Skip to main content
Samstag, 21. September 2019

Snowden: USA und UK hacken Medizin- und Banken-Reports

Das kriminelle Ausmaß von US-Präsident Barack Obamas Stasibehörde NSA (National Security Agency) und Großbritanniens Counterpart, GCHQ (Government Communications Headquarters), wird immer deutlicher. Jetzt wurde bekannt, wonach diese staatlichen Hacker-Dienste nicht nur verschlüsselte E-Mails routiniert knacken, sondern obendrein auch regelmäßig in medizinische Systeme von Krankenhäusern oder in die Konto-Informations-Systeme der Banken einbrechen würden. Das Ziel: Diebstahl und Auswertung persönlicher Daten („routinely hack banking, medical & email records“).

Was das noch mit dem Kampf gegen den Terror zu tun haben soll, konnte US-Präsident Barack Obama bislang nicht erklären. Zu verdanken hat die Welt die kriminellen Hacker-Informationen der Staaten Großbritannien und USA dem 30-Jährigen ehemaligen CIA-Agenten Edward Snowden, dem Russlands Präsident Wladimir Putin in Russland zunächst einjährig Schutz gewährt.

Obama hatte im Fall Snowden eine noch nie dagewesene monatelange Staats-Hatz gegen den US whistlebower Edward Snowden veranstaltet und alle Staaten mit Wirtschafts- und Politik-Terror bedroht, die auch nur zarteste Versuche unternahmen, Snowden, der als politischer Asylant gilt, Schutz zu gewähren.

Die US-Regierung würde Snowden gerne über 30 Jahre in einem Hochsicherheits-Gefängnis einsperren – ähnlich wie im Falle des nun verurteilten Wikileaks-Informanten Bradley Manning. Der 25-Jährige ehemalige US-Soldat aus dem Irak-Krieg wurde kürzlich von einem US-Militärgericht zu 35 Jahren verschärfter Einzelhaft verurteilt. Sollte er dann aus der US-Haft entlassen werden, wäre er 60 Jahr alt. Haft in russischen Arbeitslagern sind in der Regel deutlich kürzer. Die Todesstrafe oder Folter würde man im Falle des eigenen US-Bürgers Snowden allerdings nicht anwenden, ließ Obama großzügig verkünden.

Snowdens Enthüllungen entsprechend würden die bislang als relativ sicher geltenden Verschlüsselungs-Techniken von Emails durch die U.S.-Stasibehörde NSA (National Security Agency) sowie Großbritanniens Counterpart, den GCHQ (Government Communications Headquarters), relativ leicht geknackt. Möglich sei dieses durch den Einsatz hoch effizienter Hackerprogamme, welche unter den Codenamen Bullrun (USA) und Edgehill (Britannien) von den beiden westlichen Staaten eingesetzt würden. Das ist Cyber-Kriminalität auf einem völlig neuen Niveau. Diese Programme würden über Supercomputer in die IT-Systeme Deutschlands, Frankreichs und vieler anderer Staaten eingespielt – also angeblicher westlicher „Verbündeter“.

Bislang galten Verschlüsselungstechniken von Emails als relativ sicher vor Zugriffen von Geheimdiensten oder auch Staatsanwaltschaften wie der umstrittenen Integrierten Ermittlungseinheit Ines aus Sachsen (Antikorruptionseinheit Ines). Doch relativ sicher sind eher kleine unbekanntere Verschlüsselungs-Programme für Emails, eher aber nicht jene der großen Telekommunikations-Konzernen oder Postdienstleistern (z.B. Deutsche Post AG, Schweizer Post etc). Grund: Der Schlüssel zur Entschlüsselung dürfte dort zu vielen Personen bekannt sein.

Mit dem Hacken und gezielten Angreifen von verschlüsselten Emails – die auch in staatlichen Behörden zur Anwendung kommen – hebeln die USA und Großbritannien umfangreich und Millionenfach geltenden Datenschutz aus. Jeder Geschäftsführer einer privatwirtschaftlichen Unternehmung müsste bei solch umfangreichen Grenzüberschreitungen mit härtesten Strafmaßnahmen rechnen, scheinbar aber nicht die obersten Stasiköpfe Barack Obamas und David Camerons – dem Premierminister von Großbritannien.

Verschlüsselungs-Techniken kommen aber nicht nur bei ePosts zur Geltung, sondern auch bei Google, Facebook, Yahoo, Apple oder Microsoft. Also jenen Unternehmen, die zwangsweise und wohl umfangreich mit der US-Stasibehörde NSA zusammenarbeiten müssen (dagegen aber teils derzeit – allerdings bislang erfolglos – klagen).

Dabei wird offenkundig: Die USA und Großbritannien möchten eine Verbündung mit Europa, mit Deutschland oder Frankreich, vorwiegend aus militärisch-strategischen Gründen – wie jetzt einmal mehr im von Obama und Cameron geplanten Syrien-Krieg des Westens deutlich wird (aktuelles Thema auf dem G20 Treffen in St. Petersburg).

In vielen anderen Bereichen wird die Europäische Union (EU) von den USA mittlerweile behandelt wie andere Weltregionen, ja sogar wie Feindesland – also wie Russland oder China. Deshalb regte nun die EU-Kommissarin Viviane Reding an, man müsse zügig über härteste Strafen gegenüber jenen Unternehmen nachdenken, die durch eine Zusammenarbeit mit den US-Stasibehörden oder UK-Stasibehörden gegen geltendes Recht und Gesetz in der EU verstoßen. Im Gespräch ist eine Strafe von zwei Prozent des weltweiten Jahresumsatzes. „Das ist hart genug, damit gemerkt wird, dass wir das nicht dulden“, sagte Reding.



Keine Kommentare vorhanden


Du hast eine Frage oder eine Meinung zum Artikel? Teile sie mit uns!

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*
*


Das könnte Sie interessieren

Freitag, 06. September 2019

Vertreiber

Diktator Robert Mugabe, Schlächter der Weißen, ist in Simbabwe mit 95 gestorben

Simbabwes Diktator, Robert Mugabe, ist tot. Er starb mit 95 Jahren in seinem Heimatland. Er galt für viele Schwarze als Ikone des Freiheitskampfes. So war er einer von Hunderttausenden, die vor allem in den 1970er Jahren für die Unabhängigkeit Simbabwes von der brutalen Kolonialmacht Großbritannien kämpften. Erst 1980 konnte das Ziel erreicht werden und Simbabwe erlangte seine Unabhängigkeit. Simbabwe liegt […]

Samstag, 03. August 2019

Peking

Chinas Ex Premier Li Peng mit 91 gestorben – er ließ 1989 den Aufstand auf dem Tian’anmen-Platz niederschlagen

Er war über viele Jahre das Gesicht Chinas in der Welt: Premierminister Li Peng. Jetzt starb er auf Grund einer Krankheit mit 91 Jahren in Peking. Das schreibt die auch an deutschen Flughäfen kostenlos ausliegende englischsprachige China Daily Tageszeitung. Li Peng sei bereits am 22. Juli 2019 um 11.11 Uhr verstorben. Er sei, heißt es in klassischer kommunistisch sozialistischer Staatssprache, […]

Freitag, 05. Juli 2019

Öltanker

Großbritanniens Piraterie in Gibraltar gegen Iran und Syrien ist völkerrechtlich krimineller Akt

Kommentar – Großbritannien hat in einem Akt internationaler Piraterie auf Bitte der rechtspopulistischen Regierung der USA einen Öltanker militärisch aufgerieben und festgehalten. Der Öltanker hatte in der Meerenge von Gibraltar ins Mittelmeer vorstoßen wollte. Angeblich gehöre der Öltanker zum Iran, der Öl nach Syrien habe transportieren wollen. Sowohl das Mittelmeer als auch die Straße von Gibraltar sind öffentlich zugängliche Gewässer, […]

Wikimedia Commons, the free media repository. Public domain der United States. Freitag, 14. Juni 2019

Brennende Öltanker: USA führten seit 1775 über 80 Kriege oder wer einmal lügt dem glaubt man nicht

Kommentar – Die USA haben in den vergangenen 250 Jahren so oft gelogen, wenn es um Kriege ging, dass man ihnen nicht mehr glauben mag. Es ist müßig, alle Kriege aufzuzählen, in welche die USA verwickelt waren. Kriege, die in der Mehrheit durch die USA aggressiv und federführend auf Grund eigener wirtschaftlicher oder geopolitisch-expansiver Interessen durchgeführt wurden. Wikipedia Deutschland nennt […]

Donnerstag, 06. Juni 2019

D-Day

Winston Churchills Buch The Second World War: Zwischen Wahrheit und verdrehten News oder warum der Brexit so gefährlich ist

In der Normandie, im Norden Frankreichs, kamen am Donnerstagvormittag den 6. Juni 2019 Hunderte geladene Besucher gemeinsam mit rund 10 britischen Veteranen zusammen. Man gedachte den schrecklichen Ereignissen am 6. Juni 1944, die man damals als „Operation Neptune“ oder auch „Operation Overlord“ bezeichnete. Damals, vor 75 Jahren, waren an einem einzigen Tag weit über 100.000 Soldaten in einem brutalen Krieg […]

Mittwoch, 15. Mai 2019

Zündeln

Iran-Krise um angebliche Drohnenangriffe und die Lügenkriege

Kommentar – Es ist immer das gleiche: Wenn eine Nation gegen eine andere mit kriegerischen Aggressionen auf Grund politischer Dissonanzen vorgehen möchte, beginnt als erstes der PR-Lügenkrieg. Damit möchte man die Öffentlichkeit auf seine Seite ziehen. Das war im Zweiten Weltkrieg so, als Polen und Großbritannien den deutschen Diktator Adolf Hitler bewusst über die Danzig-Frage 1939 monatelang provozierten. Und damit […]