Skip to main content
Mittwoch, 20. März 2019

Deutsche Opfer Tunesien: Bis zu 8 im Hotel Riu Imperial Marhaba nach Massaker?

Nach bisherigen Gerüchten sollen unter den 38 mit einem oder mehrere Maschinengewehren erschossenen Touristen im Hotel Riu Imperial Marhaba in Tunesien bis zu 8 Deutsche sein.

Die Gerüchte um die Nationalitäten der Opfer konnte das Antikriegsportal kriegsberichterstattung.com nicht auf ihren Wahrheitsgehalt verifizieren, Die Mehrheit der Opfer sollen aber Briten sein. Weitere Opfergruppen des Massenmordes im Hotel Riu Imperial Marhaba Thalasso & Spa am Port El Kantaoui in Tunesien seien unter anderem Belgier, Franzosen oder Iren. Als Täter steht bislang ein 23-Jähriger arabischer Student fest. Doch gehen Beobachter davon aus, dass mehrere Verbrecher in Frage kommen könnten.

Derweil wird Kritik an der tunesischen Regierung laut, dass immer noch keine Namen der Opfer bekannt gegeben wurden. Auch die deutsche Bundesregierung steht unter Kritik. So sagte beispielsweise David Cameron, der britische Premier, wonach die britische Regierung persönlich dafür sorge, dass die Ermittlungen in Tunesien beschleunigt liefen und zwar durch eigene britische Ermittler vor Ort.

Nicht bekannt ist bislang, dass deutsche Ermittler oder Ärzte und psychologische Teams im Auftrag der Bundesregierung ebenfalls im Hotel Riu Imperial Marhaba vor Ort sind. Die britische Regierung gab an, wonach man Verletzte in eigens gecharterten britischen Flugzeugen nach Großbritannien aus Tunesien fliege. Ob die deutsche Bundesregierung – verantwortlich wäre der umstrittene deutsche Innenminister Thomas de Maizière (CDU) – ähnliches macht, ist bislang nicht bekannt.

Kritik an der NATO ebenso wie an Tunesien

Ebenfalls wird die Kritik am westlichen Kriegsbündnis NATO immer lauter. Denn es war die NATO (welche auch von Deutschland finanziert und militärisch hochgerüstet wird), die in einem völkerrechtlich illegalen Angriffskrieg den Nachbarstaat von Tunesien, Libyen, 2011 durch Abwurf von über 50.000 Bomben zum Einsturz brachte und in die Riege der gefallenen Staaten einreihte. Durch die instabile Lage in Libyen werden auch die Nachbarstaaten, wie Tunesien, instabiler.

Damit belegten, sagen Kritiker, dass einige Politiker, welche hinter der NATO stehen – vor allem aus der Europäischen Union (EU) und den USA – unfähig seien, in arabischen Ländern dazu beizutragen, dass es Frieden gibt und eine stabile Region.

Isis steht für Terror, auch ohne organisierte zusammenhängende Verbrechen

Auch wenn sich die Verbrecher-Organisation Isisi (kurz: IS; Islamischer Staat) zu dem Terroranschlag auf das Touristenhotel in Tunesien „bekannte“, so sagte ein Terror-Experte auf CNN, dass IS weniger eine Organisation sei, sondern eine Dach-Marke unter welcher unterschiedlichste Amokläufer, Terrorgruppen, Verbrecher-Organisationen oftmals auch völlig zusammenhanglos und unorganisiert agierten – oft auch ohne, dass sie sich persönlich in irgendeiner Weise IS wirklich zugehörig fühlten.

Insofern liefen offizielle „Bekenner“-Statements von IS eher in die Irre, da es oftmals bei weltweiten Verbrechen oder Terroranschlägen kaum organisatorische Zusammenhänge gebe. Diese würden, sagt ein Politologe, oftmals hinterher eher konstruiert, um Isis mächtiger erscheinen zu lassen.

Das Hotel Hotel Riu Imperial Marhaba gehört zur Grupo Riu, einer 1976 auf Mallorca gegründete Hotelkette, welche der gleichnamigen Familie Riu gehört sowie dem deutschen Touristikkonzern TUI.



Keine Kommentare vorhanden


Du hast eine Frage oder eine Meinung zum Artikel? Teile sie mit uns!

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*
*


Das könnte Sie interessieren

Pixabay License / Pixabay License Sonntag, 10. März 2019

Palästinensische Politikerin Khalida Jarrar freigelassen

Amnesty International Deutschland teilte mit, wonach die bekannte palästinensische Politikerin und Parlamentsabgeordnete Khalida Jarrar am 28. Februar 2019 aus dem israelischen HaSharon-Gefängnis entlassen worden sei.

Die Politikerin habe 20 Monate, beziehungsweise 660 lange Tage, ohne Anklage oder Gerichtsverfahren in Verwaltungshaft verbracht. Nach ihrer Freilassung habe sich Khalida Jarrar bei Amnesty International und allen Unterstützer)nnen für ihren Einsatz mit den Worten bedankt

:

„Ich danke euch allen dafür, dass ihr euch für meine Rechte und für die Rechte anderer palästinensischer Gefangener einsetzt. Während meiner Zeit im Gefängnis hatte ich keinen Zweifel daran, dass die Mitglieder und Unterstützerinnen und Unterstützer von Amnesty weltweit erneut die willkürliche Verwaltungshaft anprangern und meine Freilassung fordern würden.“

Zudem habe sie gesagt: „Ich bin jetzt frei, doch mindestens 48 weibliche palästinensische Gefangene befinden sich nach wie vor in Israel hinter Gittern. Sie haben es unglaublich schwer und leiden sehr. Ich hoffe, dass Amnesty sich weiterhin für palästinensische Gefangene einsetzt und gegen das Unrecht ankämpft.“

Die Unterstützung und Mobilisierung solle bis zur Freilassung aller palästinensischen politischen Gefangenen fortgesetzt werden, erklärte die Politikerin

.

Am 2. Juli 2017 war Khalida Jarrar in ihrer Wohnung in Ramallah im besetzten Westjordanland festgenommen worden, so Amnesty International. Am 12. Juli 2017 habe dann der israelische Militärkommandant des Westjordanlandes sechs Monate Verwaltungshaft gegen sie angeordnet.

Die Haftanordnung sei seitdem dreimal verlängert worden: am 31. Dezember 2017, am 17. Juni 2018 und am 25. Oktober 2018.

Obwohl die maximale Haftdauer für eine Verwaltungshaftanordnung sechs Monate in Israel betrage, könne diese nach israelischem Recht aber beliebig oft verlängert werden.

Khalida Jarrar hat sich als palästinensische Parlamentarierin immer wieder kritisch zu den israelischen Besetzungen der palästinensischen Gebiete geäußert.

Zudem kritisiere sie die Zusammenarbeit der palästinensischen Behörden mit dem israelischen Militär im Sicherheitsbereich, so AI.

Die Palästinenserin werde wegen ihres politischen und menschenrechtlichen Engagements bereits seit Jahrzehnten von den israelischen Behörden „drangsaliert und eingeschüchtert“.

Seit 1998 dürfe sie Israel nicht mehr verlassen.

Palästinensische Politikerin Khalida Jarrar freigelassen Sonntag, 10. März 2019

Palästinensische Politikerin Khalida Jarrar freigelassen

Amnesty International Deutschland teilte mit, wonach die bekannte palästinensische Politikerin und Parlamentsabgeordnete Khalida Jarrar am 28. Februar 2019 aus dem israelischen HaSharon-Gefängnis entlassen worden sei.

Die Politikerin habe 20 Monate, beziehungsweise 660 lange Tage, ohne Anklage oder Gerichtsverfahren in Verwaltungshaft verbracht. Nach ihrer Freilassung habe sich Khalida Jarrar bei Amnesty International und allen Unterstützer)nnen für ihren Einsatz mit den Worten bedankt:

Donnerstag, 24. Januar 2019

Israel schickt Beduine Sayyah Abu Mdeighim al-Turi 10 Monate ins Gefängnis

In einer Urgent Action teilt Amnesty International (AI) mit, wonach am 25. Dezember 2018 Scheich Sayyah Abu Mdeighim al-Turi eine zehnmonatige Haftstrafe in Israel habe antreten müssen. Amnesty schreibt zu dem Gerichtsurteil, dieses sei auf Grund der Tatsache gefällt worden, da der Verurteilte seine Rechte auf Meinungs- und Versammlungsfreiheit für ein Beduinendorf wahrgenommen habe. Sayyah Abu Mdeighim al-Turi büße seine Haftstrafe derzeit […]

Mittwoch, 16. Januar 2019

Prozess, Alfamir Castillo

Schüsse auf Aktivistin in Kolumbien wegen Armee-Mordvorwürfen

Am 11. Januar 2019 hätten zwei Unbekannte in der Gemeinde Pradera im Süden von Kolumbien auf das Auto der Aktivistin Alfamir Castillo geschossen. Der Täter habe von einem Motorrad aus geschossen. Das berichtet nun Amnesty International Deutschland. Das Anschlags-Opfer sei in Begleitung ihres Mannes und zweier LeibwächterInnen gewesen, welche von der „Behörde für Schutzmaßnahmen“, der „Unidad Nacional de Protección“ gestellt […]

Samstag, 08. Dezember 2018

Wegen Land

Kolumbien – Menschenrechtsverteidiger Enrique Cabezas mit Mord bedroht

Amnesty International teilt in einer Urgent Action mit, wonach Enrique Cabezas, der Leiter der „Kollektivs Afro-Kolumbianischer Gemeinschaften“ in Curvaradó im Departamento Chocó im Westen Kolumbiens bedroht werde. Auch Morddrohungen stünden im Raum. Grund: Er setze sich für die Landrechte einiger kolumbianischen Gemeinden ein. Zudem kämpfe er für das Recht der dort lebenden Menschen sich aus einem seit Jahren bestehenden bewaffneten […]

Donnerstag, 29. November 2018

Mark Herbert in Rollstuhl geprügelt: Schläger aus Offenbach ‚Peter Brecht‘ in ‚Aktenzeichen XY… ungelöst‘ ist ein Fakename

Kommentar – Es ist schon bemerkenswert: Wenn ausländische Terroristen in Deutschland oder Frankreich Menschen umbringen oder Anschläge planen, stehen die Täter oder Tatverdächtigen meist mit komplettem Vor- sowie Nachnamen und ungepixeltem Bild in deutschen Medien. Wenn aber ein lokaler deutscher Serientäter, der seinen Mitbürgern lebensgefährliche Verletzungen zufügt, seine Mitbürger mit Killerattacken einschüchtert, Angst und Schrecken, blanken Horror, ja lokalen Terror […]