Deutsche Bundeswehr haut vor Taliban ab

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Auch wenn alle West-Medien die Lesart des U.S.-Verteidigungsministeriums übernehmen, wonach US-Soldaten angeblich „unbeabsichtigt“ mehrere Ausgaben der islamischen Religionsschrift Koran verbrannt hätten (was wenig glaubhaft erscheint): Die Symbolik der Soldaten hinterlässt tiefe Spuren und führte zu Portesten von Tausenden aufgebrachten Afghanen.
Acht Menschen sollen bei den Unruhen bereits ums Leben gekommen sein, darunter zwei Soldaten der Internationalen Schutztruppe Isaf. Die U.S.-Soldaten führen sich mal wieder selbst als peinliche Friedensbringer vor und schaden damit dem Westen insgesamt.

Jetzt zieht ich sogar die Deutsche Bundeswehr vorzeitig aus Afghanistan zurück und räumt ihren wichtigen Stützpunkt Talokan. Offiziell wegen der Unruhen, inoffiziell, da die deutsche Bundesregierung aus CDU und FDP vor der nächsten anstehenden Bundestagswahl keine weiteren toten deutschen Soldaten riskieren möchte.

Der deutsche Kommandeur gab seinen vorzeitigen Rückzug, der eigentlich offiziell erst im Laufe des März hätte durchgeführt werden sollen, mit der angeblich bedrohlichen Situation an, der sich die Deutsche Bundeswehr ausgesetzt gesehen habe, als 300 Demonstranten, darunter wahrscheinlich viele Taliban, in der Nähe des deutschen Stützpunktes aufmarschiert seien. Man habe Angst gehabt vor Terror-Anschlägen. Deshalb sei die Bundeswehr mit ihren dort stationierten 50 Soldaten umgehend abmarschiert – ins 70 Kilometer entfernte Feldlager Kundus. Einerseits ist eine Deeskalations-Strategie nachvollziehbar, andererseits bleibt ein sehr fader Beigeschmack. Denn eigentlich hätten die deutschen Soldaten die Zivilbevölkerung vor den terroristischen Taliban schützen sollen.
Foto: ©istockphoto/ideeone

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