Skip to main content
Sonntag, 17. März 2019

Mailand

Rip Deal auf willhaben.at: Österreicher um 75.000 Euro im „Amrâth Grand Hotel de l’Empereur“ in Maastricht bestohlen

Bild: pixabay.com / CC0 Creative Commons
Mailand ist eine Kriminellenhochburg rund um die organisierte Kriminalität im Bereich von Rip Deals. Nach Schätzungen werden so europaweit jedes Jahr Hunderte Millionen Euro von Bürgern abgezockt. Die Polizei in Italien is korrupt, tut nichts. Ähnlich stellt sich die Situation in den Niederlanden dar, einem weiteren Dreh- und Angelpunkt der Organisierten Rip Deal-Kriminalität.

Rip Deals in Europa: Ein Geschwür breitet sich aus und Interpol schaut zu, da die Justiz in Italien zuschaut und Dank Korruption in Millionenhöhe seit Jahrzehnten schweigt und den Opfern nicht hilft.

Aus Österreich schreibt uns jetzt ein weiteres Opfer, Josef T., das Folgende zu einem Immobilien Rip Deal auf willhaben.at (Motto: „Kostenlose Kleinanzeigen, Immobilien, Gebrauchtwagen, Jobs..“). Das Portal ist ein großes österreichisches  Kleinanzeigenportal, welches zur Styria Media Group AG gehört.

Die Styria Media betreibt auch Webseiten wie wogibtswas.at, car4you.at, Die Presse (diepresse.com), ichkoche.at, Kleine Zeitung (kleinezeitung.at) oder „Wienerin“ (wienerin.at). 

Das österreichische Rip Deal Opfer schreibt uns:

„Guten Tag,

Ich hatte eine Wohnung in Italien auf www.willhaben.at inseriert. Nach einigen Wochen hat sich jemand gemeldet, dass er Interesse daran hätte die Wohnung mit einem Partner zu erwerben. Er nannte sich Ben Kingsley (Telefon: +33752506510), leonardo.kingsley@hotmail.com.

Kurz darauf hat dann dieser Partner angerufen und gemeint, er wäre grad in Mailand bei einer Modemesse und ob wir dort hinkommen könnten.  Dieser nannte sich Daniel Vollmann, 00393512473426. Nachhinein eh der klassische Fall.

Dort haben wir uns in einem Lokal Cafe 12, Via Torini 28 in Mailand getroffen. Er war sehr gepflegt, empfing dann auch gleich noch andere „Geschäftspartner“ die ihm angeblich Bäckereimaschinen abkaufen wollen.

Er meinte er hat einen Investor der zahlt den Preis € 95.000,– aber er hat davon € 75.000,– in 500 er Scheinen die er nicht auf die Bank bringen könne. Ob wir eventuell einen Teil in kleinen Scheinen umtauschen könnten.

Wir haben dann einen Besichtigungstermin in Caorle (Cáorle ist eine Stadt in der Metropolitanstadt Venedig) für einige Tage später ausgemacht, da ist er auch hingekommen und hat gemeint, das passt für ihn alles, ob wir das Geschäft so machen könnten. Dann hat er noch ein paarmal angerufen und gemeint ob wir auch Goldmünzen für ihn besorgen könnten, das hab ich aber abgelehnt.

Wir vereinbarten die Unterzeichnung des Vorvertrages sowie den Geldtausch für den 7.1.2018 in Maastricht, da er dort seine Bank hätte. Wir trafen uns dann in der Lobby des Hotels Amrath Grand Hotel de l Empereur in 6221 Maastricht.

Er kam dann in die Lobby und zeigte mir die Tasche mit dem Geld, zog ein paar Scheine daraus, ich prüfte die und er nahm sie mir aus der Hand, sowie meine Tasche mit den €75.000,– in Hunderter Scheinen und rannte davon. In seiner Tasche waren dann nur gefälschte Scheine und Spielgeld.

Ich bin ihm nachgelaufen, da war er schon weg. Ich hab ihn angerufen, da meinte er , dass er ein Hotel gleich in der Nähe gebucht hat und da prüft er mein Geld, ich kann da hinkommen und dann wird alles abgewickelt. Ich bin dann zu der Adresse hingefahren und da war natürlich keiner mehr. Auch telefonisch waren die zwei nicht mehr erreichbar.

Angezeigt hab ich das dann beim Polizeipräsidium Köln, Walter-Pauli-Ring 2-6, 51103 Köln 601000-005493-18/4. Dort wurde mir das Falschgeld und die Tasche abgenommen.

Mit freundlichen Grüßen

Josef T.“

In einer weiteren Mail schrieb uns das österreichische Rip Deal Opfer:

„Guten Tag,

ich bin leider auch so dumm gewesen und einem Betrüger reingefallen.

Er täuschte vor eine Wohnung in Italien erwerben zu wollen, er hat aber nur 500,– Euroscheine die ich in kleine Scheine umtauschen soll.

Leider waren das dann alles gefälschte Scheine – ich hab 75.000,– verloren.

Der Täter ist als Daniel Vollmann aufgetreten. Tel. 00393512473426.

Wahrscheinlich gibt es keine Möglichkeit mehr den zu fassen. Ich hab es bei der Polizei angezeigt aber die gehen der Sache nicht nach. Gibt es irgendwo neue Fotos von Tätern irgendwann wird der ja wieder wo auftauchen.“

Aufruf an Rip Deal Opfer

Sind auch Sie Opfer der europaweit operierenden Kriminellen Vereinigung der Rip Dealer geworden? Bitte schreiben Sie uns an: redaktion@kriegsberichterstattung.com. Schildern Sie uns ihre Geschichte und senden Sie uns gerne Fotos, Belege, Verträge zu.



Keine Kommentare vorhanden


Du hast eine Frage oder eine Meinung zum Artikel? Teile sie mit uns!

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*
*


Das könnte Sie interessieren

Pixabay License / Pixabay License Sonntag, 10. März 2019

Palästinensische Politikerin Khalida Jarrar freigelassen

Amnesty International Deutschland teilte mit, wonach die bekannte palästinensische Politikerin und Parlamentsabgeordnete Khalida Jarrar am 28. Februar 2019 aus dem israelischen HaSharon-Gefängnis entlassen worden sei.

Die Politikerin habe 20 Monate, beziehungsweise 660 lange Tage, ohne Anklage oder Gerichtsverfahren in Verwaltungshaft verbracht. Nach ihrer Freilassung habe sich Khalida Jarrar bei Amnesty International und allen Unterstützer)nnen für ihren Einsatz mit den Worten bedankt

:

„Ich danke euch allen dafür, dass ihr euch für meine Rechte und für die Rechte anderer palästinensischer Gefangener einsetzt. Während meiner Zeit im Gefängnis hatte ich keinen Zweifel daran, dass die Mitglieder und Unterstützerinnen und Unterstützer von Amnesty weltweit erneut die willkürliche Verwaltungshaft anprangern und meine Freilassung fordern würden.“

Zudem habe sie gesagt: „Ich bin jetzt frei, doch mindestens 48 weibliche palästinensische Gefangene befinden sich nach wie vor in Israel hinter Gittern. Sie haben es unglaublich schwer und leiden sehr. Ich hoffe, dass Amnesty sich weiterhin für palästinensische Gefangene einsetzt und gegen das Unrecht ankämpft.“

Die Unterstützung und Mobilisierung solle bis zur Freilassung aller palästinensischen politischen Gefangenen fortgesetzt werden, erklärte die Politikerin

.

Am 2. Juli 2017 war Khalida Jarrar in ihrer Wohnung in Ramallah im besetzten Westjordanland festgenommen worden, so Amnesty International. Am 12. Juli 2017 habe dann der israelische Militärkommandant des Westjordanlandes sechs Monate Verwaltungshaft gegen sie angeordnet.

Die Haftanordnung sei seitdem dreimal verlängert worden: am 31. Dezember 2017, am 17. Juni 2018 und am 25. Oktober 2018.

Obwohl die maximale Haftdauer für eine Verwaltungshaftanordnung sechs Monate in Israel betrage, könne diese nach israelischem Recht aber beliebig oft verlängert werden.

Khalida Jarrar hat sich als palästinensische Parlamentarierin immer wieder kritisch zu den israelischen Besetzungen der palästinensischen Gebiete geäußert.

Zudem kritisiere sie die Zusammenarbeit der palästinensischen Behörden mit dem israelischen Militär im Sicherheitsbereich, so AI.

Die Palästinenserin werde wegen ihres politischen und menschenrechtlichen Engagements bereits seit Jahrzehnten von den israelischen Behörden „drangsaliert und eingeschüchtert“.

Seit 1998 dürfe sie Israel nicht mehr verlassen.

Palästinensische Politikerin Khalida Jarrar freigelassen Sonntag, 10. März 2019

Palästinensische Politikerin Khalida Jarrar freigelassen

Amnesty International Deutschland teilte mit, wonach die bekannte palästinensische Politikerin und Parlamentsabgeordnete Khalida Jarrar am 28. Februar 2019 aus dem israelischen HaSharon-Gefängnis entlassen worden sei.

Die Politikerin habe 20 Monate, beziehungsweise 660 lange Tage, ohne Anklage oder Gerichtsverfahren in Verwaltungshaft verbracht. Nach ihrer Freilassung habe sich Khalida Jarrar bei Amnesty International und allen Unterstützer)nnen für ihren Einsatz mit den Worten bedankt:

Donnerstag, 24. Januar 2019

Israel schickt Beduine Sayyah Abu Mdeighim al-Turi 10 Monate ins Gefängnis

In einer Urgent Action teilt Amnesty International (AI) mit, wonach am 25. Dezember 2018 Scheich Sayyah Abu Mdeighim al-Turi eine zehnmonatige Haftstrafe in Israel habe antreten müssen. Amnesty schreibt zu dem Gerichtsurteil, dieses sei auf Grund der Tatsache gefällt worden, da der Verurteilte seine Rechte auf Meinungs- und Versammlungsfreiheit für ein Beduinendorf wahrgenommen habe. Sayyah Abu Mdeighim al-Turi büße seine Haftstrafe derzeit […]

Mittwoch, 16. Januar 2019

Prozess, Alfamir Castillo

Schüsse auf Aktivistin in Kolumbien wegen Armee-Mordvorwürfen

Am 11. Januar 2019 hätten zwei Unbekannte in der Gemeinde Pradera im Süden von Kolumbien auf das Auto der Aktivistin Alfamir Castillo geschossen. Der Täter habe von einem Motorrad aus geschossen. Das berichtet nun Amnesty International Deutschland. Das Anschlags-Opfer sei in Begleitung ihres Mannes und zweier LeibwächterInnen gewesen, welche von der „Behörde für Schutzmaßnahmen“, der „Unidad Nacional de Protección“ gestellt […]

Samstag, 08. Dezember 2018

Wegen Land

Kolumbien – Menschenrechtsverteidiger Enrique Cabezas mit Mord bedroht

Amnesty International teilt in einer Urgent Action mit, wonach Enrique Cabezas, der Leiter der „Kollektivs Afro-Kolumbianischer Gemeinschaften“ in Curvaradó im Departamento Chocó im Westen Kolumbiens bedroht werde. Auch Morddrohungen stünden im Raum. Grund: Er setze sich für die Landrechte einiger kolumbianischen Gemeinden ein. Zudem kämpfe er für das Recht der dort lebenden Menschen sich aus einem seit Jahren bestehenden bewaffneten […]

Donnerstag, 29. November 2018

Mark Herbert in Rollstuhl geprügelt: Schläger aus Offenbach ‚Peter Brecht‘ in ‚Aktenzeichen XY… ungelöst‘ ist ein Fakename

Kommentar – Es ist schon bemerkenswert: Wenn ausländische Terroristen in Deutschland oder Frankreich Menschen umbringen oder Anschläge planen, stehen die Täter oder Tatverdächtigen meist mit komplettem Vor- sowie Nachnamen und ungepixeltem Bild in deutschen Medien. Wenn aber ein lokaler deutscher Serientäter, der seinen Mitbürgern lebensgefährliche Verletzungen zufügt, seine Mitbürger mit Killerattacken einschüchtert, Angst und Schrecken, blanken Horror, ja lokalen Terror […]