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Montag, 22. April 2019

Eurobonds: FDP-Schwergewicht Westerwelle gibt CDU-Umkipper Schäuble contra

Eurobonds kosten die Deutschen jährlich rund 30 Mrd. Euro mehr an Zinsen. Das ist bekannt. Bislang hatte die deutsche Bundesregierung sich regelmäßig gegen Eurobonds ausgesprochen, also EU-weite einheitliche Kreditpapiere mit denen sich die Staaten refinanzieren können. Doch auch das scheint nun nicht mehr sicher zu sein. Erstmals sagte Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) in einem Zeitungs-Beitrag, er könne sich nun doch Eurobonds vorstellen. Damit stößt er auf massiven Widerstand in der FDP, aber auch in weiten Teilen der Wirtschaft. So sagte FDP-Schwergewicht, Außenminister Guido Westerwelle, er und die FDP lehnten Eurobonds nach wie vor vehement ab.

Schäuble, seit Jahrzehnten in der CDU aktiv, machte jedoch vor der Einführung von Eurobonds eine Bedingung: Es müsse eine einheitliche Finanzpolitik in der EU geben. Noch vor dem EU-Sondergipfel im Mai 2012 hatte Schäuble eindeutig Eurobonds eine Absage erteilt. Nach einer Abstimmung des Börsenportals boersennews.de (Unister GmbH, kurz Unister), lehnen über 80 Prozent der Deutschen Eurobonds ab. Bislang kann sich Deutschland so günstig wie kaum ein anderes Land am Finanzmarkt Finanzen besorgen. Grund: Deutschland gilt als sehr zuverlässig. Mit Eurobonds wäre das zu Ende. Gleichzeitig würde Deutschland für die Schulden der anderen Staaten mithaften. Die Zukunft Deutschlands wäre also ernstlich in Gefahr, sind sich Experten einig.

Ebenfalls Einigkeit besteht darüber, dass, sollte die Europäische Union ihre Finanzkrise nicht in den Griff bekommen, mittelfristig asiatische Finanzplätze wie Hongkong oder Shanghai, Europa als wichtigsten Börsenplatz ablösen könnten. LESEN:

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