Skip to main content
Dienstag, 21. Mai 2019

Immer mehr US-Soldaten bringen sich um: 2012 waren es 349

Es sind alarmierende Zahlen: Einer Studie zu Folge bringen sich immer mehr amerikanische Soldaten, die weltweit in Kriegseinsätze waren, um. So hätten sich alleine im Jahr 2012 mindestens 349 Soldaten das Leben genommen. Rechnet man diese Zahl auf zehn Jahre hoch, dürften alleine seit den Anschlägen auf das World Trade Center im Jahr 2001 sich weit über 2.000 amerikanische Soldaten das Leben genommen haben. Fachleute sind entsetzt.

Dabei liegen die Gründe auf der Hand: Es sind vor allem junge Soldaten unter 35 Jahren, die mit den enorm psychischen Belastungen, die in Kriegs- und Krisengebieten auf sie zukommen, nicht mehr umgehen können. „Der psychische Druck, das Gesehene – Ermordete und verstümmelte Menschen – zu verarbeiten, ist oft zu groß. Die Einsamkeit wächst und daraus folgend schließlich solch dragische Handlungen“, so der Hamburger Dipl.-Psychologe Bernd Kielmann zum kritischen politischen Blog kriegsberichterstattung.com.

Die nun bekannt gewordene Anzahl an Suiziden unter den US-Streitkräften ist ein erneuter trauriger Höhepunkt. Besonders tragisch: Es bringen sich mittlerweile mehr junge Soldaten um, als in den Kriegseinsätzen – beispielsweise in Afghanistan – ums Leben kommen. Noch im Jahr 2011 hatten sich fast 50 Soldaten weniger das Leben genommen – nämlich 301.

Wie viele Soldaten in Deutschland, Österreich oder der Schweiz Selbstmord begehen – darüber wird in Deutschland gerne der Mantel des Schweigens gehalten. Bekannt ist jedoch, dass alleine im Afghanistan-Krieg, an dem sich Deutschland beteiligt, bislang um die 50 deutsche Bundeswehrsoldaten umgekommen sind. Über sie redet niemand.

Derweil baut die deutsche Bundesregierung unter Federführung von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) sogar ihre weltweiten Kriegseinsätze dramatisch aus: Neben der Stationierung von Patriot-Raketen in der Türkei wolle sie sich nun in das hochgefährliche Kriegsabenteuer stürzen und im islamischen afrikanischen Staat Mali an vorderster Kriegsfront dabei sein. Es scheint so, als ob die alte deutsche Pazifismus-Parole „Nie wieder Krieg“ – als Learning aus den deutschen Verbrechen im Ersten Weltkrieg und Zweiten Weltkrieg – immer mehr in Vergessenheit gerät.



Keine Kommentare vorhanden


Du hast eine Frage oder eine Meinung zum Artikel? Teile sie mit uns!

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*
*


Das könnte Sie interessieren

Mittwoch, 01. Mai 2019

Interessengemeinschaft Schiessen Schweiz will am 19. Mai gegen Verschärfung des Waffenrechts entsprechend EU-Vorgaben stimmen

Auch wenn es in der EU zahlreiche Gegner von Waffen in privaten Händen gibt: In der Schweiz wollen am 19. Mai in einer Volksabstimmung zahlreiche Bürger nach wie vor für ihr Waffenrecht stimmen. Dabei gibt es aber hitzige Diskussionen ob das alte Waffenrecht erhalten bleiben soll oder ob es entsprechend des Schengener Euro-Abkommens überarbeitet, also verschärft werden soll. Die Anhänger […]

Sonntag, 28. April 2019

Todesfall UKE Hamburg + Wollte Ärztin Psychopharmaka mit Gewalt in den Mund stopfen lassen?

Das Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) versinkt in einem Skandal. Wie die linksalternative Tageszeitung taz berichtet, habe sich ein unglaublicher Vorfall an der „Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie im Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf“ mit Todesfolge eines Patienten ereignet.[i] Für die psychiatrische Klinik des UKE verantwortlich wird auf der Homepage des UKE Klinikdirektor Univ-Prof. Dr. Jürgen Gallinat genannt.[ii] Der Arzt lässt sich auch auf der […]

Freitag, 26. April 2019

Trauer

Asylsuchende aus Pakistan und Afghanistan werden in Sri Lanka wegen Terroranschlägen von verzweifelten Christen bedroht

Kommentar – Nach den Terroranschlägen von Sri Lanka, denen am höchsten Fest der Christen, dem Ostersonntag, rund 250 bis 300 Menschen zum Opfer fielen, kommen weitere Details ans Tageslicht. Alleine in der christlichen Kirche St. Sebastians in der Katuwapitiya Straße im sri-lankischen Städtchen Negombo[i] sollen 93 betende Christen von den Terroristen massakriert worden sein. Unter den in der alten Kirche […]

Freitag, 12. April 2019

Kamera im USB-Stick

Wikileaks US Botschaften Einkaufsliste anlässlich der Verhaftung von Julian Assange

Anlässlich der Verhaftung von Julian Assange, des „australischen politischen Aktivisten, investigativen Journalisten, ehemaligem Computerhackers, Programmierers und Sprechers der Enthüllungsplattform WikiLeaks“ (O-Ton Wikipedia Deutschland) publizieren wir hier die letzte Pressemeldung, welche Wikileaks im Dezember 2018 auf seiner deutschen Plattform publizierte. Assange hatte sieben lange Jahre seines Lebens geopfert, um für sein Projekt, die maximale Transparenz auf Regierungsebene über die Enthüllungsplattform Wikileaks […]

Sonntag, 07. April 2019

Deutsch Ostafrika

Ehemalige deutsche Kolonie Ruanda – 800.000 Menschen wurden 1994 ermordet

Es ist einer der schlimmsten Völkermorde auf dem afrikanischen Kontinent: Jener, den fanatische Hutu 1994 an rund 800.000 Menschen in Ruanda, einer ehemaligen deutschen Kolonie (Deutsch-Ostafrika) begangen haben sollen. Noch heute erinnert man sich beispielsweise in der Ortschaft Mabare an den April 1994. Es war der Beginn vor der langen Regenzeit. Die Berghänge, schreibt Al Jazeera auf seinem Onlineportal aljazeera.com, hätten […]

Donnerstag, 29. November 2018

Mark Herbert in Rollstuhl geprügelt: Schläger aus Offenbach ‚Peter Brecht‘ in ‚Aktenzeichen XY… ungelöst‘ ist ein Fakename

Kommentar – Es ist schon bemerkenswert: Wenn ausländische Terroristen in Deutschland oder Frankreich Menschen umbringen oder Anschläge planen, stehen die Täter oder Tatverdächtigen meist mit komplettem Vor- sowie Nachnamen und ungepixeltem Bild in deutschen Medien. Wenn aber ein lokaler deutscher Serientäter, der seinen Mitbürgern lebensgefährliche Verletzungen zufügt, seine Mitbürger mit Killerattacken einschüchtert, Angst und Schrecken, blanken Horror, ja lokalen Terror […]