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Dienstag, 21. Mai 2019

Südafrika: Mord im Stellenbosch The De Zalze Golfplatz Wohnanwesen ungeklärt

Besonders im Western Cape in Südafrika gibt es zahlreiche Wohngebiete, welche ihren Einwohnern relative Sicherheit bieten: Durch von einem Wachmann gesicherte Einfahrtstore und Kameras. Hinzu kommen tief in die Erde eingelassene stabile Zäune, welche die Wohngebiete teils auf mehreren Quadratkilometern einzäunen.

All das soll Kriminelle fernhalten. Doch dass Sicherheit immer nur relativ ist, zeigte sich in Südafrika einmal mehr an einem Mord Ende Januar 2015 und zwar im exklusiv abgesicherten Wohnviertel The De Zalze Golf Estate, auch bekannt als De Zalze Winelands Golf Estate. Das luxuriöse Wohngebiet liegt im berühmten südafrikanischen Weingebiet Stellenbosch.

Doch dort, wo man glaubt, den Himmel auf Erden erleben zu können, wurde vor gut vier Wochen eine australische Vorzeige-Familie in ihrem Privathaus von einem Mörder aufgesucht. Eine Familie, die eine Traumfamilie war: Hübsche erfolgreiche Eltern, hübsche erfolgreiche Kinder. Dennoch hielt das den Mörder nicht ab. Er schlachtete – angeblich mit einer Axt – drei der fünf Familien-Mitglieder im exklusiven Wohngebiet The De Zalze Golf Estate im eigenen Haus bestialisch ab.

Betroffen waren sowohl die Eltern – Mutter Teresa van Breda (55) und Vater Martin van Breda (54), als auch einer der beiden Söhne, Rudi van Breda, 22. Bis heute kämpft außerdem die hübsche Tochter Marli von Breda, 16, um ihr Leben, ihre Gesundheit.

Tochter Marli hatte während des Mordangriffs schwere Kopfverletzungen erlitten und wird möglicherweise noch in der Vergelegen Medi-Clinic in Somerset West behandelt. Somerset West ist auch bei Tausenden deutschen Touristen wohlbekannt, denn dort gibt es zahlreiche Guesthouses, in welchen vor allem Rentner aus Europa gerne überwintern.

Der ermordete Vater Martin van Breda soll ein erfolgreicher Makler für den bekannten Immobilienmakler Engel & Volkers in Queensland gewesen sein. Engel & Völkers AG ist ein Franchising-Unternehmen im Bereich der Vermittlung von Wohn- und Gewerbeimmobilien und von Yachten. Engel & Völkers ist in 39 Ländern auf fünf Kontinenten vertreten, wobei die Zentrale in der deutschen Metropole Hamburg ist.

Der Sprecher der van Breda Familie, Ben Rootman, erklärte, wonach Marlis Zustand stabil sei und sie gute Fortschritte mache. Gleichzeitig lässt das Statement erahnen, wie schlimm der Angriff auf die von Breda Familie in Südafrika gewesen sein muss: „Marli fährt fort, sich öfters auf beiden Seiten ihres Körpers zu bewegen. Obwohl sie noch nicht spricht, zeigt sie Gefühle, vor allem wenn sie Familienfotos in ihrer Nähe hat.“ Nur leicht verletzt wurde der zweite Sohn, Henri van Breda, 22.

Mord an Familie in Südafrika immer noch ungeklärt

Trotz der weltweiten Berichterstattung im Mordfall Familie van Breda tappt die Polizei Südafrikas nach wie vor im Dunkeln. Dies verwundert viele umso mehr, als dass das exklusive und eigentlich abgesicherte Wohngebiet The De Zalze Golf Estate, zahlreiche Kameras aufweist. Immer mehr fragen sich: Gibt es denn nicht eine einzige verwertbare Spur – nicht einmal auf dem aufgezeichneten Kamera-Material?

Jedenfalls sucht Südafrikas Polizei auch vier Wochen nach dem Mord an der australischen Familie im Western Cape von Südafrika immer noch nach dem oder der Mörderin, eventuell auch nach mehreren Mördern.

Ob ein jetzt bekannt gewordener Notruf den Ermittlungen hilft, welcher angeblich vier Stunden nach der Tat von Sohn Henri van Breda, 20, abgesetzt worden sein soll, ist nicht klar. Der Anruf soll insgesamt fünf Minuten gedauert haben, berichtet nun Samantha van den Berg auf Netwerk24. Was der Inhalt des Notrufs war – darüber kann man bislang nur spekulieren.

Henri ist, wie seine Schwester, in Obhut von Verwandten. Derweil machen Gerüchte die Runde, wonach er möglicherweise mit drogenhaltigen Substanzen Kontakt gehabt haben könnte – Alkohol oder anderen.

Neueste Berichte besagen auch, wonach Sohn Henri am Tag des Mordes an seiner Familie in dem Einkaufszentrum Welgevonden Mall gesehen worden sei, wobei er angeblich unter Einfluss von Alkohol oder sonstigen Drogen gestanden haben könnte. Jedenfalls berichtet die lokale südafrikanische Zeitung Eikestadnuus, dass es einen Zeugen gebe, der gesehen haben will, wie Henri mit anderen Freunden aus einer Bar geflogen sei:

„Henri war mit nacktem Oberkörper vor einem Spirituosengeschäft. Er schrie und lärmte… Zudem führte er suggestive Tanzbewegungen durch. Er war auf jeden Fall unter dem Einfluss von irgendwas. Was es war, weiß ich nicht.“

Doch ob der Zeuge glaubwürdig ist oder nicht, möglicherweise auch versucht falsche Fährten zu legen – auch darüber gibt es bislang keinerlei Hinweise.



Kommentare (1)


Nina 15. März 2015 um 20:42

Die Hinweise deuten absolut auf den Sohn hin, er hat nicht ein Statement dazu abgeben, was er gesehen hat. Ein typisches Beispiel das eine nach außen doch so „perfekt“ wirkende Familie letztendlich auch eine Leiche im Keller liegen hat. Leider werfen solche Schlagzeilen ein dunkles Licht auf mein geliebtes Land! Wenn es dann der „hübsche“ Sohn, der reichen Vorzeigefamilie war, der im Drogenrausch seine Eltern abgemetzelt hat, spricht kaum einer mehr über den Vorfall…TRAURIG!

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