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Freitag, 29. Mai 2020

Immer mehr US-Soldaten bringen sich um: 2012 waren es 349

Es sind alarmierende Zahlen: Einer Studie zu Folge bringen sich immer mehr amerikanische Soldaten, die weltweit in Kriegseinsätze waren, um. So hätten sich alleine im Jahr 2012 mindestens 349 Soldaten das Leben genommen. Rechnet man diese Zahl auf zehn Jahre hoch, dürften alleine seit den Anschlägen auf das World Trade Center im Jahr 2001 sich weit über 2.000 amerikanische Soldaten das Leben genommen haben. Fachleute sind entsetzt.

Dabei liegen die Gründe auf der Hand: Es sind vor allem junge Soldaten unter 35 Jahren, die mit den enorm psychischen Belastungen, die in Kriegs- und Krisengebieten auf sie zukommen, nicht mehr umgehen können. „Der psychische Druck, das Gesehene – Ermordete und verstümmelte Menschen – zu verarbeiten, ist oft zu groß. Die Einsamkeit wächst und daraus folgend schließlich solch dragische Handlungen“, so der Hamburger Dipl.-Psychologe Bernd Kielmann zum kritischen politischen Blog kriegsberichterstattung.com.

Die nun bekannt gewordene Anzahl an Suiziden unter den US-Streitkräften ist ein erneuter trauriger Höhepunkt. Besonders tragisch: Es bringen sich mittlerweile mehr junge Soldaten um, als in den Kriegseinsätzen – beispielsweise in Afghanistan – ums Leben kommen. Noch im Jahr 2011 hatten sich fast 50 Soldaten weniger das Leben genommen – nämlich 301.

Wie viele Soldaten in Deutschland, Österreich oder der Schweiz Selbstmord begehen – darüber wird in Deutschland gerne der Mantel des Schweigens gehalten. Bekannt ist jedoch, dass alleine im Afghanistan-Krieg, an dem sich Deutschland beteiligt, bislang um die 50 deutsche Bundeswehrsoldaten umgekommen sind. Über sie redet niemand.

Derweil baut die deutsche Bundesregierung unter Federführung von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) sogar ihre weltweiten Kriegseinsätze dramatisch aus: Neben der Stationierung von Patriot-Raketen in der Türkei wolle sie sich nun in das hochgefährliche Kriegsabenteuer stürzen und im islamischen afrikanischen Staat Mali an vorderster Kriegsfront dabei sein. Es scheint so, als ob die alte deutsche Pazifismus-Parole „Nie wieder Krieg“ – als Learning aus den deutschen Verbrechen im Ersten Weltkrieg und Zweiten Weltkrieg – immer mehr in Vergessenheit gerät.



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