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US Justiz politisch motiviert: Wien verweigert Auslieferung ukrainischer Oligarch Dmitry Firtasch

Unter anderem mit der Begründung, man könne sich des Eindrucks nicht erwehren, dass die US-Justiz auf Grund erheblicher politischer Motivation versuche, den ukrainischen Oligarchen Dmitry Firtasch (bekannt auch als: Dmytro Firtasch, bzw. Dmitri Firtasch) an die USA ausliefern zu lassen, verweigerte nun ein hohes Wiener Gericht dessen Auslieferung.

Für den ukrainischen Oligarchen Dmitry Firtasch bedeutet dies: Er kann erst einmal aufatmen. Nachdem der ukrainische Oligarch Firtasch zunächst auf Antrag der US-Justiz in Wien festgenommen worden war, hatte ihn das zuständige Straflandesgericht Wien („Landesgericht für Strafsachen Wien“) gegen eine Kaut in Höhe von 125 Millionen Euro wieder auf freien Fuß gesetzt.

US-Behörden wollten Firtasch beim Bundesgericht in Chicago wegen des Vorwurfs angeblicher Korruption bei Auslandsgeschäften einen Gerichtsprozess machen und hatten ihn deshalb angeklagt. Der ukrainische Multi-Milliardär Dmitry Firtasch, 49 (auf russisch: Дмитрий Васильевич Фирташ), gilt als Förderer des ehemaligen ukrainischen Präsidenten Viktor Janukowitsch.

Als Viktor Janukowitsch sich gegen die Aufnahme der Ukraine in die Europäische Union (EU) ausgesprochen hatte und stattdessen eine Wirtschafts-Gemeinschaft mit Russland angestrebt hatte, stellten sich die USA massiv gegen Janukowitsch und unterstützten Gruppen, die teils mit Waffengewalt Viktor Janukowitsch aus dem Präsidentenamt gezwungen hatten. Während dieser Auseinandersetzungen wurden über 100 Demonstranten, aber auch Dutzende Polizisten erschossen.

Als Haupt-Profiteur der Krise in der Ukraine schälten sich bislang die USA heraus: Ihre Wirtschaft brummt, die Arbeitslosenraten sind auf einem historischen Tief. Nicht so in der EU: Hunderte Unternehmen bezahlen die Sanktionen des Wesens gegen Russland mit Tausenden Arbeitsplätzen und Umsatzrückgängen in Milliardenhöhe. Der Westen macht einseitig Russland für den Bürgerkrieg in der Ukraine verantwortlich, Russland weist dieses zurück. Im Vielvölker-Gebilde Ukraine sind rund ein Drittel der Bürger russisch-stämmig. Sie fühlen sich eher Russland zugehörig, als zum Westen.

Wir empfehlen hierzu ein Buch: „GABRIELE KRONE-SCHMALZ: Russland verstehen. Der Kampf um die Ukraine und die Arroganz des Westens“ (C.H. Beck, 14,95 Euro, 176 Seiten, Paperback).Die Webseite von Dmitry Wassiljewitsch Firtasch lautet: dmitryfirtash.com



Kommentare (2)


Juppi 6. Mai 2015 um 0:48

Schon wen ich den Ausdruck „zur Rechenschaft ziehen“ hören wird mir wirklich jedesmal fast schlecht. Da klingt einfach sowas von bescheuert und überheblich. Und das schlimmste ist, dass ich das jetzt auch schon von deutschen Politkern hören muss.

Antworten

miezekatz 1. Mai 2015 um 20:16

Es ist an der Zeit, dass die USA für ihre Politik zur Rechenschaft gezogen wird.

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