Skip to main content

Terror

Iranische Revolutionsgarde – Saudi-Arabien steckt hinter Anschlag mit 29 Toten auf Militärparade

Bild: https://www.youtube.com/watch?v=kVJitgQV6Y0
Rund 30 überwiegend junge Männer sterben bei einem fürchterlichen Terroranschlag auf eine Militärparade im Iran.

In der arabischen Welt tobt seit Jahrzehnten ein mal offenerer dann wieder versteckter Krieg um die politisch-militärische Hoheit in der arabisch-sprechenden Welt. Unter dieser Folie ist nun auch die Aussage der Iranischen Revolutionsgarde zu sehen:

Diese macht nämlich das von dem Diktatorenclan der Familie Saud beherrschte Saudi-Arabien für den Anschlag auf eine am Samstag durchgeführte Militärparade im Südwesten des Iran verantwortlich. Zunächst hieße es, es seien 25 Soldaten, darunter zahlreiche junge, gestorben. Nun wurde diese Anzahl auf 29 erhöht. Nach diesem Massaker ist der Iran in Trauer.

„Die iranische Revolutionsgarde sieht vor allem eine bewaffnete Gruppe in Ahwaz, die für den Terroranschlag auf die Militärparade in Ahwaz verantwortlich war, als Drahtzieher. Zwei bewaffnete Männer wurden verhaftet und ein dritter liquidiert“, schreibt arabic.sputniknews.com in seiner arabischen Ausgabe im Libanon.“[1]

So habe ein Sprecher der iranischen Revolutionsgarden, Ramadan Sharif, gesagt, dass „Elemente der Ahwaz-Gruppe die Menschen und die Streitkräfte beschossen“ hätten. Zudem sagte er, dass die Truppe durch das „Königreich von Saudi-Arabien“ unterstützt werde.

Der Sprecher der Revolutionsgarden erklärte zudem, dass „diese Gruppe zuvor Sommerlager ausgerichtet“ hätten, welche „von den Basij gehalten“ würden.[1f]

Neben den zahlreichen Toten soll es auch sehr viele Verletzte und Schwerverletzte geben. Wie viele es sind, steht derzeit noch nicht fest.

Personen zielten bewusst auf Dutzende Menschen

Im iranischen Fernsehen hieß es, wonach bislang ebenfalls nicht klar sei, wie viele Bewaffnete auf die Soldaten der Militärparade im Iran geschossen haben. Die Rede sei, schreibt arabic.sputniknews.com, von mehreren Personen. Diese Personen hätten mit einer Schießerei auf die Parade begonnen und vorsätzlich Dutzende Menschen getötet.

Die Parade war im Iran abgehalten worden zur Erinnerung an den blutigen Krieg zwischen dem Iran und Irak in den 1980er Jahren, dem Millionen Menschen zum Opfer gefallen sein sollen.

Der Irak war damals noch von Diktator Saddam Hussein geführt worden, welcher 2003 von den US-Militärs in einem Showprozess hingerichtet worden war.[2] Auf der Homepage der Sibilla-Egen-Schule aus Schwäbisch Hall, einer hauswirtschaftlichen Schule, heißt es zum irakisch-iranischen Krieg:

„In einem ‚Blitzkrieg‘ wollte der irakische Diktator Saddam Hussein 1980 die iranische Erdölprovinz Khuzestan erobern, um die Vorherrschaft im Mittleren Osten zu erlangen. Aus der Intervention entwickelte sich ein Stellungskrieg, der erst 1988 mit einem Waffenstillstand endete.“[3]

Vor der US-Hinrichtung Saddam Husseins im Jahr 2003 soll der irakische Diktator unter anderem die Loslösung des Ölpreises vom US-Dollar gefordert haben. Damit soll er wiederum die globale wirtschaftliche Macht der USA in Frage gestellt haben.[4]

Hinrichtung von Saddam Hussein

Zudem war Saddam Hussein vom Westen vorgeworfen worden, er habe Terroristen der Al Quaida unterstützt oder diesen Unterschlupf gewährt, damit diese ihren Anschlag auf das World Trade Center 2001 hätten durchführen können.

  • Der Terroranschlag gilt als einer der schlimmsten in der Geschichte mit rund 3000 Toten und ging als 9/11 in die Geschichte ein.

Der iranische Fernsehsender RT erklärte, dass der iranische Präsident Hassan Rowhani die Militärparade in Teheran nach der Nachricht des bewaffneten Angriffs auf die Militärparade in Ahvaz verlassen habe.

Fakt ist: Schon 2016 wies der deutsche Börsenexperte Dirk Müller indirekt darauf hin, dass es vor allem einen Gewinner gebe, wenn es zwischen dem Iran und Saudi-Arabien einen Krieg gebe – die USA. Sein Argument:

Wenn die Öllieferung auf Grund eines Krieges zwischen den beiden arabischen Ländern Iran und Saudi-Arabien aus dieser Region ausfalle, steige der Ölpreis auf Grund von Engpässen massiv. Einer der großen Öllieferanten der Welt sind aber auch die USA.[5] [6]

Einzelnachweise

(1) Iranische Revolutionsgarden: Eine von Saudi-Arabien unterstützte Bewegung, die für die Militärparade verantwortlich ist, In: rabic.sputniknews.com, Ausgabe im Libanon vom 22. September 2018. Abgerufen am 23. September 2018. 

(2) Saddam Hussein, In: Wikipedia: 

(3) Sibilla-Egen-Schule, Schwäbisch Hall: „Der Iran-Irak-Konflikt: der erste Golfkrieg„. 

(4) Bush vs. Iran: Die Legende vom Petro-Euro-Krieg, von Matthias Streitz, In: SPIEGEL-Online vom 10. März 2006. Abgerufen am 23. September 2018. 

(5) Dirk Müller: Der Ölpreis | Iran | Saudi-Arabien | Polen | Flüchtlinge 04.01.2016 – Bananenrepublik, In: YouTube vom 5. Januar 2016.

(6) Vgl. zudem: Dirk Müller: Showdown. Der Kampf um Europa uns unser Geld, Knaur 300 Seiten, 2014.

Weitere Hintergründe



Keine Kommentare vorhanden


Du hast eine Frage oder eine Meinung zum Artikel? Teile sie mit uns!

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*
*


Das könnte Sie interessieren

Sonntag, 24. April 2022

Fake News, aber schöne

Ukraines Präsident Zelensky ‚covers‘ Endless love Song mit Ehefrau Olena Selenska

Er war zu schön, um wahr zu sein: Der Song „Endless love“, angeblich in einer Cover-Version von Ukraines Präsident Wolodymyr Oleksandrowytsch Selenskyj, in Mitteleuropa bekannt als Wolodimir Selenski, beziehungsweise Volodymyr Zelensky soll mit seiner Ehefrau, der Sängerin Olena Selenska, den wunderbaren Liebessong „Endless love“ gecovert haben. Man nahm natürlich an, dass der Song schon vor Jahren von ihm gecovert wurde. […]

Freitag, 04. März 2022

Kriege & Lügen

Flugverbotszone NATO in Ukraine hieß 26.000 Bombenangriffe der NATO auf Libyen

Kommentar – War da was? Flugverbotszone? Kennen wir das nicht irgendwoher? Ja: Wir erinnern uns an das Jahr 2011 zurück. Damals stellte der Westen mit seinem „Verteidigungsbündnis“ vor dem UN-Sicherheitsrat schon einmal einen Antrag eine angebliche „Flugverbotszone“ einrichten zu wollen. Nur nicht über der Ukraine, sondern in Libyen. Man überzeugte damals, vor zehn Jahren, den UN-Sicherheitsrat, also auch Russland und […]

Dienstag, 01. März 2022

Medien

Reporter ohne Grenzen kritisiert Russland wegen Zensur in Kriegsberichterstattung

Die internationale Organisation Reporter ohne Grenzen (RSF) kritisiert Russland wegen Zensur der Kriegsberichterstattung. So schreiben die Journalisten in einer Pressemitteilung: Im Zuge seines Kriegs gegen die Ukraine greife der Kreml noch weiter in die Berichterstattung russischer Medien ein. Die Worte „Krieg“, „Angriff“ und „Invasion“ seien in Russland angeblich ab sofort mit blick auf den Ukrainekrieg Russlands verboten. Erlaubt seien „ausschließlich […]

Dienstag, 01. März 2022

Krieg

Amnesty International kritisiert russische Invasion der Ukraine scharf: Menschenrechte und Menschenleben gefährdet

Die weltweit tätige Menschenrechtsorganisation Amnesty International kritisiert scharf den Angriffskrieg des Putin-Regimes, das seit gut 20 Russland regiert. So schreibt Amnesty International: Nachdem Russland begonnen habe, „die gesamte Ukraine anzugreifen“ rufe die größte Menschenrechtsorganisation der Welt „zur unbedingten Einhaltung der internationalen Menschenrechtsnormen und des humanitären Völkerrechts auf“. „Unsere schlimmsten Befürchtungen haben sich bewahrheitet. Nach wochenlanger Eskalation hat eine russische Invasion […]

Dienstag, 01. März 2022

Trumpf

Nicola Leibinger-Kammüller zur Ukraine Krise: „allzu oft beiseite geschaut“

Die schwäbische Unternehmerin Nicola Leibinger-Kammüller hat auf ihrem LinkedIn-Kanal sich zur aktuellen Ukraine-Krise geäußert. Wir geben ihre mahnende und weitblickende Stellungnahme ungekürzt zur Kenntnis: „Liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei TRUMPF wir alle sehen an den Bildschirmen seit letzter Woche dramatische Bilder aus dem Osten Europas. Panzer und schwere Artillerie rollen auf den Straßen. Autoschlangen mit Zivilisten bewegen sich aus der […]

Dienstag, 07. September 2021

Terror

Taliban geben Afghanistan neuen Namen ‚Islamisches Emirat Afghanistan‘

Die muslimisch-terroristische Organisation der Taliban haben die Bildung einer neuen „Charakter“-Regierung in Afghanistan angekündigt. Nach Angaben des US-Polizeidienstes FBI handele es sich beim Taliban Regierungsanführer um einen Terroristen. Die Bildung einer Regierung unter der militanten Taliban Terror-Gruppe hatte sich zuvor verzögert. Sie soll zweimal versucht haben, eine neue Regierung zu bilden, nachdem sie mit Terroranschlägen und Terrorgewalt die alte Regierung […]

Du kannst das Setzen nicht funktionaler Cookies hiermit unterbinden. Hier klicken um dich auszutragen.
Translate »