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Samstag, 15. Juni 2019

CSU-Schwergewicht Dr. Friedrich Zimmermann mit 87 Jahren gestorben / Er war von 1982 bis 1989 Bundesinnenminister

Dr. Friedrich Zimmermann, der ehemalige deutsche Bundes-Innenminister, ist in Österreich im Alter von 87 Jahren nach schwerer Krankheit gestorben. Zimmermann ist ein CSU-Schwergewicht und war beispielsweise in den 1980er Jahren für die damals in der BRD hoch umstrittene Volkszählung verantwortlich. Ebenfalls zu seinen politischen Vermächtnissen gehören das Vermummungsverbot sowie die bis heute geltende Kronzeugenregelung in Strafprozessen.

Friedrich Zimmermann war auch in den Jahren 1989 bis 1991 Bundesverkehrsminister. Mit Zimmermann geht einer der ganz großen politischen Gewichte der Bundesrepublik Deutschland und ein engster Vertrauter des Einheitskanzlers Dr. Helmut Kohl (CDU). Zudem war er ein enger Verbündeter und Weggefährte des bayerischen Ministerpräsidenten Dr. Franz Josef Strauß (CSU).

Zimmermann hatte im Jahr 1988 zum dritten Mal geheiratet und hinterlässt zwei Töchter. Zimmermann war am 18.07.1925 in München geboren worden. Zum Ende des Zweiten Weltkriegs 1945 war er knapp 20 Jahre alt. Entsprechend der Erfahrungen im Zweiten Weltkrieg setzte er sich gemeinsam mit Helmut Kohl sein Leben lang für ein starkes vereintes und friedliches Europa ein. Er gehörte 32 Jahre dem Deutschen Bundestag an und ist damit auf Platz 15 der am längsten im Bundestag aktiven Parlamentarier.

Seit er 32 war saß er im Bundestag. Zimmermann wird paradoxer Weise in einem Atemzug mit Dr. Otto Schily, der unter der Regierung Gerhard Schröder (SPD) ebenfalls Bundesinnenminister in Deutschland war, genannt. Schily ist aber ein Urgestein der GRÜNEN. So unterschiedlich beide waren, so gleich waren sie doch: Die innere Stabilität Deutschlands war für sie letztlich aus eigener auch historischer Erfahrung eine Herzensangelegenheit. Beide Politiker sind schon heute in die Geschichtsbücher eingegangen.



Kommentare (1)


Kiat Gorina 17. September 2012 um 10:23

Es heißt ja, wir sollen über Tote nichts Schlechtes reden. Trotzdem möchte ich bei Zimmermann an die Spielbankaffäre 1961 in Bayern erinnern. In diesem Zusammenhang wurde Zimmermann des Meineides überführt. Seitdem hatte er den Spitznamen Old Schwurhand, manchmal auch der Meineidsbauer. Zimmermann wurde wegen des Meineides nie bestraft. Grund: Ihm gelang es, ein medizinisches Gutachten vorzulegen, das ihm zum Zeitpunkt des Meineides eine Unterzuckerung und damit einer verminderte Zurechnungsfähigkeit bescheinigte.
Was lernen wir daraus? Schon damals wurden die Paragraphen verbogen, nur damit ein Politiker nicht zu einer Strafe verurteilt wurde 😉

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