Portal ist ein großes österreichisches  Kleinanzeigenportal, welches zur Styria Media Group AG gehört.

Die Styria Media betreibt auch Webseiten wie wogibtswas.at, car4you.at, Die Presse (diepresse.com), ichkoche.at, Kleine Zeitung (kleinezeitung.at) oder „Wienerin“ (wienerin.at). 

Das österreichische Rip Deal Opfer schreibt uns:

„Guten Tag,

Ich hatte eine Wohnung in Italien auf www.willhaben.at inseriert. Nach einigen Wochen hat sich jemand gemeldet, dass er Interesse daran hätte die Wohnung mit einem Partner zu erwerben. Er nannte sich Ben Kingsley (Telefon: +33752506510), leonardo.kingsley@hotmail.com.

Kurz darauf hat dann dieser Partner angerufen und gemeint, er wäre grad in Mailand bei einer Modemesse und ob wir dort hinkommen könnten.  Dieser nannte sich Daniel Vollmann, 00393512473426. Nachhinein eh der klassische Fall.

Dort haben wir uns in einem Lokal Cafe 12, Via Torini 28 in Mailand getroffen. Er war sehr gepflegt, empfing dann auch gleich noch andere „Geschäftspartner“ die ihm angeblich Bäckereimaschinen abkaufen wollen.

Er meinte er hat einen Investor der zahlt den Preis € 95.000,– aber er hat davon € 75.000,– in 500 er Scheinen die er nicht auf die Bank bringen könne. Ob wir eventuell einen Teil in kleinen Scheinen umtauschen könnten.

Wir haben dann einen Besichtigungstermin in Caorle (Cáorle ist eine Stadt in der Metropolitanstadt Venedig) für einige Tage später ausgemacht, da ist er auch hingekommen und hat gemeint, das passt für ihn alles, ob wir das Geschäft so machen könnten. Dann hat er noch ein paarmal angerufen und gemeint ob wir auch Goldmünzen für ihn besorgen könnten, das hab ich aber abgelehnt.

Wir vereinbarten die Unterzeichnung des Vorvertrages sowie den Geldtausch für den 7.1.2018 in Maastricht, da er dort seine Bank hätte. Wir trafen uns dann in der Lobby des Hotels Amrath Grand Hotel de l Empereur in 6221 Maastricht.

Er kam dann in die Lobby und zeigte mir die Tasche mit dem Geld, zog ein paar Scheine daraus, ich prüfte die und er nahm sie mir aus der Hand, sowie meine Tasche mit den €75.000,– in Hunderter Scheinen und rannte davon. In seiner Tasche waren dann nur gefälschte Scheine und Spielgeld.

Ich bin ihm nachgelaufen, da war er schon weg. Ich hab ihn angerufen, da meinte er , dass er ein Hotel gleich in der Nähe gebucht hat und da prüft er mein Geld, ich kann da hinkommen und dann wird alles abgewickelt. Ich bin dann zu der Adresse hingefahren und da war natürlich keiner mehr. Auch telefonisch waren die zwei nicht mehr erreichbar.

Angezeigt hab ich das dann beim Polizeipräsidium Köln, Walter-Pauli-Ring 2-6, 51103 Köln 601000-005493-18/4. Dort wurde mir das Falschgeld und die Tasche abgenommen.

Mit freundlichen Grüßen

Josef T.“

In einer weiteren Mail schrieb uns das österreichische Rip Deal Opfer:

„Guten Tag,

ich bin leider auch so dumm gewesen und einem Betrüger reingefallen.

Er täuschte vor eine Wohnung in Italien erwerben zu wollen, er hat aber nur 500,– Euroscheine die ich in kleine Scheine umtauschen soll.

Leider waren das dann alles gefälschte Scheine – ich hab 75.000,– verloren.

Der Täter ist als Daniel Vollmann aufgetreten. Tel. 00393512473426.

Wahrscheinlich gibt es keine Möglichkeit mehr den zu fassen. Ich hab es bei der Polizei angezeigt aber die gehen der Sache nicht nach. Gibt es irgendwo neue Fotos von Tätern irgendwann wird der ja wieder wo auftauchen.“

Aufruf an Rip Deal Opfer

Sind auch Sie Opfer der europaweit operierenden Kriminellen Vereinigung der Rip Dealer geworden? Bitte schreiben Sie uns an: redaktion@kriegsberichterstattung.com. Schildern Sie uns ihre Geschichte und senden Sie uns gerne Fotos, Belege, Verträge zu.



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