Skip to main content
Donnerstag, 21. Juni 2018

Terroranschlag in Somalia: Bis 11 Menschen tot vor Hotel Jazira

Ein Bombenanschlag hat in Somalias Hauptstadt Mogadishu im Bereich des Jazeera Palace Hotel (Airport Road, Mogadishu) 6 bis 11 Menschenleben gefordert. Die genaue Zahl ist noch nicht bekannt.

Erste Berichte besagen, wonach es sich um einen Terroranschlag bewaffneter Militanter handele, mit dem Ziel Somalia weiter zu destabilisieren. Insgesamt sind drei Bomben vor dem Jazeera Palace Hotel in Mogadishu hochgegangen. Neben den bis zu 11 getöteten Menschen sind zahlreiche weitere zum Teil schwer verletzt worden.

Weitere Berichte besagen, wonach die Bomben des Terroranschlags auf das Jazira Hotel in Somalia von einem Lastkraftwagen aus gezündet worden seien. Das Vehikel sei in ein Polizeiauto hineingelenkt worden, das zum Schutz der Hotelbewohner in der Nähe des Hotels positioniert worden sei. Die internationale Nachrichtenagentur Reuters zitiert einen Bewohner im Gebiet des Hotels mit den Worten: „Zuerst hörten wir einen lauten Knall und dann eröffneten die örtlichen Sicherheits-Leute umgehend das Feuer.“

Neben den Bombenexplosionen sind mit Schnellfeuerwaffen Bewaffnete in Richtung Hotel gestürmt, was einen Schusswechsel mit der vor Ort befindlichen Polizei ausgelöst hatte. Dies teilte Gen. Abdihakin Dahir Saacid, der Polizeichef von Somalias Hauptstadt Mogadishu mit. So sagte er: „Der erste Suizid Auto Bomber ist von hinten in ein Polizeiauto hinein gerast und zwar am Tor zum Jazeera Hotel“.

Ein weiteres Auto sei dann mit den explosiven Bomben während der Rettungsaktion herangefahren worden und die Terroristen hätten die Ladung mitten im Rettungsteam zum Explodieren gebracht. Dabei seien allerdings weitere Terroristen, die versucht hatten, das Hotel zu stürmen, von der Polizei erschossen worden.

Bislang hat sich keine Gruppe für die tödlichen Terroranschläge in Mogadischu bekannt. Allerdings hatte es im Vorfeld mehrere Drohungen der terroristischen islamisch-radikalen Shabab Miliz gegeben.

Das vom Terroranschlag betroffene Jazira Hotel in Somalia liegt in der Nähe des örtlichen internationalen Flughafens. Bereits im September 2012 hatten Terroristen versucht, den regierenden Präsidenten von Somalia, Hassan Sheik Mohamud, zu ermorden – und zwar im gleichen Hotel, in dem nun erneut die Terroranschläge passierten.

Besonders pervers sind die neuerlichen Terroranschläge in Somalia, da in dem Land Millionen Menschen Neujahr gefeiert hatten – wie in vielen anderen Ländern der Welt auch. Die internationale Gemeinschaft investiert derzeit jährlich hunderte von Millionen Euro, um Somalia aus dem Chaos hinaus zu führen und zu stabilisieren.

Doch bislang ist dieses ein äußert schwieriges Unterfangen – zu viele radikale Gruppen kämpfen in Somalia um die Vorherrschaft. Hinzu kommen die Außenpolitik der USA und das umstrittene Massen-Tötungsprogramm der US-Drohnen, in dessen Rahmen auch in Somalia regelmäßig Radikale, aber auch Zivilisten, von der CIA standrechtlich – aber völkerrechtlich nicht Rechtens – umgebracht werden. Einerseits schlägt das der radikal-islamischen Hydra immer wieder den Kopf ab, auf der anderen Seite sorgen die permanenten und in die tausenden gehenden zivilen Opfer für wenig Sympathien in der Bevölkerung. Das ist in Somalia ebenso, wie im Jemen, Pakistan oder Afghanistan.

Nach eigener Auskunft sei das Jazeera Palace Hotel, in dessen Nähe der Terroranschlag nun geschah, ein Luxushotel mit „exzellenten Standards“. Man biete dem Gast die Ausstattung eines First Class Hotel, ein Café- und einen Restaurant-Bereich. Das Hotel sei 300 Meter vom Aden Adde International Airport entfernt und in der Nähe des „UNDP Compound“ sowie gegenüber des „Immigration headquarter“. Das Jazeera Palace Hotel sei ein ideales Business-Hotel sowie ein gutes Hotel für sonstige Reisende, aber auch für Konferenzen, Workshops oder Seminare. Im Hotel könne der Gast zwischen Einbett-Zimmern wählen oder Zweibett-Zimmern.



Das könnte Sie interessieren

Mittwoch, 13. Juni 2018

Nasa Embera Chamí -

Indigene Gemeinschaft in Kolumbien mit Waffen bedroht und vertrieben

AI, Kolumbien – Mehr als 200 Angehörige der indigenen Gemeinschaft Nasa Embera Chamí aus dem Reservat La Delfina im Westen Kolumbiens seien, teilt Amnesty International in einer Urgent Action mit, aus ihren Wohnorten vertrieben worden. Zuvor sei am 8. Juni 2018 ein Anschlag auf einen Bewohner der Gemeinde verübt worden. Dies zeige einmal mehr, dass die Menschen dort dringend mehr […]

Donnerstag, 10. Mai 2018

Morde in Kolumbien wegen Staudammprojekt -

Hugo Albeiro George Pérez neues Opfer

Kolumbien – Amnesty International (AI) weist in einer Urgent Agent darauf hin, dass in dem lateinamerikanischen Staat Kolumbien Umweltschützer massiv bedroht, eingeschüchtert, ja sogar ermordet würden. So sei ein Mitglied der Bewegung Ríos Vivos (Lebende Flüsse) am 2. Mai getötet worden. Das sei jener Tag, an welchem die Gruppe einen ganztägigen Protestmarsch gegen das Hidroituango-Staudammprojekt im Departamento Antioquia veranstaltet habe. Mitglieder der […]

Montag, 30. April 2018

Israel ermordete 39 Palästinenser: Amnesty fordert exzessive Gewalt umgehend einzustellen

Die international größte Menschenrechtsorganisation Amnesty International (AI) fordert in einer dringlichen Presseerklärung, dass Israel seine ‚exzessive Gewalt‘ gegen Palästinenser umgehend einstellen solle. Wir zitieren aus der Presserklärung: „Während am Freitag, dem 13. April 2018 die Proteste aufs Neue begannen, erklärte Amnesty International, dass die israelischen Behörden der Anwendung von übermäßiger und tödlicher Gewalt zur Unterdrückung palästinensischer Demonstrationen im Gazastreifen ein […]

Samstag, 14. April 2018

Bomben auf Syrien +++ Der schmutzige Krieg der USA, Frankreichs und Großbritanniens

Kommentar – Es gehört seit Jahrhunderten zum strategischen Repertoire ehemaliger westlichen Kolonialstaaten wie den USA, Frankreichs oder Großbritanniens, die Geschichte immer so umzuschreiben, dass man selbst mit einer angeblich sauberen Weste dasteht. Ganz nach dem Motto: Die Geschichte schreibt immer der Sieger. Das ist auch beispielsweise mit den Deutschbalten so. 1917, im Zuge der Russischen Revolution, die als „Februarrevolution 1917“ […]

Samstag, 31. März 2018

Palästinensische Menschenrechtsorganisation +++ 13 Tote und 1031 Verletzte durch Israel am Karfreitag

Die palästinensische Menschenrechtsorganisation PCHR, auf Englisch „Palestinian Center for Human rights“, teilte am Freitagabend in einer Presserklärung mit: „Am blutigsten Tag nach der Offensive des Jahres 2014“ habe die israelische Armee im Rahmen militärischer Operationen im östlichen Gaza-Streifen 13 palästinensische Zivilisten getötet und 1.031 Menschen verletzt. Unter den Verletzten seien 218 Kinder und 34 Frauen. [1] Namentlich konnte die PCHR […]

Donnerstag, 22. März 2018

Türkei feiert Ermordung von kurdischen Frauen +++ Merkel nennt Türkei-Krieg in Syrien inakzeptabel

Unterschiedlicher könnte die völkerrechtlich illegale türkische Militärinvasion im geschundenen Nachbarland Syrien nicht wahrgenommen werden: Während türkische Medien den Endsieg und Völkermord an den Kurden in Syrien feiern, hagelt es im Ausland Kritik, wie jetzt von Deutschlands Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). So schrieb beispielsweise das türkische Medium „1 Stunde vor dem Morgen“ wonach „Die Anführer der PKK und YPJ eins nach […]


Keine Kommentare vorhanden


Du hast eine Frage oder eine Meinung zum Artikel? Teile sie mit uns!

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*
*