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1933 gegründetes US-Magazin NEWSWEEK erscheint nicht mehr

Das US-Magazin „Newsweek“ gehört zu den ganz großen Medienmarken weltweit. Doch das konnte das Heft nicht vor sinkenden Auflagenzahlen und zurückgehenden Werbeeinnahmen retten. Jetzt wird das Printheft eingestellt. Newsweek machte sich im Laufe von Jahrzehnten immer wieder durch hervorragende politische Reportagen, auch Kriegsreportagen, weltweit einen sehr guten Namen. Jetzt verbleibt als Platzhirsch unter den vergleichbaren amerikanischen Magazinen nur noch die „Time“. Doch auch die „Time“ wird immer dünner – sowohl im Umfang als auch in der Papierqualität. Zumindest ist das der Eindruck beim Leser.

Immerhin wird es die Newsweek weiterhin als Online-Ausgabe geben. Doch dabei dürfte klar sein: Die Werbeeinnahmen dürften bei weitem nicht ausreichen um eine so teure Redaktion, wie die Newsweek-Redaktion in gleich starker Besatzung wie bislang zu finanzieren. Heißt: Es wird Entlassungen geben. Newsweek war seit bald 80 Jahren im amerikanischen Zeitschriftenhandel stets an vorderster Front. Die Online-Ausgabe soll „Newsweek Global“ heißen. Bis vor zwei Jahren hatte noch der Zeitschriftenkonzern der Washington Post das Magazin verlegt. Doch schon damals zeichnete sich der siechende Tod ab.

Zum symbolischen Preis von einem US-Dollar vermachte man es Sidney Harman. Der dürfte seitdem mit dem Print-Magazin einige Millionen Dollar verbrannt haben. Harman, ein Hifi-Pionier – und heute 94 – dürfte das Zeitschriften-Ende dennoch schmerzen. Denn Harman gehört noch zu jener Generation, die mit Print, also mit Zeitschriften und Zeitungen, groß geworden ist. Insofern ist die Einstellung der altehrwürdigen „Newsweek“ auch ein weiterer markanter Meilenstein zum Umbruch von der Druckerschwärze hin zu den virtuellen Lettern, hin zur digitalen Welt. So kommentierte denn auch Newsweek-Chefredakteurin Tina Brown die Einstellung der Print-Ausgabe: „Wir verändern Newsweek, verabschieden uns aber nicht davon“.



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