Nach intensiven Verhandlungen zwischen Israel und der im Gaza-Streifen regierenden Organisation Hamas gibt es nun nach hunderten Bombenangriffen auf den Gaza-Streifen durch das israelische Militär erst einmal eine Waffenruhe.

Israel hatte mit Bombenangriffen seit dem 14. November 2012 rund 140 Palästinenser umgebracht, darunter 23 Kinder und unzählige Frauen. Hinzu kommen circa 1300 zestörte Gebäude im Gazastreifen. Israel begründete seine mehr als 1300 geflogenen Bombenangriffe auf die palästinensischen Gebiete in den vergangenen sieben Tagen damit, dass die Hamas die vergangenen Monate immer wieder Raketen vom Gaza nach Israel gesendet habe.

Die Hamas begründet ihre Aktionen wiederum damit, dass sie nach bald 50 Jahren die mit polizeistaatlichen Machtbefugnissen ausgestatteten israelischen Besatzer endlich aus den palästinensischen Gebieten werfen wolle. Zudem verteidigt die Hamas ihre Raketenangriffe damit, wonach Israel die vergangenen Jahre fast wöchentlich mit Drohnenangriffen Palästinenser umgebracht habe – und die Tötungen teils sogar auf YouTube gezeigt habe.

Die Hamas-Kritik an den seit Jahren andauernden israelischen Militärschlägen gegenüber den Palästinensern stützen Statistiken von Menschenrechtsorganisationen, wie des „Palestinian Centre for Human Rights“ (PCHR). Gegenüber kriegsberichterstattung.com gaben die auch von der EU geförderten Menschenrechtler an, dass alleine seit dem Jahr 2000 bis zum 21. November 2012 insgesamt 6.940 Palästinenser durch israelische Bombenangriffe umgekommen seien, darunter 1.280 Kinder und 303 Frauen.

Den palästinensischen Toten stehen rund 500 vor allem durch Selbstmordattentate der Palästinenser umgekommene Israeli gegenüber.

Die Waffenruhe kommt nun unter Vermittlung der Muslimbruderschaft aus Ägypten sowie des US-Präsidenten Barack Obama zustande. Folgende Punkte werden geregelt:

– Die Hamas hört auf, Raketen auf Israel zu werfen oder Selbstmordattentate zu verüben.

– Auf Israel bezogen gilt: Alle Angriffe gegen den Gazastreifen sind umgehend zu Lande, zu Wasser und in der Luft, einschließlich von Überfällen und gezielten Mordaktionen auf Araber, zu stoppen.

– Zudem sind umgehend die Grenzübergänge zu öffnen, um eine Erleichterung der Freizügigkeit von Personen und Waren zu gewährleisten (im Gazastreifen fehlen Lebensmittel, Wasser, Energie).

– Außerdem erhält Ägypten ungehinderten Zugang zu jeder der beteiligten Konflikt-Parteien.

Kommentar:

Die Israelis haben ein Recht auf einen sicheren Staat. Die Palästinenser aber auch. Die Hamas muss aufhören, mit Raketen Israel zu provozieren und die dort lebenden Menschen zu bedrohen. Auch müssen die Selbstmordattentate aufhören.

Die Hamas untergräbt damit ihr eigenes Ziel nach Gründung eines palästinensischen eigenen Staates. Das gleiche gilt für Israel: Die gezielten Tötungen an Palästinensern müssen ebenfalls umgehend eingestellt werden. Beide Konfliktparteien müssen der Gewalt abschwören und zurück an den Verhandlungstisch. Dabei muss am Ende stehen: Eine Zweistaatenlösung.

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