Sie wolle Gaddafi nicht töten, bombt aber seinen Regierungssitz

NATO-Flagge

Es ist ein widerliches Spiel für aufgeklärte demokratische Staaten, wie die von Europa. Aber es wird gespielt bis zum letzten: Die NATO behauptet stereotyp, sie halte sich an die UNO-Resolution, die ihr ausdrücklich erlaube, die libysche Zivilbevölkerung zu schützen, ihr aber verbiete, den libyschen Machthaber Muhammed Gaddafi zu töten. So weist sie denn auch nach jedem Bombenangriff weit von sich, Gaddafi töten zu wollen. Dennoch verübt sie ein Tötungskomplott nach dem anderen gegen ihn, indem regelmäßig seine Regierungssitze bombardiert werdenW

Wie passt das zusammen? Gar nicht. Die NATO scheint, das ist zu offensichtlich, Gaddafi umbringen zu wollen. Das scheint die derzeitige UNO-Spitze ebenfalls zu favorisieren. In westlichen Medien-Foren wird die NATO deshalb bereits als „Terror-Organisation“ beschrieben. Ein trauriges Etikett für eine einst großartige Organisation, die eigentlich gegründet wurde, um Frieden zu stiften. Die westlichen Regierungschefs stört das derzeit wenig. Sie setzen ihr distanziertes fliegendes Killerkommando gegen Gaddafi persönlich weiter in Gang. Ganz so, als wären Bomben kein Grund, sich hinterher schmutzig fühlen zu müssen. Derweil kursieren Gerüchte, Gaddafi sei bereits von den Angriffen verletzt worden und halte sich deshalb gar nicht  mehr in Tripolis auf. Dass Diktaturen schlechte Staatsformen sind, darüber kann es sicherlich keine kontroversen Diskussionen geben. Aber es kann und darf nicht die Aufgabe der NATO sein, Bürgerkriegsentscheidend zu wirken und Staatschefs umzubringen.

In einer Erklärung teilte Gaddafi, der einer der wenigen afrikanischen Staatschefs ist, der ernsthaft und umfangreich Entwicklungshilfe auch in anderen afrikanischen Staaten vorantrieb, jetzt mit: „Ich lebe an einem Ort, wo ihr mich nicht erreichen und nicht töten könnt. Ich lebe in den Herzen von Millionen.“

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