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Sonntag, 16. Dezember 2018

Terror

Iranische Revolutionsgarde – Saudi-Arabien steckt hinter Anschlag mit 29 Toten auf Militärparade

Bild: https://www.youtube.com/watch?v=kVJitgQV6Y0
Rund 30 überwiegend junge Männer sterben bei einem fürchterlichen Terroranschlag auf eine Militärparade im Iran.

In der arabischen Welt tobt seit Jahrzehnten ein mal offenerer dann wieder versteckter Krieg um die politisch-militärische Hoheit in der arabisch-sprechenden Welt. Unter dieser Folie ist nun auch die Aussage der Iranischen Revolutionsgarde zu sehen:

Diese macht nämlich das von dem Diktatorenclan der Familie Saud beherrschte Saudi-Arabien für den Anschlag auf eine am Samstag durchgeführte Militärparade im Südwesten des Iran verantwortlich. Zunächst hieße es, es seien 25 Soldaten, darunter zahlreiche junge, gestorben. Nun wurde diese Anzahl auf 29 erhöht. Nach diesem Massaker ist der Iran in Trauer.

„Die iranische Revolutionsgarde sieht vor allem eine bewaffnete Gruppe in Ahwaz, die für den Terroranschlag auf die Militärparade in Ahwaz verantwortlich war, als Drahtzieher. Zwei bewaffnete Männer wurden verhaftet und ein dritter liquidiert“, schreibt arabic.sputniknews.com in seiner arabischen Ausgabe im Libanon.“[1]

So habe ein Sprecher der iranischen Revolutionsgarden, Ramadan Sharif, gesagt, dass „Elemente der Ahwaz-Gruppe die Menschen und die Streitkräfte beschossen“ hätten. Zudem sagte er, dass die Truppe durch das „Königreich von Saudi-Arabien“ unterstützt werde.

Der Sprecher der Revolutionsgarden erklärte zudem, dass „diese Gruppe zuvor Sommerlager ausgerichtet“ hätten, welche „von den Basij gehalten“ würden.[1f]

Neben den zahlreichen Toten soll es auch sehr viele Verletzte und Schwerverletzte geben. Wie viele es sind, steht derzeit noch nicht fest.

Personen zielten bewusst auf Dutzende Menschen

Im iranischen Fernsehen hieß es, wonach bislang ebenfalls nicht klar sei, wie viele Bewaffnete auf die Soldaten der Militärparade im Iran geschossen haben. Die Rede sei, schreibt arabic.sputniknews.com, von mehreren Personen. Diese Personen hätten mit einer Schießerei auf die Parade begonnen und vorsätzlich Dutzende Menschen getötet.

Die Parade war im Iran abgehalten worden zur Erinnerung an den blutigen Krieg zwischen dem Iran und Irak in den 1980er Jahren, dem Millionen Menschen zum Opfer gefallen sein sollen.

Der Irak war damals noch von Diktator Saddam Hussein geführt worden, welcher 2003 von den US-Militärs in einem Showprozess hingerichtet worden war.[2] Auf der Homepage der Sibilla-Egen-Schule aus Schwäbisch Hall, einer hauswirtschaftlichen Schule, heißt es zum irakisch-iranischen Krieg:

„In einem ‚Blitzkrieg‘ wollte der irakische Diktator Saddam Hussein 1980 die iranische Erdölprovinz Khuzestan erobern, um die Vorherrschaft im Mittleren Osten zu erlangen. Aus der Intervention entwickelte sich ein Stellungskrieg, der erst 1988 mit einem Waffenstillstand endete.“[3]

Vor der US-Hinrichtung Saddam Husseins im Jahr 2003 soll der irakische Diktator unter anderem die Loslösung des Ölpreises vom US-Dollar gefordert haben. Damit soll er wiederum die globale wirtschaftliche Macht der USA in Frage gestellt haben.[4]

Hinrichtung von Saddam Hussein

Zudem war Saddam Hussein vom Westen vorgeworfen worden, er habe Terroristen der Al Quaida unterstützt oder diesen Unterschlupf gewährt, damit diese ihren Anschlag auf das World Trade Center 2001 hätten durchführen können.

  • Der Terroranschlag gilt als einer der schlimmsten in der Geschichte mit rund 3000 Toten und ging als 9/11 in die Geschichte ein.

Der iranische Fernsehsender RT erklärte, dass der iranische Präsident Hassan Rowhani die Militärparade in Teheran nach der Nachricht des bewaffneten Angriffs auf die Militärparade in Ahvaz verlassen habe.

Fakt ist: Schon 2016 wies der deutsche Börsenexperte Dirk Müller indirekt darauf hin, dass es vor allem einen Gewinner gebe, wenn es zwischen dem Iran und Saudi-Arabien einen Krieg gebe – die USA. Sein Argument:

Wenn die Öllieferung auf Grund eines Krieges zwischen den beiden arabischen Ländern Iran und Saudi-Arabien aus dieser Region ausfalle, steige der Ölpreis auf Grund von Engpässen massiv. Einer der großen Öllieferanten der Welt sind aber auch die USA.[5] [6]

Einzelnachweise

(1) Iranische Revolutionsgarden: Eine von Saudi-Arabien unterstützte Bewegung, die für die Militärparade verantwortlich ist, In: rabic.sputniknews.com, Ausgabe im Libanon vom 22. September 2018. Abgerufen am 23. September 2018. 

(2) Saddam Hussein, In: Wikipedia: 

(3) Sibilla-Egen-Schule, Schwäbisch Hall: „Der Iran-Irak-Konflikt: der erste Golfkrieg„. 

(4) Bush vs. Iran: Die Legende vom Petro-Euro-Krieg, von Matthias Streitz, In: SPIEGEL-Online vom 10. März 2006. Abgerufen am 23. September 2018. 

(5) Dirk Müller: Der Ölpreis | Iran | Saudi-Arabien | Polen | Flüchtlinge 04.01.2016 – Bananenrepublik, In: YouTube vom 5. Januar 2016.

(6) Vgl. zudem: Dirk Müller: Showdown. Der Kampf um Europa uns unser Geld, Knaur 300 Seiten, 2014.

Weitere Hintergründe



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