Skip to main content
Dienstag, 27. Oktober 2020

Iran: USA haben mit Isis im Irak Frankenstein Monster erschaffen / USA: Katar und Kuwait finanzieren Is

Da schwebt Katars Emir, ein Multimilliardär, nach Berlin ein, zeigt sich angepasst in ziviler westlicher Kleidung, lächelt in die Kameras und sagt, Katar habe nichts mit der Finanzierung der ISIS-Verbrecher, kurz IS, zu tun. Doch die USA haben erhebliche Zweifel, dass der Emir von Katar ein Unschuldslamm ist. Obendrein wirft der Iran den USA vor, mit der Terrormiliz Isis ein Frankenstein Monster mit erschaffen zu haben. Schuldzuweisungen dominieren derzeit die mediale Weltbühne rund um Isis, auch als „Is“ oder „Daesh terrorist“ bezeichnet.

So haben am Wochenende die USA erneut gesagt, sie vermuteten, dass hohe Bürger von Katar („Qataris“) die größten finanziellen und militärischen Förderer der Terrormiliz Isis sein könnten. Angeblich hätten „reiche Bürger“ aus Katar lange im Irak als Ankerinvestoren, sogenannte „angel investors“, fungiert. Dabei vermute man folgenden Hintergründe:

Die reichen Katarer hätten lange Zeit sehr viel Geld an bestimmte Gruppierungen überwiesen. Die meisten dieser Gruppierungen seien Militante in der Region des Irak und des Syrien. Zu nennen seien vor allem ISIS (beziehungsweise IS) sowie Gruppen des Jihad („ihadi groups“).

Daniel Cohen, Unterstaatssekretär für Terrorismus und Finanz-Intelligenz in der amerikanischen Regierung, geht aber noch einen Schritt weiter. Er sagte, wonach „eine Reihe von Benefizveranstaltungen“ – vor allem in Kuwait und Katar – geholfen hätten, extremistische Aufständische zu finanzieren“.

Dabei sei es nicht darum gegangen, „legitime humanitäre Bedürfnisse zu erfüllen“. Diese Mittel seien oft direkt an Terrorgruppen geflossen – darunter an syrische al-Qaida-Verbündete, wie die al-Nusrah Front sowie die ISIS („Islamische Staat Irak und der Levante“).

Werden die Is-Verbrecher wie Start-Ups von Arabern finanziert? Im Austausch gegen billiges Öl?

Wie hoch die vermuteten möglichen Zahlungen Kreisen in Katar an die Terrorgruppe der ISIS waren oder sind, ist nicht klar. Die US-Regierung sagte, die Zuwendungen an die Terroristen bewegten sich vielfältig: es reiche von „signifikanten“ finanziellen Zuwendungen bis hin zu anderen Unterstützungen. Dabei ist die Rede von fund-raising-Veranstaltungen:

„Diese reichen Araber sind wie ‚Business Angels‘ in der Start-Up-Szene im technischen Bereich, außer dass sie Interesse haben an der Gründung von Gruppen, die Hass schüren“. Dies sagte nun James Stavridis, Autor des in Kürze erscheinenden Buches „Accidental Admiral“. Es beschreibt unter anderem die Entstehung von Isis. Stavridis ist Dekan der Fletcher School of Diplomacy an der Tufts University.

Weiter führte Stavridis aus, wonach die Förderer von Gruppen wie „al-Nusrah und ISIS“ für die reichen Geldgeber wie eine „bessere Investition“ seien. Sie würden bewusst „Seed-Geld“ zur Verfügung stellen. Die Strategie sei dabei klar: „Sobald die Gruppen auf den Beinen sind, sind sie durchaus in der Lage auch andere Dinge zu tun – Entführungen, Ölschmuggel, Verkauf von Frauen in die Sklaverei und vieles mehr“.

Auch der Westen plünderte einst iraktisches Öl – vor allem die USA und Großbritannien

Letztlich geht es also vor allem um Macht in der arabischen Welt und um die Öl-Milliarden, auf welchen der Irak sitzt. Allerdings hilft hier auch ein Blick zurück: Seit den 1930er Jahren, bis zur Machtergreifung Saddam Husseins im Irak Anfang der 1970er Jahre, plünderte der Westen – vor allem die USA und Großbritannien – die irakischen Ölschätze. Damit wurde der Irak vom Westen um Hunderte Milliarden Euro an Ölgeldern bestohlen. Dabei gilt auch: Die Industrialisierung der Welt wäre ohne das Öl nicht ganz so schnell möglich gewesen.

Kritik gibt es auch vom iranischen Außenministers Mohammed Javad Zarif. Er sagte am Rande der Sitzung des „Council of Foreign Relations“, wonach der Westen geholfen habe, Isis, beziehungsweise Is, zu ermöglichen. Seiner Meinung nach sei es nun kaum mehr möglich, sich Isis zu widersetzen.

Er warf dem Westen, insbesondere den USA vor, ein Monster, ein Frankenstein mit Isis, beziehungsweise Is, geholfen zu haben zu erschaffen. Auch die Golfstaaten gehörten zu den Geburtshelfern der Isis. Das wären dann wohl vor allem Katar und Saudi-Arabien. Ob auch die Vereinigten Arabischen Emirate – also vor allem Dubai sowie Abu Dhabi – ebenfalls mit Finanzmitteln Isis, beziehungsweise Is, möglicherweise finanziert haben, ist noch nicht klar. Die Vereinigten Arabischen Emirate gelten in solchen Fragen eigentlich eher als neutral.

Iran: USA haben Frankenstein-Monster Is mit erschaffen

Jedenfalls sagte der iranische Außenminister: „Die meisten Teilnehmer der Sicherheitskonferenz in Paris haben auf die eine oder andere Weise im Laufe der Zeit ISIS unterstützt und damit an ihrer Entstehung, Erziehung und Expansion mitgewirkt. Am Ende des Tages haben sie tatsächlich geholfen, als Schöpfer eines Frankenstein-Monsters zu agieren“.

Dabei sei die ISIS, beziehungsweise IS, nicht einmal ein neues Phänomen: „Diese Gruppe gibt es seit langem. Und sie wurde seit langem unterstütz – in Bezug auf Waffen, Geld, Finanzen und durch eine hohe Anzahl durch die Förderung von US-Verbündeten in der Region.“

Die Isis-Verbrecher, beziehungsweise Is, macht seit Monaten mit mittelalterlicher Brutalität weltweit von sich Reden. Besonders Bilder von öffentlichen Köpfungen junger Männer erreichen das Ziel: nämlich Angst und Schrecken weltweit, vor allem aber im Irak, zu verbreiten.

Bekommt ISIS täglich 1 Millionen Dollar?

Die USA behaupten – allerdings ohne Beweise vorlegen zu können – wonach ISIS jeden Tag rund 1 Millionen US-Dollar von diversen arabischen Gruppierungen aus Katar oder Kuweit erhielten. Dabei ginge man davon aus, wonach besonders durch Schmuggel über die türkische Grenze nach Syrien Geld in die Hände der ISIS-Verbrechern gelangt.

Im Gegenzug würde möglicherweise Öl, welches man von eroberten syrischen und irakischen Ölfeldern geplündert habe, an die Geldgeber gegeben und zwar zu einem niedrigsten Preis von nur 25 US-Dollar je Barrel. Das entspreche einem Viertel des üblichen Ölpreises auf dem Weltmarkt. Eine weitere lukrative Einnahmequelle sei das Kidnapping von Menschen – vor allem aus westlichen Ländern. Dabei würde man auf Hohe Lösegeldzahlungen setzen.

Deshalb fordert beispielsweise Hochschul-Professor Stavridis die US-Regierung auf, so umfangreich wie nur möglich Zuwendungen an die Isis-Terrorbanden zu unterbinden. Die Finanzierungen der Isis sei letztlich ein „vierter Frontkrieg“. Gleichzeitig müssten die USA aber die Kurdischen Kämpfer, die Kurdish Peshmerga, unterstützten sowie das irakische Militär aufrüsten. Man müsse nun mit umfangreichen Bombardierungen gegen die Isis-Terroristen beginnen:

Sowohl die USA, wie Frankreich, fliegen seit Tagen gegen die Terrormilizen Luftangriffe. Doch nach wie vor kann die Isis im Irak kaum eingedämmt werden. Youtube-Video zu den Isis-Terroristen:



Keine Kommentare vorhanden


Du hast eine Frage oder eine Meinung zum Artikel? Teile sie mit uns!

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*
*


Das könnte Sie interessieren

Sonntag, 18. Oktober 2020

Covid 19

Wir sind an der Seite der Corona Shutdown Gegner – Freiheit größer als das Virus

Kommentar – Die Schweizer sind nicht gerade für Rambazamba bekannt. Viele leben in ihrem lokalen Wohlstand. Die Altersvorsorge klappt mit dem Dreisäulenprinzip besser als in Deutschland und vielen anderen EU-Staaten. Das Arbeitslosengeld ist in der Schweiz erheblich höher – maximal 400 Franken brutto pro Tag und bis zu maximal 21,7 Arbeitstage-Geldern pro Monat. Doch ein drohender zweiter Lockdown wegen Corona […]

Dienstag, 13. Oktober 2020

"Menschliche Tiere"-Aktion

Autobahn A3: Umweltaktivisten-Terror um „Wald statt Asphalt“ verursacht fast tödlichen Unfall

Kommentar – Unter dem angeblichen Einsatz für die Umwelt besetzen sogenannte Umweltaktivisten in Europa Parlamente, Banken, blockieren illegal Straßen und jetzt haben linksradikale selbsternannte „Umweltaktivisten“ in Deutschland auch noch fast ein Menschenleben auf dem Gewissen. Zumindest schaut es derzeit nach Medienberichten danach aus. So hatten Anarchisten, die glauben, für sie gelte offensichtlich das Recht nicht, sich irrerweise von einer Autobahnbrücke […]

Donnerstag, 24. September 2020

Diktaturen

Bahrain lässt Jugendliche nach acht Jahren Haft frei

Auch wenn viele einen Friedensvertrag zwischen Israel und Bahrain feiern, eingetütet durch U.S.-Präsident Donald Trump, so bleibt doch festzuhalten: Bahrain ist ein diktatorisches Regime. Das zeigt sich einmal mehr an einer Meldung von Amnesty International Deutschland (AI). So teilte Amnesty mit: Am 23 Mai 2020 sei Ebrahim Ahmed Radi al-Moqudad (15 Jahre bei der Festnahme im Jahr 2012; heute also […]

Samstag, 01. August 2020

Anti-Korruptions Demonstrationen

Amnesty International fordert Palästinensische Aktivisten müssen von Behörden in Ramallah freigelassen werden.

Am 19. Juli 2020 nahmen die im Westjordanland stationierten palästinensischen Streitkräfte in der Stadt Ramallah 19 Aktivisten fest, die friedlich gegen die Korruption im Land protestierten. Dies teilte nun Amnesty International Deutschland mit und schreibt: „Während drei von ihnen wieder freigelassen wurden, wurden 16 angeklagt, zehn von ihnen befinden sich weiterhin in Haft“. Alle zehn Palästinenser sind aus Protest gegen […]

Montag, 30. März 2020

Vom Wahnsinn & Co

Gewinner Coronakrise: Ganz klar China, der Westen durchgeht Katharsis

Kommentar – Die Corona-Krise im Westen wird wahrscheinlich Millionen Menschen ihren Arbeitsplatz kosten und Zehntausende, wenn nicht Hunderttausende Unternehmen, darunter viele Einzelunternehmen, Mittelständler oder Konzerne in den Konkurs treiben. Doch es gibt auch Gewinner der Krise: Käufer billiger Aktien und billiger Bitcoins beispielsweise oder Besitzer von Immobilien, welche die Nerven behalten. Ein großer Gewinner dürfte ebenso China sein, möglicherweise zudem […]

Samstag, 14. März 2020

Argentinien nimmt deutsche Urlauber in Zwangs Quarantäne wegen Corona Virus | Einreiseverbot für Deutsche in Bolivien

So hatte sich ein Berliner seinen 14-tätigen Urlaub in Argentinien nicht vorgestellt: Als er vor zwei Tagen von Argentinien nach Deutschland zurückfliegen wollte, hatte er erfahren, dass seine Airline kurzfristig den Flug gestrichen hatte. Doch nicht nur das. In einer Mail an Freunde schreibt er am Freitag den 13. März: So sei sein Rückflug von Argentinien nach Deutschland kurzfristig gestrichen […]

Du kannst das Setzen nicht funktionaler Cookies hiermit unterbinden. Hier klicken um dich auszutragen.
Translate »