5000 Motorradfahrer gedenken Unfallopfer mit Sternfahrt von Salzgitter nach Braunschweig

Cooles aber gefährliches Hobby: Motorradfahrern.
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Wenn über den Wolken die Freiheit wohl grenzenlos ist, dann gilt zumindest für Deutschlands Biker, dass Freiheit auch unter den Wolken großartig sein kann. 5000 Motorradfahrer zeigten nun eindrucksvoll auf einer Gedenkfahrt von Salzgitter bis Braunschweig:

Es gibt uns, wir sind viele und wir lassen uns auch durch Dutzende gegen Motorradclubs in Deutschland mittlerweile durchgeführte Razzien nicht kriminalisieren. Denn noch immer steht für die Biker der Sport und die Gemeinschaft im Vordergrund.

Doch all das war auf der Sternfahrt vom Samstag von Salzgitter nach Braunschweig, an welcher sogar der Oberbürgermeister von Salzgitter, Frank Klingebiel, auf seiner Maschine teilnahm, nicht im Mittelpunkt.

Im Zentrum war die Erinnerung an die auf ihren Motorradfahrern tödlich verunglückten Biker. Denn Motorradfahrer sind, ähnlich wie Fahrradfahrer oder Fußgänger, letztlich die verletzlichsten im Straßenverkehr.

Bei überwiegend bestem Sonnenwetter konnten die rund 5000 Biker ihre 29. Motorradgedenkfahrt für die Unfallopfer der vergangenen Saison durchführen. Schirmherr war Salzgitters Oberbürgermeister Frank Klingebiel. Er gab auch den Startschuss zu der Fahrt. Dafür hatten sich Tausende Motorradfahrer mit ihren stolzen Maschinen zum Haupt-Treffpunkt, dem Rathausmarkt vor dem Rathaus von Salzgitter getroffen.

Dort war auch eine große Bühne aufgebaut, auf welcher 14 schlichte Holzkreuze an die 14 im vergangenen Jahr auf Deutschlands Straßen tödlich verunglückten Motorradfahrer erinnern sollten. Die Holzkreuze waren durch Berufsschüler aus Salzgitter angefertigt worden.

Die 29. Motorradgedenkfahrt stand dieses Jahr unter dem Motto: „Mut zur Farbe – blink mal wieder!“ Damit soll daran erinnert werden, dass immer mehr Autofahrer wie Geisterfahrer ohne den Blinker zu setzen einfach quer über Fahrbahnen oder Kreuzungen rauschen, oft noch mit dem Handy am rechten oder linken Ohr. Sie gefährden damit besonders Motorradfahrer oder auch in Städten sehr oft Radfahrer.

Wie man im schlimmsten Verkehr als Motorradfahrer sicher durch die Blechlawinen rollt, dies zeigte in Salzgitter unter anderem das ADAC-Sicherheitstraining. Ein Lebensretter-Flashmob der Berufsfeuerwehr zeugte gleichzeitig Respekt vor den Zehntausenden Motorradfahrern Deutschlands, die trotz der Gefahren, an ihrem Hobby festhalten.

Mit einem beeindruckenden Motorengeräusch der dumpfen Maschinen hatten sich Tausende Biker schließlich um 13.30 am Samstag in Richtung Braunschweig in Bewegung gesetzt. Endpunkt des Gedenktages war im Braunschweiger Dom. In Salzgitter feierten Samstag bis tief in die Nacht Motorradfans bei Livemusik weiter.

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