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Samstag, 22. September 2018

Waffenruhe Gaza: 140 von Israel umgebrachte Palästinenser, 23 Kinder / Dem stehen 3 tote Israeli gegenüber

Nach intensiven Verhandlungen zwischen Israel und der im Gaza-Streifen regierenden Organisation Hamas gibt es nun nach hunderten Bombenangriffen auf den Gaza-Streifen durch das israelische Militär erst einmal eine Waffenruhe.

Israel hatte mit Bombenangriffen seit dem 14. November 2012 rund 140 Palästinenser umgebracht, darunter 23 Kinder und unzählige Frauen. Hinzu kommen circa 1300 zestörte Gebäude im Gazastreifen. Israel begründete seine mehr als 1300 geflogenen Bombenangriffe auf die palästinensischen Gebiete in den vergangenen sieben Tagen damit, dass die Hamas die vergangenen Monate immer wieder Raketen vom Gaza nach Israel gesendet habe.

Die Hamas begründet ihre Aktionen wiederum damit, dass sie nach bald 50 Jahren die mit polizeistaatlichen Machtbefugnissen ausgestatteten israelischen Besatzer endlich aus den palästinensischen Gebieten werfen wolle. Zudem verteidigt die Hamas ihre Raketenangriffe damit, wonach Israel die vergangenen Jahre fast wöchentlich mit Drohnenangriffen Palästinenser umgebracht habe – und die Tötungen teils sogar auf YouTube gezeigt habe.

Die Hamas-Kritik an den seit Jahren andauernden israelischen Militärschlägen gegenüber den Palästinensern stützen Statistiken von Menschenrechtsorganisationen, wie des „Palestinian Centre for Human Rights“ (PCHR). Gegenüber kriegsberichterstattung.com gaben die auch von der EU geförderten Menschenrechtler an, dass alleine seit dem Jahr 2000 bis zum 21. November 2012 insgesamt 6.940 Palästinenser durch israelische Bombenangriffe umgekommen seien, darunter 1.280 Kinder und 303 Frauen.

Den palästinensischen Toten stehen rund 500 vor allem durch Selbstmordattentate der Palästinenser umgekommene Israeli gegenüber.

Die Waffenruhe kommt nun unter Vermittlung der Muslimbruderschaft aus Ägypten sowie des US-Präsidenten Barack Obama zustande. Folgende Punkte werden geregelt:

– Die Hamas hört auf, Raketen auf Israel zu werfen oder Selbstmordattentate zu verüben.

– Auf Israel bezogen gilt: Alle Angriffe gegen den Gazastreifen sind umgehend zu Lande, zu Wasser und in der Luft, einschließlich von Überfällen und gezielten Mordaktionen auf Araber, zu stoppen.

– Zudem sind umgehend die Grenzübergänge zu öffnen, um eine Erleichterung der Freizügigkeit von Personen und Waren zu gewährleisten (im Gazastreifen fehlen Lebensmittel, Wasser, Energie).

– Außerdem erhält Ägypten ungehinderten Zugang zu jeder der beteiligten Konflikt-Parteien.

Kommentar:

Die Israelis haben ein Recht auf einen sicheren Staat. Die Palästinenser aber auch. Die Hamas muss aufhören, mit Raketen Israel zu provozieren und die dort lebenden Menschen zu bedrohen. Auch müssen die Selbstmordattentate aufhören.

Die Hamas untergräbt damit ihr eigenes Ziel nach Gründung eines palästinensischen eigenen Staates. Das gleiche gilt für Israel: Die gezielten Tötungen an Palästinensern müssen ebenfalls umgehend eingestellt werden. Beide Konfliktparteien müssen der Gewalt abschwören und zurück an den Verhandlungstisch. Dabei muss am Ende stehen: Eine Zweistaatenlösung.



Kommentare (4)


Kai Günther 28. Juli 2014 um 15:06

Ja, so ist das stets, wenn jemand die Politik der jüdisch konservativen Israeli kritisert, dann kommt das allgemeine Lamento vom Antisemithismus, mit welchem man sich gegen Kritik immunsieren will. Vielen iraelischen Intellektuellen wie u.a. I. Shahak hängt das zum Halse heraus. Dieser Begriff ist in seiner allgemeinen Form untauglich und soll es auch sein, weil an einer redlichen Auseinandersetzung kein Interesse besteht. Und genau hierin liegt die wahre Bedrohung für den Staat Israel, neben dem Problem der massiven Korruption und der jüdischen-religiös verbrämten Ausgrenzungspolitik.

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gestolpert 22. November 2012 um 12:48

Salaam!- Schalom!
Gar nicht so verschieden….

Ich kann in dem Artikel nichts antisemitisches finden, Krieg ist immer schrecklich und die Schuldfrage an diesem Debakel braucht nicht mehr gelöst zu werden die Juden sind in ihrem gelobten Land und die Palästinenser auch- die einen brauchten Land und die andern verloren es – Hass und Kriege in Folge produzierten fanatische Bewegungen auf beiden Seiten. Und wer kann den Hass einer Mutter/Vater nicht verstehen – wenn die eigenen Kinder getötet worden sind? Und dies geschieht dort seit über 50 Jahren. Die Weltgemeinschaft war nach dem Ende des 2. Weltkrieges nicht in der Lage in diesem winzigen Teil der Erde für Frieden zu sorgen- das sagt eigentlich alles.
Ein unlösbares Problem- ein Kind der Nachkriegsgeschichte- Schnittstelle des Kalten Krieges.
Ich denke es ist wichtig hier zu differenzieren, kein Leben ist es Wert vernichtet zu werden.
Ob Jude, Christ oder Muslim- es gibt nun mal nicht nur das Abendland.
Die Zersplitterung eines ganzen Gebietes und damit die Teilung von unzähligen Familien ist nicht hinzunehmen-eine Anerkennung Palästinas durch Israel ist unumgänglich nur so können die Fanatischen, terroristischen Kämpfer der Hamas ihren Einfluss auf die gebeutelte Zivilbevölkerung Palästinas verlieren.

@Daniel- Hitler war kein Pazifist- ein einfach niveauloser Kommentar!

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Redaktion 22. November 2012 um 8:52

Vielen Dank für Ihren Kommentar. Wir weisen Ihren Vorwurf zurück. Aber Ihre eigenen Zeilen sprechen Bände und wir halten das für rassistisch. Denn: Um Ihre Worte zu benutzen – ein „Judenleben“ ist nicht mehr wert als ein Araberleben. Beide sind gleich viel Wert. Wir kritisieren insbesondere die massiven Verstöße gegen geltendes internationales Völkerrecht die man Israel seit Jahrzehnten zubilligt und durchgehen lässt.

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Daniel 21. November 2012 um 23:17

Was seid ihr denn für antisemitische Arschlöcher? Für euch ist das Leben eines Juden nichts wert. Ihr seid so pazifistisch wie euer guter alter Führer, verpisst euch!

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