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Donnerstag, 17. Januar 2019

Deutsche Opfer Tunesien: Bis zu 8 im Hotel Riu Imperial Marhaba nach Massaker?

Nach bisherigen Gerüchten sollen unter den 38 mit einem oder mehrere Maschinengewehren erschossenen Touristen im Hotel Riu Imperial Marhaba in Tunesien bis zu 8 Deutsche sein.

Die Gerüchte um die Nationalitäten der Opfer konnte das Antikriegsportal kriegsberichterstattung.com nicht auf ihren Wahrheitsgehalt verifizieren, Die Mehrheit der Opfer sollen aber Briten sein. Weitere Opfergruppen des Massenmordes im Hotel Riu Imperial Marhaba Thalasso & Spa am Port El Kantaoui in Tunesien seien unter anderem Belgier, Franzosen oder Iren. Als Täter steht bislang ein 23-Jähriger arabischer Student fest. Doch gehen Beobachter davon aus, dass mehrere Verbrecher in Frage kommen könnten.

Derweil wird Kritik an der tunesischen Regierung laut, dass immer noch keine Namen der Opfer bekannt gegeben wurden. Auch die deutsche Bundesregierung steht unter Kritik. So sagte beispielsweise David Cameron, der britische Premier, wonach die britische Regierung persönlich dafür sorge, dass die Ermittlungen in Tunesien beschleunigt liefen und zwar durch eigene britische Ermittler vor Ort.

Nicht bekannt ist bislang, dass deutsche Ermittler oder Ärzte und psychologische Teams im Auftrag der Bundesregierung ebenfalls im Hotel Riu Imperial Marhaba vor Ort sind. Die britische Regierung gab an, wonach man Verletzte in eigens gecharterten britischen Flugzeugen nach Großbritannien aus Tunesien fliege. Ob die deutsche Bundesregierung – verantwortlich wäre der umstrittene deutsche Innenminister Thomas de Maizière (CDU) – ähnliches macht, ist bislang nicht bekannt.

Kritik an der NATO ebenso wie an Tunesien

Ebenfalls wird die Kritik am westlichen Kriegsbündnis NATO immer lauter. Denn es war die NATO (welche auch von Deutschland finanziert und militärisch hochgerüstet wird), die in einem völkerrechtlich illegalen Angriffskrieg den Nachbarstaat von Tunesien, Libyen, 2011 durch Abwurf von über 50.000 Bomben zum Einsturz brachte und in die Riege der gefallenen Staaten einreihte. Durch die instabile Lage in Libyen werden auch die Nachbarstaaten, wie Tunesien, instabiler.

Damit belegten, sagen Kritiker, dass einige Politiker, welche hinter der NATO stehen – vor allem aus der Europäischen Union (EU) und den USA – unfähig seien, in arabischen Ländern dazu beizutragen, dass es Frieden gibt und eine stabile Region.

Isis steht für Terror, auch ohne organisierte zusammenhängende Verbrechen

Auch wenn sich die Verbrecher-Organisation Isisi (kurz: IS; Islamischer Staat) zu dem Terroranschlag auf das Touristenhotel in Tunesien „bekannte“, so sagte ein Terror-Experte auf CNN, dass IS weniger eine Organisation sei, sondern eine Dach-Marke unter welcher unterschiedlichste Amokläufer, Terrorgruppen, Verbrecher-Organisationen oftmals auch völlig zusammenhanglos und unorganisiert agierten – oft auch ohne, dass sie sich persönlich in irgendeiner Weise IS wirklich zugehörig fühlten.

Insofern liefen offizielle „Bekenner“-Statements von IS eher in die Irre, da es oftmals bei weltweiten Verbrechen oder Terroranschlägen kaum organisatorische Zusammenhänge gebe. Diese würden, sagt ein Politologe, oftmals hinterher eher konstruiert, um Isis mächtiger erscheinen zu lassen.

Das Hotel Hotel Riu Imperial Marhaba gehört zur Grupo Riu, einer 1976 auf Mallorca gegründete Hotelkette, welche der gleichnamigen Familie Riu gehört sowie dem deutschen Touristikkonzern TUI.



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