Skip to main content
Samstag, 18. Mai 2019

Nach Mordanschlag auf Berliner Hells Angels Chef André S.: Jetzt Festnahme

Wer hätte das Gedacht: Nun hat die Polizei doch noch zwei Tatverdächtige festgenommen, die an dem Mordanschlag auf den Berliner Hells Angels Präsidenten der „MC Nomads“, André S., am 10. Juni 2012 verwickelt sein sollen (kriegsberichterstattung.com hatte ausführlich vor fünf Monaten über den Fall berichtet). Bei den beiden festgenommenen Personen soll es sich um einen 51 Jahre alten Mann sowie einen 63-Jährigen handeln. Beide sind ehemalige Mitglieder der Hells Angels-Gruppierung „MC Nomads“.

Die beiden nun festgenommenen ehemaligen Rocker der Hells Angels waren um 6 Uhr Mittwochfrüh von einem Spezialeinsatzkommando (SEK) der Polizei ergriffen worden – in Altlandsberg (Märkisch-Oderland) sowie im Berliner Stadtteil Wilmersdorf. Einer der beiden Festgenommenen soll der ehemalige Berliner Nomads-Chef Holger B. sein. Es heißt, auch gegen ihn habe es im Jahr 2011 einen versuchten Mordanschlag gegeben. Als einer der damals potentiellen tatbeteiligten Verdächtigen wurde André S. genannt – auf den im Juni 2012 dann selbst geschossen worden war.

Es heißt, die beiden nun verhafteten Ex-Rocker hätten einen Killer aus Osteuropa, wahrscheinlich aus Russland, auf den Chef der Hells Angels Untergruppe Nomads, André S., angesetzt. Die Berliner Staatsanwaltschaft lässt sich mit den Worten zitieren, man habe clubinterne Hinweise erhalten. Nachdem in den Medien groß diskutierten Mordanschlag auf den Rocker André S. gingen wildeste Spekulationen um die möglichen Motive durch die Presse.

Allerdings ist die Sachlage immer noch etwas dubios. So wird spekuliert, dass es eine dritte Person gibt, die möglicherweise in den Mordauftrag zu André S. beteiligt gewesen sein könnte. Auch bei ihm heißt es, er habe noch eine offene Rechnung zu begleichen. Nach ihm wird nach wie vor gesucht. Er soll in Osteuropa untergetaucht sein. Es gibt aber auch Gerüchte, wonach er sich im Raum der Elenbeinküste aufhalten könnte.

Rekapitulation: Der 47-Jährige Hells Angels Rocker André S. war in der Nacht zum Sonntag am 10. Juni in Berlin Hohenschönhausen vor dem umstrittenen „Germanenhof“ auf der Straße niedergeschossen worden. Das Establishment gilt einerseits als Restaurant, andererseits als Treffpunkt der Hells Angels. Zudem können diverse germanische Dinge über die Webseite des Hofes gekauft werden.

Nach dem Mordanschlag lag der Hells Angels tagelang in einer Klinik in Berlin im Koma. Zunächst war spekuliert worden, ob die Rocker-Konkurrenten „Bandidos“ hinter dem Anschlag stecken könnten.

Dass es nun so spontan zu den polizeilichen Zugriffen gegen die beiden Tatverdächtigen gekommen ist, obwohl noch ein dritter Tatverdächtiger gesucht wird, wird damit begründet, dass eine Eskalation gedroht habe. So gab es Spekulationen, wonach der Killer auf Grund eines angeblich nicht bezahlten „Lohnes“ zurück nach Deutschland hätte reisen wollen und zwei der möglichen drei Auftraggeber eliminieren oder ernsthaft bedrohen habe wollen. Gerüchte besagen, diese Option wäre möglich gewesen, da ein Teil der Lösegeldsumme nicht bezahlt werden sei. Grund: Der Mordauftrag sei schließlich gescheitert.

Ob die Version der Polizei wirklich stimmt, wonach lediglich aus dem Rockerumfeld der Hells Angels ein Hinweis auf die beiden Tatverdächtigen Auftraggeber gekommen ist, oder ob nicht doch André S. nun im Angesichts des Todes das bei den Hells Angels so beliebte „von mir erfährt niemand etwas“ durchbrochen hat, und doch gesprochen hat, bleibt das Geheimnis der Polizei.

Hintergründe Hells Angels, Bandidos, Polizeirazzien:

Polizeirazzien Hells Angels, Bandidos: ‚Frauen und Kinder mit Füßen zu Boden gedrückt, Wohnungen Erdboden gleich

Hells Angels: Peinliche Ergebnisse von Polizei und Staatsanwaltschaft

Rockerunion wehrt sich gegen überzogene Polizeieinsätze und Polizeischikane bei Hells Angels oder Bandidos

Kampf ums Überleben – Hells Angels: Mordanschlag galt André S., bekannter Hells Angels in Berlin

Bandidos Razzia -99 Prozent gelten bislang als unschuldig / 1 Prozent der 900 Berliner Mitglieder sitzt jetzt in U-Haft

2.000 Hells Angels treffen sich in Graz in Österreich zum World Run

Folterkammer Hells Angels Nicht entdeckt – Medienfalschmeldung

Hells Angels Chef Frank Hanebuth ist stinksauer nach Razzia mit 1200 Polizisten



Keine Kommentare vorhanden


Du hast eine Frage oder eine Meinung zum Artikel? Teile sie mit uns!

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*
*


Das könnte Sie interessieren

Mittwoch, 15. Mai 2019

Zündeln

Iran-Krise um angebliche Drohnenangriffe und die Lügenkriege

Kommentar – Es ist immer das gleiche: Wenn eine Nation gegen eine andere mit kriegerischen Aggressionen auf Grund politischer Dissonanzen vorgehen möchte, beginnt als erstes der PR-Lügenkrieg. Damit möchte man die Öffentlichkeit auf seine Seite ziehen. Das war im Zweiten Weltkrieg so, als Polen und Großbritannien den deutschen Diktator Adolf Hitler bewusst über die Danzig-Frage 1939 monatelang provozierten. Und damit […]

Freitag, 12. April 2019

Kamera im USB-Stick

Wikileaks US Botschaften Einkaufsliste anlässlich der Verhaftung von Julian Assange

Anlässlich der Verhaftung von Julian Assange, des „australischen politischen Aktivisten, investigativen Journalisten, ehemaligem Computerhackers, Programmierers und Sprechers der Enthüllungsplattform WikiLeaks“ (O-Ton Wikipedia Deutschland) publizieren wir hier die letzte Pressemeldung, welche Wikileaks im Dezember 2018 auf seiner deutschen Plattform publizierte. Assange hatte sieben lange Jahre seines Lebens geopfert, um für sein Projekt, die maximale Transparenz auf Regierungsebene über die Enthüllungsplattform Wikileaks […]

Sonntag, 07. April 2019

Deutsch Ostafrika

Ehemalige deutsche Kolonie Ruanda – 800.000 Menschen wurden 1994 ermordet

Es ist einer der schlimmsten Völkermorde auf dem afrikanischen Kontinent: Jener, den fanatische Hutu 1994 an rund 800.000 Menschen in Ruanda, einer ehemaligen deutschen Kolonie (Deutsch-Ostafrika) begangen haben sollen. Noch heute erinnert man sich beispielsweise in der Ortschaft Mabare an den April 1994. Es war der Beginn vor der langen Regenzeit. Die Berghänge, schreibt Al Jazeera auf seinem Onlineportal aljazeera.com, hätten […]

Montag, 25. März 2019

Israel lässt Ayman Nasser seit 30 Jahren regelmäßig im Gefängnis schmoren

Amnesty International berichtet, wonach am 10. März 2019 ein israelische Militärgericht in den besetzten palästinensischen Gebieten eine Haftverlängerung für den NGO-Mitarbeiter Ayman Nasser angeordnet habe. Die Haft gegen Ayman Nasser werde um lange weitere sechs Monate aufgestockt. Die Haft setzt eine lange Kette von vorherigen Verhaftungen des Menschenrechtlers in den vergangenen 25 Jahre fort. Amnesty moniert, dass der NGO-Mitarbeiter bereits […]

Donnerstag, 24. Januar 2019

Israel schickt Beduine Sayyah Abu Mdeighim al-Turi 10 Monate ins Gefängnis

In einer Urgent Action teilt Amnesty International (AI) mit, wonach am 25. Dezember 2018 Scheich Sayyah Abu Mdeighim al-Turi eine zehnmonatige Haftstrafe in Israel habe antreten müssen. Amnesty schreibt zu dem Gerichtsurteil, dieses sei auf Grund der Tatsache gefällt worden, da der Verurteilte seine Rechte auf Meinungs- und Versammlungsfreiheit für ein Beduinendorf wahrgenommen habe. Sayyah Abu Mdeighim al-Turi büße seine Haftstrafe derzeit […]

Mittwoch, 16. Januar 2019

Prozess, Alfamir Castillo

Schüsse auf Aktivistin in Kolumbien wegen Armee-Mordvorwürfen

Am 11. Januar 2019 hätten zwei Unbekannte in der Gemeinde Pradera im Süden von Kolumbien auf das Auto der Aktivistin Alfamir Castillo geschossen. Der Täter habe von einem Motorrad aus geschossen. Das berichtet nun Amnesty International Deutschland. Das Anschlags-Opfer sei in Begleitung ihres Mannes und zweier LeibwächterInnen gewesen, welche von der „Behörde für Schutzmaßnahmen“, der „Unidad Nacional de Protección“ gestellt […]