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Montag, 12. November 2018

Saud

Regime des Mord-Königs von Saudi-Arabien nicht mehr satisfaktionsfähig nach seinem dreckigen Khashoggi-Mord

Bild: YouTube-Video CBS-News.
Jetzt hat Saudi-Arabien zugegeben: Ein Todes-Schwadron des saudischen "Kronprinzen" hat den regimekritischen Journalisten Jamal Khashoggi ermordet. Im Auftrag der Regierung.

Kommentar – Ich glaube es war ein Autor der britischen linksliberalen Tageszeitung „Guardian“, der sich an folgende Szenen erinnerte und sie dieser Tage kundtat: Schon einmal habe eine brutale arabische Diktatur geglaubt, den Westen an der Nase durch die internationale Manage ziehen zu können und der Lächerlichkeit preis zu geben. Es sei Anfang der 1990er Jahre gewesen.

Das Land, in dem dies geschehen sei, sei der Irak gewesen. An der Macht war damals noch Saddam Hussein, den der Westen gut 13 Jahre später hinrichten ließ und sein Land besetzte.

Auch damals habe es einen Journalistenmord gegeben. So sei in jener fernen Zeit ein Journalist zunächst vom irakischen Regime gefangen genommen worden und als Faustpfand gegenüber Verhandlungen mit dem Westen genutzt worden.

Die britische Regierung, damals noch unter der als Eisernen Lady bekannten Margaret Thatcher, habe mehrmals die Freilassung des Journalisten gefordert. Großkotzig habe man in Bagdad das aber verweigert. Dafür habe man aber vor bald 30 Jahren einen Bleisarg nach London gesendet: Mit Liebesgrüßen von Saddam Hussein aus Bagdad. In dem Sarg sei die Leiche des Journalisten gewesen.

Dies sei der Anfang vom Ende des irakischen Regimes und Saddam Hussein gewesen.

  • Nicht das jahrelange medial inszenierte politische Theater rund um angeblichen Atomanlagen zum angeblichen Bau einer möglichen Atombombe im Irak war der Grund für den 2003 durchgeführten westlichen Irakkrieg.
  • Heute wissen wir: All das diente nur noch als Vorwand um irgendwann in den Irak militärisch zu intervenieren und Saddam Hussein abzusetzen und hinzurichten.
  • Als späte Quittung vieler Verbrechen, wozu der Journalistenmord auch gehörte.

Aus einem dreckigen engen Erdloch hatte man 2003 den einstmals allmächtigen irakischen Herrscher gezogen. Sein Haar war zerfetzt und verfilzt wie das eines Penners aus der Gosse. Ein Galgen machte ihm wenige Monate später den Garaus. Das unrühmliche Ende eines unrühmlichen Herrschers. Hussein musste sogar noch selber in die Schlinge springen, die man ihm für seinen Abgang gelegt hatte. Asche zu Asche. Erde zu Erde.

Irak ist nicht Saudi-Arabien – oder doch?

Nun ist der Irak ja eigentlich nicht Saudi-Arabien. Das dachte man zumindest bislang. Denn im Gegensatz zum Rabauken Saddam Hussein verstehen es die Saudis seit Jahrzehnten sich den Westen gewogen zu halten:

  • Mit großzügigen ständigen Militärbasen in Saudi-Arabien, die man den USA und der NATO anbietet.
  • Mit Glanz und Glamour, perfektem Oxford-English und Pferdesport oder Polo.
  • Auch mit regelmäßigen Hunderten Milliarden Euro an Investitionen im Westen.

Oder mit üppigen Bestellungen an Kriegsgerät, das man dann im Nachbarland Jemen einsetzt.

Seit dem Machtantritt des saudischen Diktators und Königs Salman ibn Abd al-Aziz im Jahr 2015 sollen über 50.000 Bürger durch Kriegsangriffe der Saudis im armen Land Jemen ihr Leben verloren haben.

Möglich ist das, da der Westen wegschaut bei Saudi-Arabien. Lange schon. Wie sich jetzt herausstellt, viel zu lange.

Doch schon 2009 galt für westliche Bürger eine dringliche Warnung nicht mehr in den Jemen und zu seinen historischen Städten zu reisen. Groß war die Angst vor Al Quaida-Entführungen und Hinrichtungen, die geistigen Brüder des IS.

Schweben Vertreter von Saudi-Arabien im Westen ein, wird immer die ganz große Pauke geschlagen, der ganz große Schwanz gezogen:

  • Oft werden ganze Luxushotels in einer Stadt gemietet.
  • Und die Entourage der saudischen Politiker und Regimevertreter ist fast immer größer als jene der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel oder die von US-Präsident Donald Trump.

In ihren goldenen Gewändern bieten Sie die Folie vom Glauben, sie könnten kein Wässerchen trüben.

Widerliche Videos auf YouTube

Dass das nicht so ist, hat man ja geahnt. Widerliche Videos auf YouTube zeugen seit Jahren davon:

  • Man sieht Leichen baumeln von Menschen, Regimekritikern, welche das Regime von Saudi-Arabien öffentlich auf Marktplätzen an extra eingerichteten Hänkersplätzen hinrichten lässt.
  • In manchen Fällen wurden die Leichen der Gehängten mit Kränen über die Dächer von Städten gehievt, um der lokalen Bevölkerung zu zeigen: Das kann mit jedem einzelnen von euch passieren. Es kann passieren wenn ihr aufmuckt unter euren Gewändern.

Längst halten die berühmten weißen oder goldenen Gewänder der Saudis nicht mehr nur den Wüstensand fern. Sie sollen offensichtlich auch all den anderen Schmutz fernhalten in der öffentlichen Inszenierung der Saudis. Den ganzen politischen Dreck.

Doch das, was nun vor gut 14 Tagen im wenig schmucken saudiarabischen Konsulat in Istanbul geschehen ist, stellt vieles an Brutalem und Unverfrorenem was man bislang von der arabischen Halbinsel gehört hat, in den Schatten.

Und egal, wer nun wie verhaftet oder hingerichtet wird. Egal welches Bauernopfer der saudische Diktator Salman ibn Abd al-Aziz in das Kanonenrohr schiebt, so ist doch jedem klar: Der Mord an dem aus Saudi-Arabien in den Westen geflüchteten Journalisten Jamal Khashoggi, beziehungsweise Cemal Kaşıkçi, wurde nicht einfach so von einem Hansdampf aus der 10. Reihe am saudischen „Königshof“, also der Zentrale des Regimes entschieden.

Nein. Solche Morde, solche politischen Morde, werden von ganz oben abgesegnet – mal offensiv, dann durch dezentes Weghören, Überhören oder Ignorieren. Doch ob Hinhören oder Weghören. Man nennt das im Zweifelsfall in Management-Schulen gerne auch stillschweigende Zustimmung zu Vorgängen, in die man nach Innen oder Außen hin nicht zu sehr verwickelt sein will.

Das heißt: Ohne die Billigung der obersten Stelle ist ein solch brutaler Mord wie in Istanbul von den Saudis unverfroren durchgeführt nicht möglich. Der Fisch stinkt bekanntlich vom Kopf und nicht von der Seitenflosse.

Fäden laufen bei „König“ Salman ibn Abd al-Aziz und seinem Sohn zusammen, dem „Kronprinzen“

In Saudi-Arabien laufen die Fäden aber bei „König“ Salman ibn Abd al-Aziz und seinem Sohn zusammen, dem „Kronprinzen“, dem, wie wir heute wissen, mörderischen Diktatorensohn Mohammed bin Salman also.

Nun wunderte man sich ja schon immer mehr oder weniger über diesen Diktatorensohn: Sein Grinsen wirkte immer abwechselnd mal dümmlich dann wieder fast schon gütig. Heute weiß man: Die perfekte Verbrecher-Visage offensichtlich.

Das Gesicht eines mörderischen Psychopathen der glaubt, für ihn gilt kein Recht, kein Anstand, keine Moral, keine Distanz, kein Innehalten, keine Vergebung. Für uns ist dieser saudische Königssohn die moderne Variante des deutschen Nazi-Arztes Dr. Mengele.

Wir erinnern uns: Dr. Josef Mengele war im nationalsozialistischen Reich in den 1940er Jahren der oberste Chefarzt wenn es darum ging, in den Konzentrationslagern (KZs) perverse tödliche „Versuche und Tests“ an lebenden Menschen durchzuführen. Er wird bis heute als einer der schlimmsten Kriegsverbrecher in Geschichtsbüchern geführt.

Egal wie sich Saudi-Arabien nun herauswindet: Das Land hat mit diesem perversen, brutalen, dreisten, menschenverachtenden, auch den Westen komplett verachtenden Mord seine Satisfaktionsfähigkeit auf der internationalen Bühne verloren.

Das große Misstrauen gegen Saudi-Arabien ist nicht nur ausufernd, sondern uferlos

Es könnte der Anfang vom Ende dieser Diktatur sein. Bislang konnte sich Saudi-Arabien im Westen immer noch damit andienen, man sorge ja für das große Gleichgewicht in der arabischen Welt gegenüber dem Iran.

Das kollektive Gedächtnis wird aber diesen saudischen widerlichen Journalisten-Mord in Istanbul nicht vergessen. Das große latente Misstrauen gegen Saudi-Arabien ist nicht nur ausufernd, sondern uferlos. Es ist also natürlich berechtigt.

Und es spricht Bände, dass die Saudis so dumm, so dreist und so ignorant waren, zu glauben, man könne einfach mal mit einem privaten Luxusjet ein Mordkommando in das NATO-Mitgliedsland Türkei schicken und dort einen Journalisten ermorden, ohne dass irgendwer etwas mitbekommt oder das für berichtenswert auf der Weltbühne hielte.

Ganz abgesehen davon: Wie immer dürfte auch dieser Mord nur die Spitze des Eisberges eines Verbrecher-Regimes sein. Es ist die Laune des Laufs der Weltgeschichte, dass genau dieser aus Sicht der Saudis so „kleine“ Mord nun in die Geschichtsbücher eingeht. Nach wahrscheinlich zehntausenden Hinrichtungen und Morden, welche seit den 1930er Jahren der Stamm der Saud, welcher rund 7000 Mitglieder umfasst, zu verantworten hat.

Ein einzelner Mord reicht manchmal aus, um ein Reich zu richten.

Ein Mord zu viel – nach zehntausenden Morden des saudischen Regimes, nach denen im Westen seit Jahrzehnten kein Hahn krähte.

Der Hinflug und Rückflug nach Istanbul im Luxusjet war für diesen Mord auf wenige Stunden getaktet. Man wollte wieder pünktlich in den königlichen Schlössern und Palästen zurück sein um sich dort wie gehabt zu verlustieren und an der eigenen Macht zu berauschen.

Übertrug die Apple-Watch den Mord?

Eine Apple-Watch soll angeblich den Mord an dem saudischen Journalisten Jamal Khashoggi, der unter anderem für die angesehne und berühmte US-Zeitung Washington Post schrieb, sieben Minuten lang aufgezeichnet und an eine Cloud übermittelt haben. An eine Cloud, auf die auch der türkische Geheimdienst (in diesem Fall glücklicherweise) Zugriff hatte.

Jetzt verfügen die Geschichtsbücher über ein modernes Zeitdokument darüber, wie kurz und grauenvoll Weltgeschichte sein kann. Weitere Beweise sicherten nun die türkischen polizeilichen Teams vor Ort im dem saudischen Konsulat in Istanbul.

Angesichts der Monstrosität des Verbrechens, mutet es geradezu aberwitzig kleinlich an, wenn Saudi-Arabien nun glaubt mit solch billigen PR-Meldungen durchzukommen, wie:

„Königliches Dekret veröffentlicht, Saudi-Arabiens stellvertretender Chef des Geheimdienstes Ahmed Asiri wurde entlassen. Ein anderer Name, der durch dasselbe Dekret vertrieben wurde, war Saud al-Kahtani.“

Oder: „Die Regierung von Riad hat die Festnahme von 18 Personen in der offiziellen Untersuchung angekündigt.“

Oder: „Der saudische König Selman berichtet, dass der Geheimdienst nach der Vertreibung von drei hochrangigen Geheimdienstlern umstrukturiert wird. Vorsitzender des Komitees wird Kronprinz Muhammad bin Selman sein.“

Spätestens da langt man sich an den Kopf: Dr. Mengele soll also Vorsitzender seines eigenen Mord-Kabinetts sein?

Neue Fotos aufgetaucht

Denn gleichzeitig sind in sozialen Medien sowie auf türkischen und britischen Zeitungen Fotos oder sonstige Einträge aufgetaucht, die belegen, dass mehrere der 15 Mörder direkt aus dem engsten Sicherheitstross, den Bodyguards des saudischen „Prinzen“ kommen.

Ein neu aufgetauchtes Foto soll beispielsweise einen der Mörder (Maher Abdul Abiz Mutreb; bzw. auch als Maher Abdulaziz Mutreb geschrieben) direkt vor dem Sitz der britischen Premierministerin Theresa May zeigen, wie er wenige Meter vom saudischen Mordprinzen, also des „Kronprinzen Mohammed bin Selman“, entfernt steht.

Die Szene auf dem Foto wirkt fast familiär, nett, verspielt. Doch der Babyface-Charme der arabischen Anzug- und Mullah-Ritter trügt und macht etwas klein, was nicht klein ist. Ebenso aberwitzig klein ist das, was US-Präsident Donald Trump mitzuteilen hat:

„Es tut uns leid zu hören, dass Herr Kaşıkçı totgesagt wurde. Wir sprechen der Familie von Kaşıkçi, ihrem Verlobten und ihren Geliebten unser aufrichtiges Beileid aus.“

Kaşıkçı ist ein anderer Name für Khashoggi. Letzter Name ist aber im Westen ein sehr bekannter Name. Handelt es sich doch um keinen geringeren als den berühmten und erst vor einem Jahr in London verstorbenen schillernden saudischen Milliardär und Waffenhändler Adnan Khashoggi, der auch als Adnan Chaschuqdschi geschrieben wird. Und genau von jenem ist der gleichnamige ermordete Journalist der Neffe.

Die Irren von Riad

Es scheint ganz so zu sein, als ob die Irren in Riad glauben: Jetzt, da der alte Khashoggi tot ist, können wir uns wie die Geier über seinen Clan hermachen und morden, einsperren oder enteignen wo es uns gerade passt (wir erinnern uns noch an die Verhaftungswellen in einem Riader Luxushotel vor einem Jahr, im November 2017).

Derweil wurde ein weiteres grausiges Detail vom saudischen Konsulat in Istanbul bekannt: So berichtet die westliche Nachrichtenagentur Reuters, wonach ein „lokaler Mitarbeiter“ des Generalkonsuls von Saudi-Arabien in Istanbul vom Verbrecher-Regime aus Riad gezwungen worden sei, die Leiche, beziehungsweise dessen was vom ermordeten Journalisten Khashoggi übrig geblieben ist, irgendwo bei Istanbul zu verscharren. Die Rede ist von Wäldern.

Da Saudi-Arabien offensichtlich gründlich mordet, war in Istanbul auch der höchste königliche saudische Gerichtsmediziner mit seiner Leichensäge im saudischen Konsulat zum Mord vor Ort.

Als er den noch lebenden aber mit einer Spritze bewegungsunfähig gemachten Khashoggi zerteilte, soll er zu seinen königlichen Mord-Kumpanen gesagt haben:

Setzt euch lieber Kopfhörer auf, das macht jetzt keine schönen Geräusche. Zum protestierenden saudischen Konsul habe man gesagt: Er solle sein Klappe halten, sonst könne ihm das gleiche passieren, wenn er nach Saudi-Arabien zurückkehre. Daraufhin soll der Konsul gebeten haben, den Mord doch bitte nicht direkt in seinem Büro zu machen, sondern irgendwo nebenan. Das bringe ihm doch nur Ärger. Mittlerweile ist der Konsul nach Saudi-Arabien zitiert worden – zum königlichen Stuhl in Riad.

Vom Verscharren wollte aber der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan nichts wissen

Von Verscharren wollte aber der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan in diesem Fall nichts wissen. Vielmehr ist es ihm und den seit zwei Wochen in der Mord-Affäre vorzüglich und akribisch berichtenden türkischen Medien zu verdanken, dass das monströse saudische Verbrechen im NATO-Mitgliedsstaat Türkei überhaupt weltweit bekannt wurde.

Erdogan hat sich damit zweifelsohne zurück auf die internationale Bühne gespielt und gezeigt: So ganz scheint er nicht vergessen zu haben, was Recht und Unrecht ist, was Menschlichkeit und Verbrechen ist.

Gleichzeitig haben auch die Vereinten Nationen unter UN0-Generalsekretärs Antonio Guterres ihre „tiefe Trauer über den Mord“ an dem Journalisten kundgetan und ihr Beileid an „die Familie und Freunde von Cemal Kaşıkçı“ zum Ausdruck gebracht. Antonio Guterres forderte eine schnelle, umfassende und transparente Untersuchung des Mordes und die Verantwortlichkeit der Täter.

Schonungslose Aufklärung fordert auch das Europäische Parlament der EU in Straßburg mit den Worten: „Eine sorgfältige internationale Untersuchung sollte sofort eingeleitet werden, um die Beweise für den Tod von Cemal Kaşıkçı zu untersuchen“. Das sagte der Präsident des europäischen Parlaments Antonio Tajani.

450 Milliarden Dollar-Militärdeal zwischen Saudi-Arabien und den USA

Dass all das nicht leicht wird, zeichnet sich an der finanziellen Bedeutung Saudi-Arabiens ab. Denn alleine der letzte Waffendeal von US-Präsident Trump umfasst eine Größenordnung von 110 Milliarden US-Dollar.

Alles im allem sollen die Amis an die Saudis noch Waffenlieferung in Höhe von rund 450 Milliarden Dollar in den Büchern als Haben stehen haben. Heute mag sich angesichts solch gigantischer Zahlen so mancher US-Politiker fragen: Ist das wirklich ein dickes Plus für die USA oder nicht ein viel fetteres rotes Minus?

An den amerikanischen Milliarden-Waffenlieferungen hingen, beeilt man sich in Washington mitzuteilen, angeblich bis zu einer Millionen Jobs in den USA. Ganz so, als sei die Jobfrage derzeit die wichtigste.

Dass Deutschland gleich nach den USA einer der wichtigsten Waffenlieferanten an Saudi-Arabien ist, lässt sich in zahlreichen Statistiken nachlesen. Ob CDU, CSU oder SPD – die großen Volksparteien verteidigen seit Jahren ihre schmutzigen Deals mit der arabischen Halbwelt.

Neben dem Europaparlament hat auch die Londoner Regierung angekündigt, man erwarte Aufklärung. Im übrigen bleibe UK, wie viele andere, einer aktuellen Investorenkonferenz in der saudiarabischen Hauptstadt Riad fern. Zu viel Blut an den Kleidern, scheint man zu fürchten, könnte negativ abstrahlen.

Auch Amnesty International will eine unabhängige Untersuchung zum saudischen Mord-Geschwader

Eine unabhängige Untersuchung zum saudischen Mordkomplott in Istanbul fordert zudem die Menschenrechtsorganisation Amnesty International (AI).

Zu den nun von Saudi-Arabien der Welt präsentierten Bauernopfern gehören unter anderem die beiden Verbrecher „Saud Kashtani, Berater des Kronprinzen Mohammed bin Selman“ und „Ahmed Asiri, der stellvertretende Leiter des General Intelligence in Saudi-Arabien“ (so der Wortlaut der saudischen Erklärung).

Dass Bildung vor Mord nicht schützt, zeigt auch, was die türkische Zeitung milliyet.com.tr/ über den 40-jährigen Ahmed Asiri ausführt:

„Nach seinem Abschluss an der King Saud University Law School, hat Saud Haqtani seinen Master-Abschluss an der Arab Safety Nayif University erworben. Dann arbeitete er auf Ministerebene im Royal Court und dort angeblich im Forschungszentrum“ (was immer das für ein angebliches „Forschungszentrum“ auch sein möge).

Als weiteres Mitglied der Mörderschwadronen des saudischen Königs Salman ibn Abd al-Aziz wird Ahmed Asiri genannt.

Er sei 1959 in der saudiarabischen Stadt Asir geboren worden. Als junger Mann habe er eine „militärische Spezialisierungsschule“ in Frankreich besucht und habe einen Master-Abschluss an der Militärschule der saudischen Streitkräfte erhalten, führt die türkische Tageszeitung Milliyet weiter aus.



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