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Sonntag, 18. November 2018

Abkupferer deutsches Strumgewehr 44, Kalaschnikow, ist tot

Sein Name dürfte fast so berühmt sein, wie jener von Madonna oder den Beatles: Kalaschnikow. Nun ist der weltbekannte russische Designer von automatischen Kleinwaffen, Michail Kalaschnikow (Михаила Калашникова), im Alter von 95 Jahren in Russland verstorben. Kalaschnikow gilt in Russland als Nationalheiliger. Einige meinen, ohne die Kalaschnikow hätte Russland den Krieg gegen die Deutschen nicht gewinnen können. Andere wiederum sehen Kalaschnikow lediglich als Abkupferer des deutschen Sturmgewehrs 44 (StG44), der obendrein die Hilfe des Deutschen Hugo Schmeisser 1944 gehabt habe – ähnlich der Amerikaner, die ohne deutsche Wissenschaftler die Atombombe nicht (so schnell) hinbekommen hätten – unter anderem der Hilfe von Hugo von Braun.

Die Kalaschnikow Maschinenpistole (MPi-K) wurde zum Ende des Zweiten Weltkriegs sowie in der Ära des Kalten Krieges nach 1945 in allen Staaten des ehemaligen Warschauer Paktes eingesetzt. Die Kalaschnikow gilt als ein Mittelding zwischen Maschinenpistole und Pistolenkalibern, beziehungsweise automatischen Schnellfeuergewehren.

Die erste Kalaschnikow wurde im vorletzten Kriegsjahr, 1944, von Michail Timofejewitsch Kalaschnikow entwickelt. Zu jener Zeit arbeitete der damals 20-Jährige Waffendesigner in den russischen Ischmasch-Rüstungswerken. Mit der Kalaschnikow hatte er einen Waffentypen entwickelt, der mit seinem Verschluss-System Vorbild für alle weiteren sowjetischen automatischen Waffen wurde. Das Vorbild der Kalaschnikow war wiederum das deutsche Sturmgewehr 44, welches die Nazis im 3. Reich entwickelt hatten. Mit dem Sturmgewehr 44 hatten die Nationalsozialisten Deutschlands weite Teile Europas im Zweiten Weltkrieg im Auftrag von Adolf Hitler erobert und besetzt.

Seine letzte Ruhestätte wird Kalaschnikow in dem russischen Ort Izhevsk erhalten. Bereits am 24. Dezember, dem Tag der Geburt Jesus Christus, soll die Beisetzung durchgeführt werden und zwar unter großer öffentlicher Anteilnahme. Welche Bedeutung man dem Verstorbenen beimisst, lässt sich daran ablesen, dass der Tod von Kalaschnikow am Montag in allen russischen Medien das wichtigste Thema überhaupt war. Die Beerdigung am 24. Dezember 2013 wird im größten russischen TV-Sender „RIA Novosti“ übertragen. Das teilte jetzt der Leiter der Präsidialverwaltung, Udmurtien Denis Loginov, mit.

Schon heute gibt es in dem Geburtsort von Kalaschnikow, in dem Kuria Dorf Altai Krai, eine Gedenkbüste an den berühmten Landsmann. Nach Angaben des zuständigen Gouverneurs, Altai Alexander Karlin, solle in dem Heimatdorf zudem ein neuer Museumskomplex das Gedenken an Kalaschnikow auch für künftige Generationen wachhalten.

Russische Medien, wie rg.ru, schreiben in ihren Nachrufen zur Bedeutung Michail Kalaschnikow für die russische Geschichte:

„Zwei Theorien versuchen das Ende des Zweiten Weltkriegs zu umschreiben. Die eine sagt, dass der Anfang vom Ende des deutschen Nationalsozialismus an den Ufern der Normandie besiegelt wurde. Die zweite Theorie sagt, dass das Ende Adolf Hitlers und der Deutschen an der russischen Front vergraben liegt – unter Schichten von Schnee, welche die toten Soldaten der Roten Armee begraben. Jedoch keine dieser Versionen ist korrekt ist.

Korrekt ist, dass das Ende der Deutschen eine Person, niedrig im Wachstum, aber mit starken großen Händen und heute mit weißen Haaren sowie Hosen und einem Khakihemd besiegelt hat – er war hundert Kilometer östlich von Moskau geboren worden… und war damals 20 Jahre alt. Er war Bauerntank gewöhnt, Traktoren. Er sah sich selbst als kleiner Unteroffizier, der verzweifelt versuchte, sein Land gegen die Deutschen zu verteidigen, das einen hohen Blutpreis dafür zahlte, da dem Land automatische Waffen fehlten. Nur seine Besessenheit führte ihn auf den Weg zur Entwicklung der AK-47 – die Ritterlichkeit dieser Zeit. Im Gegensatz zu Colt, Browning, Smith und Besson, ist Sergeant Kalaschnikows Name untrennbar mit der Politik der damaligen Zeit verbunden.“

+++ update, 11.36 Uhr: Allerdings weist uns ein Leser (siehe Kommentar unter dem Artikel) darauf hin, wonach Kalaschnikow lediglich „…. mit Hilfe von Hugo Schmeisser“ letztlich nur „das deutsche Sturmgewehr 44 abgekupfert habe“ und dass das aber nicht den Ausgang des Zweiten Weltkrieges wesentlich beeinflusst habe. Unsere weitere Recherche bestätigt diese These und das Antikriegsportal kriegsberichterstattung.com bedankt sich bei dem Leser für diesen wichtigen Hinweis.

Bereits am 17. November 2013 war Michail Kalaschnikow auf der Intensivstation, der Kardiologie, des republikanischen klinischen Diagnosezentrum Udmurtien in medizinischer Behandlung – wegen starker Magenblutungen.

Noch Anfang Dezember hatte das russische Gesundheitsministerium berichtet, wonach man davon ausgehe, dass der Waffenkonstrukteur Kalaschnikow die Therapie-und Rehabilitationsmaßnahmen im Krankenhaus gut überstehe. Diese optimistische Einschätzung war aber bereits zum 16. Dezember revidiert worden. Seitdem war bekannt: Der weltbekannte Russe durchlebt eine schwierige und ernste Lage im Krankenhaus. Sein Zustand wurde seit gut einer Woche als „ernst“ von offizieller russischer Seite umschrieben.

Um möglichen Legendenbildungen vorzubeugen, teilte nun die russische Regierung mit, man werde den Leichnam von Michail Kalaschnikow (Михаила Калашникова) einer Autopsie unterziehen, um die Todesursache festzustellen.

Berühmt sind bis heute die folgenden Waffen von Michail Kalaschnikow: Kalaschnikow AK-47, Kalaschnikow AK-74, Kalaschnikow AKS-74U, Kalaschnikow AK-101, Kalaschnikow AK-107. AK steht für Awtomat Kalaschnikowa.

kalaschnikow-tot-kriegsberichterstattung



Kommentare (2)


EinerMitNormalemIQ 18. Dezember 2017 um 23:04

Wer hat den Krampf hier zusammengebastelt….?

Antworten

georgforster 24. Dezember 2013 um 10:22

So, so, mit einem Gewehr, das Kalaschnikow 1947 mit Hilfe von Hugo Schmeisser vom deutschen Sturmgewehr 44 abgekupfert hat, haben die Russen den Krieg gewonnen.

Manchmal hilft ein wenig googeln, ehe man Unsinn absondert.

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